22.09.2019 15:45 Uhr - 1. Bundesliga - PM NSU, red

Neckarsulm mit enttäuschender Heimniederlage gegen Oldenburg

Neckarsulm musste sich gegen Oldenburg geschlagen geben Neckarsulm musste sich gegen Oldenburg geschlagen geben
Quelle: NSU
Die Neckarsulmer Sport-Union musste sich am Samstagabend mit 25:31 dem VfL Oldenburg geschlagen geben. 20 Minuten lang dominierte die NSU gegen die noch sieglosen Gäste die Partie, erhielt mit dem 14:15-Halbzeitstand allerdings bereits einen ersten Dämpfer vor der Halbzeitpause und bekam den Oldenburger Rückraum vor allem in der zweiten Hälfte zu selten in den Griff.

Neckarsulm startete perfekt in die Begegnung des dritten Spieltags. Drei Treffer von Spielmacherin Lynn Knippenborg sowie ein verwandelter Strafwurf von Birna Berg Haraldsdóttir brachten die Neckarsulmerinnen früh mit drei Toren in Front. In der Folge dominierte die Sport-Union das Spielgeschehen weiter, nutzte die spielbestimmende Phase aber zu wenig und blieb lediglich knapp in Führung.

Nach einer Zeitstrafe gegen Louisa Wolf kämpfte sich Oldenburg kurz vor der Halbzeit endgültig zurück und übernahm sogar die Führung. Haraldsdóttir hatte mit der Pausensirene nochmals die Chance auf den Ausgleich, der Ball zappelte jedoch einen Wimpernschlag zu spät im Tornetz. So ging es mit 14:15 aus Sicht der Gastgeber in die Kabine.

Die Mannschaft von NSU-Trainer Pascal Morgant kam nach dem schlechten Spielverlauf aus der ersten Hälfte mit Wut aus der Kabine und konnte die Partie durch drei Tore in Folge erneut drehen. Aber auch die Gäste witterten weiterhin die große Chance auf den ersten Punktgewinn der Saison und kamen immer wieder durch den Rückraum um Kristina Logvin zum Torerfolg.

Oldenburg bestimmte mit einer aggressiven Leistung nun das Spielgeschehen und erarbeitete sich somit eine deutlichere Führung. Auch, als die Chancen beim 20:22 durch eine rote Karte gegen VfL-Spielerin Helena Mikkelsen nochmals aus NSU-Sicht stiegen, blieben die Gäste dominierend und konnten sich dabei immer wieder auf Julia Renner im Tor verlassen. Näher als zwei Tore kam Neckarsulm in der Folge auch nicht mehr heran und verlor in der Schlussphase bis zum 25:31-Endstand sogar den Anschluss.

Haben in der Abwehr nicht die Kompaktheit gezeigt.




"Im Moment fällt mir eine Spielanalyse noch schwer, da für mich aus den Emotionen heraus heute zu viel passiert ist", erklärte Pascal Morgant nach dem ernüchternden Heimspiel. "Den Vorteil durch die Schritte hat man über das gesamte Spiel nicht in den Griff bekommen und da ist es für unsere Abwehr auch extrem schwer, sich darauf einzustellen."

Der NSU-Trainer weiter: "Wir haben in der Abwehr auch nicht die Kompaktheit und die Aggressivität gezeigt, wie sie beispielsweise Oldenburg hier präsentiert hat und die wir uns auch unbedingt vorgenommen haben. Dazu hat es im Angriff auch an Überzeugung und Durchschlagskraft, wie das zum Beispiel im Vergleich zu unserer Trainingswoche war."

In der Handball Bundesliga Frauen steht nach dieser Partie erst einmal eine Länderspielpause auf dem Programm. "Wir haben uns von diesem Spiel viel erhofft, deshalb ist die Enttäuschung jetzt groß und wir müssen diese Niederlage unbedingt als Mannschaft in der Länderspielpause verarbeiten", gibt Morgant die Richtung vor.