15.10.2019 10:13 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Herrenberg feiert ersten Heimsieg - Kirchhof sieht trotz Niederlage Steigerung

Herrenberg feiert gegen Kirchhof den ersten Heimsieg. Herrenberg feiert gegen Kirchhof den ersten Heimsieg.
Quelle: Janoch / SG H2Ku
Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg haben endlich den ersehnten ersten Heimsieg eingefahren. Dank einer starken Mannschaftsleistung besiegte das Team vor rund 350 Zuschauern in der Markweghalle die SG 09 Kirchhof mit 29:26 (14:12). Ein klassischer Arbeitssieg aus Sicht von Trainer Mike Leibssle: "Wir sind nicht gut in die Partie gekommen, haben uns dann aber stabilisiert und dank einer effektiven Angriffsleistung die zwei Punkte erkämpft."

Den Start verschliefen die Kuties komplett. Nur ein Tor in den ersten zehn Minuten spricht Bände. "Das war überhaupt nicht nach unseren Vorstellungen", meinte Leibssle kritisch. "In der Offensive waren wir nicht zwingend genug, wir haben nicht in die Tiefe gearbeitet und viel zu überhastet agiert." Ein 1:3-Rückstand war die Folge. Einzig Torhüterin Laura Waldenmaier hielt ihre Mannschaft mit zahlreichen Paraden in der Partie und trug sich gar mit einem Treffer ins leere Tor in die Torschützenliste ein.

Erst nach 15 Minuten stabilisierte sich das Gäu-Team und fand in der Folge die besseren Lösungen. "Da haben wir wieder zu uns gefunden, gute Räume geschaffen und diese auch genutzt", so Leibssle. Dann einer der Knackpunkte aus Sicht der Gäste: Stefanie Beugels rutschte unabsichtlich aus und traf dabei Herrenbergs Sandra Kussmaul. Von den Schiedsrichtern bekam sie dafür die Rote Karte, für Leibssle eine zu harte Entscheidung: "Das ist einfach sehr unglücklich gelaufen."

In der hitzigen Atmosphäre im Anschluss behielt Herrenberg einen kühlen Kopf. Ein 5:0-Lauf brachte sie mit dem Halbzeitpfiff 14:12 in Führung. Nach Wiederanpfiff blieben die Herrenbergerinnen im Angriff effektiv. "Überhaupt bin ich mit der geringen Anzahl an technischen Fehlern sehr zufrieden", lobte Leibssle. Nur in der Defensive sieht er Verbesserungspotenzial: "Da waren wir etwas zu nachlässig und haben über das Abwehrzentrum zu viele Tore bekommen."

Marie-Christine Beddies erhöhte in der 47. Minute erstmals auf fünf Tore - 23:18. Überhaupt setzte die quirlige Rückraumspielerin nach ihrer Kreuzbandverletzung ganz neue Akzente und wurde nach der Partie von Gäste-Trainer Christian Denk auch zur "Spielerin des Spiels" gewählt.

In der Schlussphase ließ H2Ku nichts mehr anbrennen, Linkshänderin Saskia Hiller markierte eine Minute vor dem Abpfiff den 29:26-Endstand. "Wir hatten elf verschiedene Torschützen, der Beweis für eine tolle Mannschaftsleistung", freute sich Mike Leibssle.

"Wir haben immer an einen Sieg geglaubt. Das war am Limit, was wir aktuell leisten können", bilanzierte SG-Coach Christian Denk. Trotz der vierten Niederlage in Folge machte er eine klare Steigerung im Vergleich zum 23:28 in Zwickau aus und sah sogar über weite Strecken "eine der besten Abwehrleistungen, seit ich Trainer bin."