11.10.2019 13:32 Uhr - EHF-Pokal - PM TuS Metzingen

"Eine der schwierigsten Aufgaben" - Metzingen startet gegen Kopenhagen in den EHF-Pokal

Simone PetersenSimone Petersen
Quelle: Tobias Baur, TuS Metzingen
In der zweiten Runde des EHF-Pokals erwartet die TuS Metzingen am Samstag (19.30 Uhr) den dänischen Vertreter Kopenhagen Handbold. Die Einschätzung von TuS-Manager Ferenc Rott nach der Auslosung war: "Das dürfte eine der schwierigsten Aufgaben sein, die man überhaupt erwischen konnte." Unlösbar ist sie aber nicht. Tickets sind im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich.

Es herrschte Einigkeit am Donnerstag bei der Pressekonferenz der TuS Metzingen vor dem Spiel im EHF-Pokal gegen Kopenhagen Handbold. "Unsere Abwehr war nicht richtig gut", sagte Trainerin Edina Rott.

"Wir müssen uns vor allem in der Abwehr verbessern. Ich auch", sagte Simone Petersen, dänischer Neuzugang der TusSies. Gesprochen haben sie vom Spiel der Metzingerinnen am Mittwoch in Dortmund, das mit 31:35 abgegeben werden musste. "Keine Diskussion also, was am Samstag anders werden muss", berichtet der Pressedienst der Metzingerinnen.

Mit Kopenhagen kommt ein dänisches Spitzenteam, das im vergangenen Jahr unter den zehn besten Teams in der Champions-League war. Der Meister von 2018 wurde in der Spielzeit 2018/2019 Vierter in der starken dänischen Liga.

"Man kann Kopenhagen ganz gut mit uns vergleichen. Sie sind sehr dynamisch, kommen übers Tempo, sind zudem stark in Zweikämpfen", weiß Edina Rott. Sie hat bei den Däninnen aber auch ein Manko ausgemacht: "Sie laufen langsam zurück, machen das nicht gerne." Da gelte es den pinken Hebel anzusetzen.

Simone Petersen: "Ein sehr starker Gegner"




Simone Petersen kennt zumindest Teile der gegnerischen Mannschaft. "Es ist ein sehr starker Gegner, der sich gegenüber der vergangenen Saison aber ziemlich verändert hat. Viele neue Spielerinnen kamen, vor allem junge. Das ist wie bei uns."

Neu gekommen sind Olivia Mellegård (IK Sävehof), Maria Hjertner (Larvik HK), Paulina Uscinowicz (Start Elblag), Nyala Krullaars (SV Dalfsen) und die Deutsche Aimee von Pereira (TSV Bayer 04 Leverkusen). Louise Føns soll mit ihren 34 Jahren das junge Team führen, bekommt dabei Unterstützung von etlichen Nationalspielerinnen aus ganz Europa.

Ferenc Rott freut sich schon einmal auf ein rassiges Spiel mit vielen Toren - wobei die Verteilung gegenüber dem Mittwoch noch optimiert werden muss. 31 Tore erzielen wäre völlig in Ordnung, 35 bekommen ist verboten. Deutlich weniger schweben dem Manager vor.

Die Umsetzung obliegt einer jungen TuS-Mannschaft. Manche der Mädels bestreiten ihr erstes EHF-Cup-Spiel, freuten sich da schon vor Wochen mächtig drauf. Einige Erfahrung brächte diesbezüglich Maren Weigel mit. "Ich weiß aber noch nicht, ob sie spielen kann. Zum Glück hat sich die Schulterverletzung nicht als schwerwiegend entpuppt. Es ist wohl nur eine Zerrung", vermeldete die TuS-Trainerin. Donnerstag hat sich die Rückraumspielerin im Training zurückgemeldet.

Trainieren kann auch Marija Obradovic, spielen indes immer noch nicht.Auch Simone Petersen musste in dieser Saison schon einiges einstecken, lässt sich von nichts groß aufhalten. "Meine Leistung ist ganz okay, muss aber noch besser werden", sagte die Meisterin der No-Look-Pässe: "Für mich sind die völlig normal."

Ihre Trainerin musste an dieser Stelle lachen. "Das muss Simone etwas runterschrauben. Es braucht Zeit, bis die Mitspielerinnen damit klar kommen. Sie weiß das aber, ist ein sehr positiver Mensch und lernwillig", machte Edina Rott klar. Trotzdem will sie "ihre" Dänin egoistischer und torgefährlicher sehen.

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