22.09.2019 18:01 Uhr - 2. Bundesliga - Moser, VfL Waiblingen

Tigers aus Waiblingen sind in der Schlussphase in Solingen abgeklärter

Vanessa Brandt hat die Waiblingerin Sinah Hagen im BlickVanessa Brandt hat die Waiblingerin Sinah Hagen im Blick
Quelle: Lars Breitzke, HSV
Die Zweitligahandballerinnen des VfL Waiblingen bleiben in der Erfolgsspur. Beim Aufsteiger HSV Solingen-Gräfrath setzten sich die Waiblingerinnen nach wechselvollem Spielverlauf knapp durch. Die Entscheidung fiel erst in den letzten 70 Sekunden, als der VfL durch zwei Treffer in Folge den 30:28 (18:15) Erfolg sicherstellte.

Der VfL Waiblingen startete zerfahren in die Partie. Der Gastgeber hingegen war hellwach und legte bis zur siebten Minute eine 5:2-Führung vor. Mit dem Dreier-Pack von Ann Kynast und einem weiteren Treffer von Tanja Padutsch zum 6:5 nahm das Waiblinger Spiel dann jedoch an Fahrt auf.

Gegen die offensive HSV-Abwehr fand der VfL-Angriff nun immer wieder gute Lösungen. Allein beim Torabschluss haperte es noch. Zudem unterliefen den Waiblingerinnen auch einige technische Fehler. Dadurch blieb Solingen-Gräfrath bis zum 14:15-Spielstand (27. Minute) am VfL dran. In der Schlussphase erhöhte Waiblingen die Trefferquote und nahm die 18:15-Führung in die Halbzeitpause.

Als die Gäste durch Sinah Hagen und Ann Kynast nach dem Seitenwechsel schnell auf 20:15 erhöhten, schien sich der Favorit entscheidend absetzen zu können. Doch der VfL schaltete zu früh einen Gang zurück. Solingen-Gräfrath unterband das Waiblinger Tempogegenstoßspiel mit der sehr offensiven Deckung beim Rückzugsverhalten.

Der Gastgeber kam Tor um Tor heran und holte sich gut sechs Minuten vor dem Ende beim 26:25 sogar die Führung zurück. Zwei Minuten später gelang Waiblingens Aaricia Smits der Ausgleich. Dann parierte die eine Viertelstunde vor Spielende eingewechelte VfL-Keeperin Laura Pavic aber den zweiten Strafwurf des HSV. Sie hielt zudem mit weiteren guten Reflexen ihr Team im Spiel.

In der spannenden Schlussphase gelang Solingen-Gräfrath 90 Sekunden vor dem Ende der 28:28-Ausgleich, im Gegenzug traf die wieder gut aufgelegte Simona Nikolovska zum 29:28 für den VfL. Der Gastgeber nahm 47 Sekunden vor dem Schlusspfiff seine letzte Auszeit. Doch die VfL-Abwehr roch den Braten, welchen Spielzug der HSV ansetzen würde und fing den Angriff ab.

Die Uhr zeigte noch 22 Sekunden Restspielzeit an. VfL-Coach Nicolaj Andersson nahm sofort die Auszeit, um sein Team auf den letzten Angriff einzustellen. Mit Erfolg: der VfL spielte ruhig und überlegt. Tanja Padutsch"s Pass brachte Ann Kynast in gute Wurfposition und die nervenstarke Linkshänderin mit ihrem zehnten Treffer den Waiblinger Auswärtssieg unter Dach und Fach.

"Es war ein nervenaufreibendes Spiel mit einem glücklichen Ende für uns", fasste Waiblingens Co-Trainer Adrian Müller zusammen. "Auch wenn spielerisch nicht alles zusammenlief, war die kämpferische Einstellung unserer Mannschaft hervorragend und wir haben das am Ende clever gespielt."

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