23.09.2019 13:05 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Richtig schöne Sachen gemacht" - Metzingen kommt nach der Pause gegen Bensheim/Auerbach ins Rollen

Lena Degenhardt erzielte drei TrefferLena Degenhardt erzielte drei Treffer
Quelle: Tobias Baur, TusSies Metzingen
Die TuS Metzingen verabschiedet sich mit einem 31:26 (14:12)-Sieg gegen die HSG Bensheim/Auerbach in die Länderspielpause. Vor allem in der zweiten Halbzeit rollte der pinke Express wie geschmiert. 4:2 Punkte werden nach drei Spiel notiert. "Die gegen Blomberg fehlen eben", legte die junge Lena Degenhardt den Finger in Wunde. Nach einem 1:4 aber kamen die Gastgeberinnen besser ins Spiel und übernahmen die Führung. Mit einem Zwischenspurt von 20:17 auf 28:18 wurden dann die Weichen gestellt. "Im Angriff haben wir richtig schöne Sachen gemacht", freute sich die Metzingerin Marlene Zapf. Den Flames gelang noch etwas Ergebniskorrektur, die Niederlage konnte aber nicht mehr abgewendet werden. "Wir kriegen heute 31 Tore, was eigentlich auch nicht unser Anspruch ist. Aber wir haben uns nicht abschlachten lassen", betonte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Etwas schleppend ging es los für die TusSies. Die Problemherde deckte Trainerin Edina Rott nach dem Spiel auf: "Chancen vergeben, Bälle verloren, Abpraller nicht erobert." 4:1 führte der Gast nach acht Minuten, ehe es bei den Pink Ladies, die zum ersten Mal die neuen Trikots trugen, vorwärts ging, recht schnell sogar. Bo van Wetering war in Sachen Gegenstößen unterwegs, Maren Weigel und Marlene Zapf agierten auf der rechten Seite zielstrebig. "Wir haben besser getroffen, waren in der Abwehr aufmerksamer, Madita Kohorst wurde im Tor stärker und wir kamen in die Konter", so Rott. Das war auch das pinke Erfolgsrezept für den Rest des Spiels.

Das 4:4 war in der elften Minute hergestellt, die TuS ging in Vorleistung, führte nach zwei Treffern von Tamara Haggerty vom Kreis mit 14:10 (27.), ehe die HSG durch Dionne Visser und Christin Kühlborn noch zu zwei Treffern kam, als die TuS zum Beispiel bei einem Anspiel am Mittelkreis unaufmerksam war. Nicht der einzige technische Fehler im ersten Abschnitt. Zwei Personalien gab es aus Sicht von Metzingen auch zu vermelden. Anika Niederwieser gab kurz vor dem Seitenwechsel ihr Saisondebüt, Simone Petersen spielte, musste allerdings raus, als sie erneut einen Schlag an den Kopf bekam. "Sie wollte wieder rein, wir haben aber beschlossen, sie zu schonen, auch weil es mit Patricia Kovacs auf der Mitte gut funktioniert hat", erklärte Edina Rott.

Nach dem Seitenwechsel lief es besser, zunächst zogen die Gastgeberinnen auf 17:12 davon. Die Flames kamen noch einmal auf, doch nach dem 20:17 (38.) ging es aus Sicht der Gastgeberinnen dann "richtig ab": Beim 28:18 (49.), erzielt von Lena Degenhardt, war der Fall besprochen. "Im Angriff haben wir richtig schöne Sachen gemacht", sagte Marlene Zapf. Die Spielführerin ging da mit gutem Beispiel voran.

Tamara Haggerty verteidigte sich unterdessen vor der Presse für die beiden Zeitstrafen. "Ohne geht es nicht, wenn man im Innenblock spielt. Da müsst ihr nur Champions League gucken", machte sie ihren Gesprächspartnern klar. Die Abwehr habe ihre Sache gut gemacht, aber es gehe immer noch besser, verdeutlichte die neue Abwehrchefin der Metzingerinnen. "Es lief in allen Mannschaftsteilen gut, ehe sich ganz am Schluss noch ein Schönheitsfehler einschlich", so der Pressedienst der Metzingerinnen. Aus dem 30:22 (56.) wurde binnen zwei Minuten das 30:26, ehe die junge Laetitia Quist den Schlusspunkt setzte.

Eine Niederlage, die aufgrund des gesamten Spielverlaufs auch verdient war, wie auch Flames-Coach Heike Ahlgrimm nach dem Spiel eingestehen musste: "Es ist immer schwierig nach so einem Spiel was zu sagen, weil wir uns heute schon sehr, sehr viel vorgenommen hatten. Wir haben die Spiele von Metzingen analysiert und wussten natürlich, dass sie heute unter Druck stehen. Wir wussten, dass sie heute alles in die Waageschale werfen und dass ist ihnen heute besser gelungen, als uns", erklärte Heike Ahlgrimm.

"Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut angefangen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann paar Stellschrauben verändert und auf eine offensive Abwehr umgestellt, weil unsere Abwehr nicht so gutstand. Wir kriegen heute 31 Tore, was eigentlich auch nicht unser Anspruch ist. Aber wir haben uns nicht abschlachten lassen, denn Metzingen war schon mit 10 weg. Wir haben uns nicht aufgegeben und trotzdem ist es immer schwierig, wenn nur eins, zwei Spielerinnen wirklich an das Leistungsvermögen rankommen. Dafür sind wir eine ganz junge Mannschaft, es gibt immer Höhen und Tiefen", so Ahlgrimm weiter.

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