14.10.2019 11:08 Uhr - EHF-Pokal - PM THC, red

Thüringer HC erarbeitet sich knappes Polster gegen Byasen Trondheim

Starker Rückhalt: Marie Skurtveit DavidsenStarker Rückhalt: Marie Skurtveit Davidsen
Quelle: Thüringer HC
Im EHF-Cup Spiel bezwang der Thüringer HC Byasen Handball Elite mit 29:25 (14:11). Verbissen kämpfte der THC, um eine Fünf-Tore-Führung zu erkämpfen, dies gelang dem Gastgeber nicht. Mit vier Toren Vorsprung muss der THC ins Rückspiel am kommenden Wochenende nach Trondheim reisen. Beste Torschützin aufseiten des Thüringer HC waren Alicia Stolle und Iveta Koresova mit je sieben Treffern. Für die Byasen netzte Ida Alstad sechsmal ein.

Zum ersten Spiel auf internationaler Ebene in dieser Saison, empfing der Thüringer HC in der Wiedigsburghalle in Nordhausen die Gäste von Byasen Trondheim. Beide Mannschaften trafen bereits im ersten Jahr der EHF Champions League-Teilnahme des Thüringer HC aufeinander, damals gab es eine Niederlage in Norwegen und ein Unentschieden in Erfurt.

Gleich zu Beginn agierten beide Teams auf Augenhöhe, beide Abwehrreihen mussten schon früh die ersten Zeitstrafen hinnehmen. Marie Skurtveit Davidsen im THC-Tor hielt ihr Gehäuse durch tolle Paraden sauber. Im Angriff klemmte es dagegen noch bei den Thüringerinnen. Es war nicht nur die aggressive Gästeabwehr, auch klare Chancen wurden vergeben.

Keine der beiden Mannschaften erspielte sich Vorteile, sodass es nach der Hälfte der ersten Halbzeit 5:5 stand. Aufgrund eines Fouls an Iveta Koresova, spielten die Gäste ab der 16. Minute sogar in doppelter Unterzahl. Den fälligen Strafwurf verwandelte Iveta Koresova sicher zum 7:6. Mit dem Treffer ins leere Tor schaffte Iveta Koresova den ersten Drei-Tore-Vorsprung der Partie 9:6 (18. Minute).

Vorsprung pendelt zwischen zwei und vier Toren




Nachdem Iveta Koresova in der 20. Minute zum 10:6 traf, nahm der Trainer der Gäste Atle Johansen sein erstes Timeout. Ida Alstad bekam in der 21. Minute eine Zeitstrafe, den fälligen Siebenmeter parierte Annick Lipman gegen Iveta Koresova. Dank der starken Paraden von Marie Skurtveit Davidsen, erarbeitete sich der Thüringer HC einen fünf Tore Vorsprung - 12:7.

Herbert Müller nahm seine erste Auszeit, um noch ein wenig den Angriff nachzujustieren, dort wurden zu viele einfache Würfe vergeben. Das nutzten die Gäste und kamen wieder bis auf zwei Tore heran. In die Halbzeit ging es mit einem 14:11 für den Thüringer HC, nachdem Iveta Koresova mit der Sirene einen Strafwurf zugesprochen bekam und verwandelte.

Bölk erhöhte nach dem Seitenwechsel direkt auf vier Tore, doch die Gäste beeindruckte das nicht. Der THC konnte sich immer wieder auf vier Tore lösen, Trondheim aber auch immer mal wieder auf zwei Tore verkürzen. Herbert Müller gefiel nicht, was er von seinen Frauen sah und zog in der 43. Minute beim Stand von 20:17 seine zweite Grüne Karte. Seine Ansprache brachte jedoch keinen wirklichen Erfolg, denn die Gäste kämpften sich bis auf zwei Tore heran (20:18 - 44. Minute).

THC verpasst Fünf-Tore-Vorsprung




Mitte der zweiten Halbzeit bekam Mia Biltoft eine Zeitstrafe, den fälligen Strafwurf verwandelte Ida Alstad sicher zum 22:20. Mehr als einen Zwei-Tore-Vorsprung erkämpfte sich der THC nicht, was in Hinblick auf das Rückspiel sicher eine schwere Hürde werden könnte. Nachdem Alicia Stolle in der 51. Minute wieder auf drei Tore erhöhte (24:21), nahm Gästetrainer Atle Johansen sein zweites Timeout. Die Gäste prägten in dieser Phase das Spiel und verkürzten zum 24:23. Ann Cathrin Giegerich im Thüringer Tor war es zu verdanken, dass es nicht zum Ausgleich kam.

Nachdem Herbert Müller erneut die siebte Feldspielerin einsetzte, kam zusätzlicher Druck in den Angriff und nach 55 Spielminuten stand es 28:24. Atle Johansen übergab daraufhin seine letzte Timeoutkarte dem Kampfgericht. Nach dem Wechselfehler durch Ida Alstad und der darauf zu verbüßenden Zeitstrafe, verhinderte Annick Lipman im Gästetor mit einer Parade den ersten Fünf- Tore-Vorsprung für die Thüringer Gastgeberinnen.

Vor dem letzten Angriff des Spiels nahm Herbert Müller 12 Sekunden vor dem Abpfiff eine Auszeit und beschwor seine Frauen noch einen Treffer zu erzielen, damit man mit einem fünf Tore Vorsprung ins Rückspiel ginge. Doch Emily Bölk scheiterte mit dem finalen Wurf am Pfosten, sodass nach 60 Minuten ein 29:25 auf der Anzeigetafel stand.