16.09.2019 14:29 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Mühevoller Heimerfolg der SG BBM Bietigheim

Kim NaidzinaviciusKim Naidzinavicius
Quelle: Marco Wolf
Viel Aufwand musste die SG BBM Bietigheim in ihrem zweiten Saisonspiel der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gegen die stark aufspielenden Bad Wildungen Vipers in der heimischen Viadukthalle betreiben. Mit dem 30:28 (14:14) fuhren die SG-Ladies auf der Zielgeraden einen hart umkämpften Arbeitssieg ein.

Vor 771 Zuschauern ging der Deutsche Meister in der Halle am Viadukt schnell mit 2:0 durch Maura Visser und Geburtstagskind Luisa Schulze in Front. Bietigheim, bei dem die wiedergenesenen Anna Loerper und Kim Braun im Kader standen, bestimmte durch sein druckvolles Tempospiel das Spielgeschehen. Nach zehn Minuten lag der Gastgeber mit 6:3 vorne.

Die Vipers störten nun früh das Aufbauspiel der SG BBM, was Wirkung zeigte. In der 20. Minute, nach dem 10:6 durch Routinier Anna Loerper, zog Gäste-Coach Tessa Bremmer die Notbremse und nahm ihre Auszeit. Diese zeigte durch zwei schnelle Treffer ihres Teams im Anschluss ihre Wirkung. Zehn Sekunden vor dem Pausenpfiff lag Bad Wildungen sogar mit 14:13 vorne, erneut Anna Loerper erzielte mit der Sirene schließlich den Ausgleich.

Nach der Pause das gleiche Bild ? die giftigen Vipers erzielten erneut zwei schnelle Buden und führten mit 16:14. Die "Niederlande-Connection", Angela Malestein und Laura van der Heijden, besorgte den Ausgleich. Bad Wildungen, das immer wieder Lücken im Abwehrbollwerk der Bietigheimerinnen fand und mit Sabine Heusdens, die einen Sahnetag erwischte, stellte das Ergebnis auf 18:21. SGBBM-Cheftrainer Martin Albertsen bat folgerichtig zur Auszeit. Mit der darauffolgenden Umstellung auf die offensive 5+1-Deckung gegen Heusdens unterbrach die SG BBM erfolgreich den Angriffswirbel der Vipers.

Albertsen: "In der Halbzeit war ich stinksauer"




Mit einem 25:26-Rückstand ging es in die finalen zehn Minuten dieser aufregenden Begegnung. In der 53. Minute besorgte die heute wieder treffsichere Laura van der Heijden den 27:27- Ausgleich. Die Hessinnen antworteten mit ihrem 28. Treffer. In der Crunchtime agierte Bietigheim meisterhaft. Karolina Kudlacz-Gloc und Kim Naidzinavicius, die alle ihre Siebenmeter eiskalt verwandelte, stellten eine Minute vor dem Ende auf 29:28. Laura van der Heijden tankte sich im letzten Angriff der Partie zum umjubelten 30:28 durch, was gleichzeitig auch den Endstand in einer lange Zeit offenen Begegnung bedeutete.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen sagte nach dem Spiel: "Glückwunsch an Tessa Bremmer und ihr Team, die heute ein richtig gutes Spiel abgeliefert haben. In der Halbzeit war ich stinksauer. Es war eine spannende Partie, in der man gesehen hat, dass wir noch in einer Entwicklungsphase sind. Ich bin glücklich, das wir dieses Match gewonnen haben. Es war letztendlich ein Sieg des absoluten Willens."

Enttäuscht, aber trotzdem stolz auf ihr Team zeigte sich Vipers-Trainerin Tessa Bremmer nach dem Spiel: "Am Ende wäre ein Punkt für uns sicherlich verdient gewesen. Auch wenn wir uns in diesem Spiel nicht belohnt haben, hat es uns viel Selbstbewusstsein gebracht. Dieses gute Gefühl müssen wir in das nächste Heimspiel gegen Blomberg mitnehmen, um dann am Ende nicht mehr mit leeren Händen da zu stehen."