22.09.2019 14:32 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HC Rödertal mit ansteigender Formkurve beim Auswärtssieg in Lintfort

Auch Loes Vandewal konnte mit ihren 9 Toren die klare Niederlage des TuS gegen die Rödertalbienen nicht verhindernAuch Loes Vandewal konnte mit ihren 9 Toren die klare Niederlage des TuS gegen die Rödertalbienen nicht verhindern
Quelle: Zilse, TuS Lintfort
"Das ist schon sehr enttäuschend, wie wir uns vor unseren Fans präsentiert haben. Die Rödertal-Bienen hatten mit einem starken Auftritt schon in der ersten Viertelstunde die Partie entschieden. Meine Spielerinnen haben heute einfach nicht den Zugriff auf dieses Spiel bekommen", zeigte sich TuS Trainerin Bettina Grenz-Klein frustriert nach der klaren 19:28 Niederlage. Für Lintfort stehen nun 2:4 Punkte zu Buche, Rödertal orientiert sich mit 4:2 Punkten unterdessen nach oben.

Auch im dritten Saisonspiel musste Rödertals Coach Frank Mühlner auf Pavlina Novotna verzichten. Julia Mauksch konnte zwar bereits mit der Mannschaft trainieren, aber auch für sie wäre ein Einsatz zu früh gekommen. Dennoch spielte zunächst nur der Gast in Lintfort auf.

In den ersten Minuten nach Anpfiff tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab. Den ersten Fehlpass von Lintfort konnten die Bienen noch nicht verwerten. Nach dem Zweiten baute der HCR langsam auf, ehe Lisa Loehnig aus dem Rückraum abzog und zum 1:0 traf. Die Gastgeberinnen wirkten nervös. Der HCR nutzte die Fehler zu Kontern: Die beiden schnellen Außen Rabea Pollakowski und Meret Ossenkopp erhöhten auf 3:0.

Nun bejubelte auch die Mannschaft von TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein den ersten Torerfolg, doch Lintfort hatte das Heft weiter in der Hand. Die Bienen aus Rödertal suchten konsequent den Abschluss und spielten druckvoll nach vorne. Nach elf Minuten erzielte Ann-Catrin Höbbel per Strafwurf das 8:2. Die TuS-Abwehr wirkte überfordert. Der HCR spielte weiter entfesselt und führte nach 15 Minuten bereits mit 10:3.

Nun schalteten die Gäste einen Gang zurück ohne das Spiel jedoch aus den Händen zu geben. Lintfort verkürzte auf 6:11 und Bienen-Trainer Mühlner zog seine erste grüne Karte. Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Saskia Nühse stellte mit zwei Toren in Folge beim 13:6 wieder den alten Abstand her. In der 27. Minute netzte Brigita Ivanauskaite unbedrängt aus knapp neun Metern zum 14:8 ein. Lediglich Loes Vandewal strahlte beim TuS wirklich Torgefahr aus und hielt den Abstand mit ihren insgesamt acht Toren in Grenzen. Mit einer 15:10-Führung ging es in die Kabine.



Die Rödertalbienen begannen die zweite Hälfte ähnlich souverän wie die Erste: Ivanauskaite ging in ihrer typischen Art auf die Abwehr und erzielte das 16:10. In der 36. Minute vollendete Ossenkopp einen Tempo-Gegenstoß zum 19:11. Dann folgte ein besonderer Leckerbissen: Saskia Nühse täuschte einen Wurf an und steckte stattdessen zu Thilde Boesen durch. Die Kreisläuferin hämmerte das Spielgerät unter die Querlatte zum 20:12.

Grenz-Klein sah sich gezwungen, ein zweites Time-Out zu nehmen. Das zeigte zunächst Wirkung, denn die Gastgeberinnen kamen noch einmal auf 14:21 heran - in Gefahr geriet die Führung der Gäste aber nicht mehr. Das Spiel flachte nun deutlich ab. Bis zur 50. Minute fielen je zwei Tore auf beiden Seiten. Dann wurde es ein letztes Mal interessant: Die Bienen spielten nach zwei Zeitstrafen in doppelter Unterzahl. Lintfort stellte auf eine 4:2-Abwehr um, Pollakowski und Ossenkopp passten sich durch die gegnerische Abwehr und Erstere schloss im Stile einer Rückraumspielerin zum 25:16 ab.

Den Schlusspunkt für den HCR setzte die gut spielende Loehnig. Sie knallte den Ball aus zentraler Position unhaltbar in die rechte obere Torecke zum 28:17. Bis zur Schlusssirene netzten die Gastgeberinnen noch zweimal ein. Bettina Grenz-Klein konstatierte nach dem 19:28 allerdings: "Da haben wir vor dem richtungsweisendem Spiel in Bremen eine Menge Arbeit, um diese Leistung aufzuarbeiten. Heute könnte ich nicht eine Spielerin benennen, die eine zweitligareife Leistung gebracht hat."

Freude hingegen bei den Rödertalbienen über ihren souveränen Auswärtssieg. HCR-Trainer Frank Mühlner: "Heute bin ich rundum zufrieden. Alles was wir unter der Woche im Training und in der Videoanalyse herausgearbeitet haben, konnten die Mädels auf der Platte umsetzen. Defensiv standen wir sehr gut und haben kaum Chancen zugelassen. Offensiv haben wir die Chancen genutzt. Natürlich gibt es noch Verbesserungspotential, aber nach so einem Spiel will ich nicht überkritisch sein."

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