21.09.2019 11:13 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm: "Metzingen ist Favorit, aber sie stehen auch mächtig unter Druck"

Heike AhlgrimmHeike Ahlgrimm
Quelle: Andrea Müller
Zweites Auswärtsspiel in Folge für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Nach dem guten Auftritt beim 24:28 in Dortmund geht es diesmal zum Vorjahresdritten TuS Metzingen. Anpfiff in der Öschhalle ist am Samstag um 19:30 Uhr.

Neun Zugänge hat die TuS in ihrem Kader, acht Spielerinnen verließen den Verein. Trotz Umbruch strebt man wieder eine Top-Platzierung an. "Schlechter als Vierter wollen wir am Ende nicht sein", sagte Metzingens Geschäftsführer Ferenc Rott vor der Saison. Dies würde gleichzeitig die erneute Qualifikation für die internationalen Wettbewerbe bedeuten.

Dies traut auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm den TusSies zu, die sie zusammen mit Buxtehude und Leverkusen in der Gruppe hinter dem Spitzentrio Bietigheim, Thüringen und Dortmund, sieht. "Nach den drei Großen kommt die zweite Gruppe. Dazu gehören Buxte, Leverkusen und natürlich Metzingen", so Ahlgrimm.

Beide Mannschaften haben 2:2 Punkte. Metzingen ist am 1. Spieltag etwas überraschend mit einer Heimniederlage (27:29) gegen die HSG Blomberg-Lippe gestartet, gewann aber am Wochenende dann deutlich 35:24 bei den Kurpfalz Bären in Ketsch.

"Metzingen liebt das schnelle Spiel", blickt die HSG in ihrem Vorbericht auf dem Gegner und fügt hinzu: "Die Favoritenrolle liegt bei Metzingen, allerdings auch der Druck. Von daher können die Flames befreit aufspielen und versuchen, die Chance zu nutzen, weitere Punkte mit in die Spielpause zu nehmen." Dies sieht auch Heike Ahlgrimm so. "Wir fahren nach Metzingen, um dort Punkte zu holen. Aus dem guten Spiel in Dortmund konnten wir viel Positives mitnehmen. Metzingen ist Favorit, aber sie stehen auch mächtig unter Druck, denn sie müssen zu Hause gewinnen. Das könnte unsere Chance sein."

Metzingen habe, so die Flames-Trainerin weiter, "eine junge, hungrige Mannschaft, die jedoch noch nicht so stabil und eingespielt ist. Wir sind alle gut drauf und fit. Diese Woche haben wir sehr gut trainiert und sind guter Dinge."

Während die Flames optimistisch und ohne Druck nach Metzingen reisen können, warnt TuS-Trainerin Edina Rott gerade angesichts des Blomberg-Ergebnisses vor dem aktuellen Gegner: "Die HSG Bensheim-Auerbach spielt ähnlich wie Blomberg, hat einen starken Rückraum und versucht viel über den Kreis. Wir müssen es in der Deckung besser machen, in die Gegenstöße kommen und dann auch besser treffen."

Am vergangenen Samstag in Ketsch sah Rott bereits eine Steigerung. "Da war die Abwehr kompakter, Madita hat deshalb viel gehalten", blickt die Trainerin auf den 35:24-Auswärtssieg zurück, nach dem es aber durchaus noch Steigerungspotenzial gibt: "Es waren mehr Fehler als wir uns vorgenommen haben, allerdings viel weniger als gegen Blomberg." Eine Tendenz, die man im pinken Lager beibehalten will.

"Wenn man unbedingt will, klappt es nicht immer gut. Wir können es aber definitiv", sagte Patricia Kovacs bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Sie selbst muss seit Wochen im rechten Rückraum aushelfen. "Wer Rückraum Mitte spielt, muss auch die anderen Positionen können. Ich gebe immer mein Bestes - egal wo."

Vielleicht wird die österreichische Nationalspielerin wieder mehr auf der Mitte gebraucht. Simone Petersen fiel in Ketsch auf den Hinterkopf, machte weiter. Nach dem Dienstagtraining ging es ihr nicht mehr so gut. "Sie hat pausiert, wir müssen jetzt schauen, ob sie spielen kann", wird Edina Rott Vorsicht walten lassen. Anika Niederwieser trainiert seit dieser Woche wieder voll mit, am Freitag wird entschieden, ob sie dabei ist. Marija Obradovic ist noch nicht so weit, bei Delaila Amega sieht es gut aus, ein Einsatz käme jedoch zu früh.