29.09.2019 11:04 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Wir waren zu statisch" - Werder Bremen unterliegt Lintfort

Naomi Conze und Werder Bremen konnten sich gegen Lintfort nicht durchsetzenNaomi Conze und Werder Bremen konnten sich gegen Lintfort nicht durchsetzen
Quelle: Hansepixx
Die Handballerinnen des SV Werder Bremen verpassten gegen den TuS Lintfort den ersten Heimsieg in dieser Saison. In einer umkämpften Partie entführten die Gäste am Ende beim 20:23 beide Punkte aus der Klaus-Dieter-Fischer-Halle. "Es war ein sehr umkämpftes Spiel, wo wir uns zu Beginn der zweiten Halbzeit absetzen können. Die Führung bringen wir dann über die Ziellinie", fasste Gäste-Trainerin Bettina Grenz-Klein zusammen.

Werder kam gut in die Partie und konnte mit 3:1 in Führung gehen, besonders in der Defensive standen die Grün-Weißen sehr kompakt. Im Angriff hingegen taten sich die Bremerinnen schwer und so kam Lintfort beim 5:5 (16.) zum Ausgleich.

Werder fehlte die Durchschlagskraft im Rückraum und so brachte Eva Legermann die Gäste vom TuS Lintfort beim 6:7 (21.) erstmals in Führung und Werder-Trainer Dominic Buttig zog die grüne Karte. Doch auch nach der Auszeit taten sich die Werder-Damen weiterhin schwer. Dank einer gut aufgelegten Meike Anschütz im Tor, blieb Werder aber im Spiel, kam aber nicht mehr zum Ausgleich und es ging mit einem 7:9 in die Pause.

Den Start in den zweiten Durchgang verschliefen die Bremerinnen allerdings völlig. Die Gäste vom TuS bauten die Führung auf 10:16 (38.) aus und zwangen Werder damit zu einer frühen Auszeit in der zweiten Halbzeit. In der Folge kämpfte der SVW und kam neun Minuten vor dem Ende durch ein Tor von Alina Defayay auf 17:20 heran und in der Halle keimte noch einmal die Hoffnung auf, dass Werder das Spiel noch drehen könnte.

Der Druck stieg nun auf beiden Seiten, beim 19:21 (56.) waren es nur noch zwei Tore, welche die Grün-Weißen aufholen mussten. Doch technische Fehler aufseiten von Bremen verhinderten die Wende. Am Ende muss sich der SV Werder mit 20:23 dem TuS Lintfort geschlagen geben.

Bettina Grenz-Klein: "Es war ein sehr umkämpftes Spiel"




Beide Trainer sahen die Anfangsphase der zweiten Halbzeit als Spielentscheidend an: "Wir verpennen total den Start in die zweite Halbzeit, waren aber das gesamte Spiel über zu statisch", so Werder-Coach Dominic Buttig. Auch Bettina Grenz-Klein vom TuS Lintfort sah es ähnlich: "Es war ein sehr umkämpftes Spiel, wo wir uns zu Beginn der zweiten Halbzeit absetzen können. Die Führung bringen wir dann über die Ziellinie."

"Sicher war heute nicht alles perfekt, aber wir sind in der Abwehr immer sicherer geworden und haben Werder so den Zahn gezogen", Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein weiter. Die Lintforter Trainerin zeigte sich zufrieden: "Ich habe nach der Niederlage gegen Rödertal auf eine Reaktion der Mannschaft gehofft, die sie heute gegeben hat. Die kämpferische Komponente hat mich heute überzeugt. Daneben hat vor allem Jana Willing ihre Sache sehr gut gemacht und vier schöne Tore erzielt."

"Jetzt können wir uns mit 4:4 Punkten in Ruhe auf den Pokalschlager gegen den Erstligisten HSG Blomberg am kommenden Sonntag vorbereiten", blickte Bettina Grenz-Klein schon auf das Pokalhighlight im Handballkreis Wesel voraus. "Es kommt ja nicht so oft vor, dass eine Bundesligamannschaft zum Pflichtspiel in die Region kommt."