14.10.2019 16:33 Uhr - 2. Bundesliga - PM Spreefüxxe, red

Susann Müller lobt Spreefüxxe: "Am Ende noch einmal Kampfgeist bewiesen"

Susann MüllerSusann Müller
Quelle: Marco Schultz
Der Jubel war groß auf Seiten der Berlinerinnen, mit 27:24 (13:11) ging das Team aus der Hauptstadt als Sieger von der Platte und ließ den Gästen aus Bremen in der Schlussphase keine Chance. "Sie sind zwar bis auf ein Unentschieden herangekommen, wir haben uns aber nie aufgegeben und am Ende noch einmal Kampfgeist bewiesen", so Füchse-Trainerin Susann Müller.

"Ich möchte meine Mädels besonders für die Anfangs- und Schlussphase des Spiels loben. Wir sind sehr konzentriert und aggressiv, vor allem in der Abwehr, ins Spiel gestartet und haben uns so eine 5:0 Führung herausgespielt", blickte Susann Müller zurück auf den Spielverlauf. Sie fügte an: "Leider hatten wir dann auch eine Schwächephase Mitte der zweiten Halbzeit, in der wir zu viele einfache Fehler gemacht haben und so Bremen wieder ins Spiel kommen lassen. Sie sind zwar bis auf ein Unentschieden herangekommen, wir haben uns aber nie aufgegeben und am Ende noch einmal Kampfgeist bewiesen."

Denn im Gegensatz zum letzten Spiel in Nürtingen, war die Mannschaft von Trainerin Müller von Beginn an hellwach und legte einen furiosen Start hin. Trotz eines verworfenem Siebenmeter von Vesna Tolic, konnte Anna Blödorn nach neun Minuten bereits zum 5:0 für die Berlinerinnen einnetzen. Bremens Trainer Dominic Buttig war somit früh gezwungen die Auszeit zu nehmen, um den Lauf der Heimmannschaft zu unterbinden. Dies sollte zunächst nur bedingt gelingen, immerhin konnten die Gäste in der elften Minute den Bann brechen und durch Alina Defayay ihren ersten Treffer des Abends erzielen. Im Gegenzug erhöhten die Spreefüxxe bis zur 15. Minute auf 7:1.

Doch die Gäste aus Bremen knabberten bis zur Halbzeit Tor für Tor vom Vorsprung der Berlinerinnen ab, so dass man mit einer 13:11 Halbzeitführung in die Kabine ging. Nach der Pause sollte sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickeln. Vor allem Lotta Heinrich bekamen die Spreefüxxe nicht so wirklich in den Griff. Sie war mit sieben erzielten Toren die erfolgreichste Schützin des Spiels. Doch nicht Lotta Heinrich, sondern Maren Gajewski konnte in der 39. Minute zum ersten Mal für die Gäste ausgleichen (16:16). In Folge ging es Hin und Her, die Berlinerinnen konnten Vorlegen, doch Bremen glich im Gegenzug immer aus.

Bis zur 45. Minute sollte es Unentschieden stehen, doch ein 4:0 Lauf der Hausherrinnen sorgte für eine kleine Vorentscheidung im Spiel, so dass man durch den Treffer von Fabienne Kunde in der 49. Spielminute auf 24:20 erhöhen konnte. Damit zog man den Gästen an diesem Abend den Zahn und entschied die Begegnung für sich. Leona Svirakova netzte in der 60. Spielminute zum Endstand von 27:24 ein. Mit dem Sieg verbesserten die Spreefüxxe ihr Punktekonto auf 6:2 und stehen damit aktuell auf dem sechsten Tabellenrang in der 2. Handball Bundesliga. Am kommenden Wochenende reisen die Spreefüxxe zum TuS Linfort. Anwurf zur Partie ist am Samstag, den 19.10.2019 um 17:00 Uhr in der Sporthalle Eyller Straße.

"Die ersten zehn Minuten waren unterirdisch, es fehlte an der passenden Körpersprache und wir treffen die falschen Entscheidungen im Angriff", erklärte Werder-Coach Dominic Buttig. Dass sein Team sich dann ins Spiel zurückkämpfte entlockte dem Trainer dann doch positive Worte: "Wir haben dann eine gute Reaktion gezeigt und sind mit einem positiven Gefühl in die Halbzeit gegangen, bis zum 20:20 war dann auch alles für uns drin." Was dann passierte kann Buttig sich allerdings nicht erklären. "Wir machen dann völlig unnötige Fehler, bleiben vier Minuten ohne eigenen Treffer und machen uns das Spiel selbst kaputt", so Buttig.

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