17.08.2007 11:30 Uhr - Jugend/Juniorinnen - Marcel Friederich und PM ÖHB

Deutsche Juniorinnen nach Sieg über Norwegen um Platz Neun

Die deutschen Juniorinnen haben auch die dritte Begegnung in der Platzierungsrunde gewonnen. Bei der U19-Europameisterschaft in der Türkei siegte die DHB-Auswahl über Norwegen hauchdünn mit 30:29 (14:12). Beste Werferinnen waren Susann Müller (HC Leipzig), Franziska Mietzner (FHC Frankfurt/Oder) und Antje Lauenroth (HSG Bensheim-Auerbach), die jeweils sieben Mal trafen. Gegner im Spiel um Platz neun am Samstagabend (19.30 Uhr) sind die Serbinnen, die die Niederlande mit 29:28 bezwangen. Österreich spielt unterdessen nach einem Sieg über Litauen um Platz 13.

Melanie Herrmann rettete mit einer Parade den SiegMelanie Herrmann rettete mit einer Parade den Sieg
Quelle: Tim Oliver Kalle
"Im Angriff sind wir sehr schlecht gestartet, da waren wir einfach zu langsam. In der Defensive haben uns die gefährlichen Schlagwürfe der Norwegerinnen große Probleme bereitet", erklärte DHB-Coach Dirk Leun. In einer umkämpften ersten Hälfte wechselte die Führung minütlich. Die Damen aus Nordeuropa legten sofort mit 2:0 vor, ehe die Deutschen beim 4:3 das erste Mal in Front waren. Wiederum zogen die Norwegerinnen mit 8:6 und 10:7 vorbei, doch die Minuten vor dem Halbzeitpfiff gehörten Susann Müller und Co.: Beim 10:10 gelang den Juniorinnen der Ausgleich, mit dem 12:11 in der 26. Minute die erneute Führung. Zur Halbzeitpause stand es 14:12 für das DHB-Team.

"Franziska Mietzner war leicht angeschlagen und musste nach einer Viertelstunde ausgewechselt werden. Für sie hat Maria Bohle sehr lange im linken Rückraum gespielt", berichtete Leun. "Dennoch ist Franziska zu den Siebenmetern angetreten und hat alle sechs Versuche einskalt verwandelt." Die Geschicke im Rückraum lenkte über weite Strecken erneut Susann Müller, die sich neben Kreisläuferin Antje Lauenroth, Abwehrchefin Friederike Gubernatis (TSG Ketsch) und Keeperin Melanie Hermann (HSG Blomberg-Lippe) die besten Noten verdiente.

Nach dem Seitenwechsel konnten die deutschen Mädels ihren Vorsprung lange halten und über 16:14, 17:15 und 20:18 sogar auf 22:18 ausbauen. Allerdings gaben sich die Norwegerinnen nicht geschlagen und kämpften sich über 24:22 und 26:25 erneut heran. Beim 26:26 (52.) war schließlich alles wieder offen.

Genau wie in den letzten Spielen bewiesen die DHB-Damen nun ihre gesamte Nervenstärke. Denn 15 Sekunden vor dem Schlusspfiff avancierte Melanie Hermann zur Spielerin des Tages: Die Deutschen führten mit 30:29, die Norwegerinnen liefen einen Tempogegenstoß und die 18-jährige Hermann reagierte glänzend. "Das war ganz stark von Melanie, damit hat sie uns die Verlängerung erspart", zeigte sich Leun über den Erfolg nach regulärer Spielzeit sehr glücklich.

Im letzten Spiel der Europameisterschaften treffen die deutschen Damen am Samstagabend so auf Serbien, die in der Vorrunde mit 27:25 geschlagen wurden. "Das wird eine schwere Aufgabe, da sich die Serbinnen – ähnlich wie wir – im Laufe des Turniers deutlich gesteigert haben." Doch bevor es ins Spiel um Platz neun geht, freut sich DHB-Coach Leun nach sechs anstrengenden Spielen in sieben Tagen aber erst mal über 24 Stunden Ruhe.

Deutschland:
Plöger, Herrmann, Glaser
Zapf, Müller (7), Lauenroth (7), Fischer (1), Hetmanek, Uhlig, Bohle (2), Eickhoff (2), Wenzl (2), Garcia-Almendaris (1), Gubernatis (1), Urbannek, Mietzner (7/6)

Österreich schlägt Litauen

Einen 27:23 (12:9)-Erfolg feierte Österreichs weibliches U19-Nationalteam am Donnerstag bei der EM in Izmir gegen Litauen. Dank des Sieges lebt die Chance auf Platz 13, das entscheidende Spiel steigt am Samstag.

Österreich zeigte, gestützt auf eine sehr gute Deckungsarbeit, von Beginn an eine solide Leistung, lag stets in Front. Nach der Pause legten Magelinskas & Co. dann gleich nach, gingen mit sechs Treffern in Führung und gaben diese nicht mehr aus der Hand.
Am Samstag (15:30 Uhr) trifft Österreich im letzten Spiel auf den Sieger der Partie Polen – Türkei. Der Gewinner beendet das Turnier auf Platz 13. „Ich hoffe, dass wir die Türkei erwischen, weil wir gegen Polen schon gespielt haben (Sieg, Anm.)“, meinte Co-Trainer Mihaly Godor. „Nur so können die Mädels neue Erfahrungen machen und sich weiterentwickeln.“

Nettes Detail am Rande: Während bei Österreich Laura Magelinskas zur besten Spielerin gewählt wurde, durfte sich bei Litauen Agne Zukauskaite über diese Auszeichnung freuen. Zukauskaite ist nicht nur Spielerin von McDonald`s Wiener Neustadt, sondern auch die Cousine von Magelinskas.

Österreich:
Magelinskas 9, Bösch 4, Grausenburger 4, Stumvoll S. 3, Stumvoll N. 3, Heiss 3, Rass 1