15.09.2019 17:57 Uhr - 2. Bundesliga - Frank Moser, VfL Waiblingen

Starker Auftritt der Waiblingen Tigers beim Heimsieg gegen Kirchhof

Tigers-Kreisläuferin Louisa de Bellis und ihre Mitspielerinnen setzten sich gegen Kirchhof durchTigers-Kreisläuferin Louisa de Bellis und ihre Mitspielerinnen setzten sich gegen Kirchhof durch
Quelle: Heiko Potthoff / starkebilder.net
Einen starken Auftritt zeigten die Tigers aus Waiblingen zum Heimspielauftakt der neuen Saison 2019/2020: Gegen die SG 09 Kirchhof überzeugte der VfL in einem sehenswerten Zweitliga-Spiel vor allem in der zweiten Halbzeit durch die kämpferische Einstellung und die geschlossene Mannschaftsleistung. Am Ende stand ein verdienter 33:26-Heimerfolg auf der Anzeigetafel der Waiblinger Rundsporthalle.

Von Beginn an entwickelte sich eine rasante und hochklassige Partie: "Kirchhofs Abwehr war nicht zimperlich, was auf Waiblinger Seite vor allem die Kreisläuferinnen Louisa De Bellis und Vivien Jäger zu spüren bekamen. Die beiden Tiger Girls mussten ordentlich einstecken, hielten wie das gesamte VfL-Team aber mit der gleichen Vehemenz dagegen", so der Pressedienst der Waiblinger.

Bis zur zwanzigsten Minute tat sich der VfL-Angriff noch etwas schwerer als der Gäste-Sturm. Die SG kam in den Anfangsminuten primär mit schnellen Gegenangriffen zu Torerfolgen, danach traf verstärkt der wurfgewaltige Rückraum um die Liga-Torschützenkönigin der vergangenen Saison, Diana Sabljak. Kirchhof führte nach knapp zwanzig Minuten mit 11:8.

Die anschließende Zeitstrafe gegen Greta Kavaliauskaite markierte für SG-Coach Christian Denk den Wendepunkt der Partie, wie er später in der Pressekonferenz zu Protokoll gab. "Danach haben wir nicht mehr als Mannschaft agiert, sondern zu sehr auf Einzelaktionen gesetzt." Zufrieden war Denk mit der Leistung von Anouk van de Wiel, die in Waiblingen nach einjähriger Verletzungspause erstmals wieder auflief.

Die Führung wechselte unterdessen zu den Gastgeberinnen. Kurz vor dem Pausenpfiff parierte die dafür eingewechselte VfL-Keeperin Laura Pavic beim Spielstand von 15:14 einen Strafwurf der Gäste, im Gegenzug traf Ann Kynast zur 16:14-Pausenführung. Noch war zu diesem Zeitpunkt nichts entschieden. Doch der VfL knüpfte nach der Pause sofort wieder an die starke Leistung der letzten zehn Minuten vor dem Wechel an: Zunächst verkürzte Sina Ritter für die SG noch auf einen Treffer, danach bekamen die Tigers Spiel und Gegner mehr und mehr in den Griff.


Die Waiblinger Defensive hatte sich nun bestens auf den Kirchhofer Angriff eingestellt. Tigers-Torhüterin Mandy Hoogenboom zeigte starke Paraden und krönte ihre Leistung in der 45. Minute mit dem Tor zum 25:20 über das gesamte Spielfeld hinweg ins verwaiste SG-Gehäuse. Aus der starken und geschlossenen Mannschaftsleistung gehörten im Angriff auch Aaricia Smits und Sinah Hagen zu den Erfolgsgaranten. Smits verwandelte alles sechs Strafwürfe eiskalt, Hagen hebelte durch Konter und ihr starkes Eins-gegen-Eins-Spiel die Gästeabwehr immer wieder aus.

"Auf der Halbrechtsposition war zudem Ann Kynast mit neun Toren wieder Top-Torschützin des VfL Aber auch auf allen anderen Positionen überzeugten die Waiblingen Tigers. Vorne netzte Linksaußen Simona Nikolovska drei Mal erfolgreich ein, die aus der zweiten Mannschaft aufgerückte Jule Schraml erzielte in der Schlussphase von Rechtsaußen zwei blitzsaubere Treffer. Caren Hammer überzeugte mit Kampfgeist und Spielübersicht. Und hinten zeigte der VfL einen robusten Verbund, in dem auch Abwehrspezialistin Kyra Teixeira da Silva zu den Aktivposten gehörte", zog der Pressedienst der Tigers eine rundum zufriedene Bilanz.

Kirchhof gab zwar nie auf, konnte aber dem ausgeglichener besetzten VfL-Team eines zufriedenen Waiblinger Chefcoachs Nicolaj Andersson nicht mehr genügend entgegensetzen. Waiblingen baute die Führung kontinuierlich aus und feierte einen in dieser Höhe vor der Partie nicht erwarteten klaren 33:26-Sieg gegen den letztjährigen Viertplatzierten der Liga. Waiblingen schiebt sich damit mit 3:1 Punkten aktuell auf diesen vierten Platz, Kirchhof steckt mit 2:2 Punkten im Mittelfeld.

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