10.10.2019 10:32 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Borussia Dortmund mit dem nächsten Sieg, Metzingen sieht Rote Karte als Knackpunkt

Borussia Dortmund bejubelt den vierten Sieg im vierten SpielBorussia Dortmund bejubelt den vierten Sieg im vierten Spiel
Quelle: Stummbillig, BVB
Es war das prophezeite temporeiche Spiel. Borussia Dortmund und der TuS Metzingen trennten sich nach sechzig ereignisreiche Minuten mit 35:31. Vor insgesamt 1.215 Zuschauern gelang der Fuhr-Sieben zwar kein Start-Ziel-Sieg, aber die Partie hatte alles, was man von einem Handballspiel erwartet. "Die TuS Metzingen hat eine außergewöhnlich talentierte Mannschaft, deshalb sind die Punkte doppelt wichtig", sagte BVB-Trainer André Fuhr nach der Partie. Für das Lob des ehemaligen Coaches können sich die TusSies freilich nichts kaufen - während Dortmund zum verlustpunktfreien Spitzentrio gehört, rutscht Metzingen mit nun 4:4 Punkten auf den sechsten Platz.

Die erste Halbzeit lässt sich gut in drei Phasen aus Sicht der Dortmunder unterteilen: Dortmund kam gut rein und zeigte schnell, warum sie als Tabellenführer in die Partie gingen. Mit Willen und guten Auslöseaktionen setzten sie sich zu Beginn etwas ab., 3:1 hieß es bereits nach drei Minuten

Metzingen reagierte schnell und stellte die Abwehr erfolgreich um, sodass ein Ausbau des Vorsprunges für die Dortmunderinnen nicht möglich war. Auch die Abschlüsse aus der zweiten Reihe der Dortmunderinnen waren nicht von Erfolg gekrönt. Metzingen konnte sich schnell wieder ran kämpfen: Doppelt beteiligt war Lena Degenhardt, die viel aus dem Rückraum beisteuerte, aber auch mit Durchbrüchen Erfolg hatte. Metzingen übernahm die Führung, erspielte sich einen Vier-Tore-Vorsprung.

Nun griff Fuhr beim Stand von 6:10 zur Auszeit und danach zeigte sich die Deckung der Gastgeberinnen verbessert. Hinzu kam eine Rote Karte gegen Patricia Kovacs, die einen Bruch in das Metzinger Spiel brachte - sie hatte eine sich im Konter befindliche Gegenspielerin gekreuzt. Dortmund witterte nun die Chance sich aus dem Rückstand herauszuarbeiten und das gelang auch. Mit Toren von Inger Smits, Kelly Dulfer und Alina Grijseels gelang die Aufholjagd und das Spiel entwickelte sich wieder zu einem offenen Schlagabtausch. Auch durch die Einwechslung von Saskia Weisheitel und Johanna Stockschläder stabilisierte Fuhr die Angriffs- und Abwehrleistung enorm. Zur Halbzeit verabschiedete sich Dortmund mit dem Last Minute Treffer zum 19:18 in die Halbzeit.

Edina Rott: "Dortmund einfach zu viel Platz - und hat ihn genutzt"




Die zweite Halbzeit spiegelte das Ende der ersten Halbzeit wider. Die Borussia war deutlich besser aus der Kabine gestartet und machte deutlich, dass sie die Punkte in Dortmund behalten möchte. Mit einem drei Tore Vorsprung setzten sich die Schwarzgelben zunächst ab und konnten so ihre eigene Leistung immer wieder stabilisieren. Wirklich eng wurde es für die Fuhr-Sieben in der 40. Minute als es 25:25 stand.

Schnell versuchte sich das Team erneut zu fangen und dies gelang. Zwar lieferten sich die Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, doch gute sechs Minuten später gelang es dem BVB mit Toren von Vollebregt und Smits sich erneut abzusetzen. Von 27:27 ging es auf 30:27. Durch eine weitere Zeitstrafe gegen Metzingen gelang es dem Team rund um Edina Rott sich nicht weiter an Dortmund heran zu kämpfen. Alina Grijseels, welche in dieser Partie Haupttorschützin auf Dortmunder Seite war, machte mit weiteren Toren am Ende den Deckel drauf. Endstand nach sechzig Minuten: 35:31 für Borussia Dortmund.

Die TusSies konnten dies aus verschiedenen Gründen nicht mehr reparieren. "Wir konnten immer nachlegen", sagte Fuhr. Die TuS eben nicht. Unnötige Fehler paarten sich mit Abschlusspech und dann war Rinka Duijndam ein zeitweise unüberwindbares Hindernis, hatte Isabell Roch im BVB-Kasten abgelöst. 3"Ich will nicht sagen, dass es spielentscheidend war, aber die rote Karte gegen Patricia hat uns schon aus der Bahn geworfen. Wobei sogar Dortmunder Zuschauer die Entscheidung nicht nachvollziehen konnten. Dass in der entscheidenden Phase dann Entscheidungen gegen uns gefällt wurden, trug sein Übriges dazu bei. Enttäuscht bin ich nach jeder Niederlage, wir hatten aber sehr gute Phasen drin, sind auf einem guten Weg, auf dem wir nun weiterarbeiten", sagte Metzingens Manager Ferenc Rott.

Edina Rott brachte auch die rote Karte ins Spiel. "Patricia hat bis dahin sehr gut gespielt, hat dann mit ihrer Erfahrung gefehlt. Lena Degenhardt hat es nach zehn Tagen Pause sehr gut gemacht, Delaila Amega musste mehr spielen, als vorgesehen war. Es gab trotz der Niederlage viele positive Dinge, klar ist aber auch, dass wir es in der Abwehr besser machen müssen. Da hatte Dortmund einfach zu viel Platz - und hat ihn genutzt", so die Trainerin der TuS Metzingen.

14.10.2019 - HBF kompakt: Thüringer HC und TuS Metzingen gewinnen international, Kurpfalz Bären mit ersten Punkten

10.10.2019 - Buxtehuder SV gewinnt temporeiches Nord-Derby gegen VfL Oldenburg

10.10.2019 - Bietigheim schlägt Mainz und setzt sich an die Tabellenspitze