15.09.2019 17:10 Uhr - 1. Bundesliga - Göttler, NSU; PM Mainz

Neckarsulm feiert 30:21-Heimsieg gegen Aufsteiger Mainz

Seline IneichenSeline Ineichen
Quelle: Larissa Eisele, NSU
Im ersten Heimspiel gelang der Neckarsulmer Sport-Union am Samstagabend gegen den 1. FSV Mainz 05 direkt der erste Sieg der Saison 2019/20 in der Handball Bundesliga Frauen. Mit 30:21 setzte sich die Sport-Union am Ende verdient gegen den Aufsteiger aus der 2. Bundesliga durch. Lediglich in einer Schwächephase vor und nach dem Seitenwechsel ließen die Neckarsulmerinnen bei den Gästen Hoffnung aufkeimen, erkämpften sich ab der 40. Minuten schließlich wieder den deutlichen Heimsieg.

Von Beginn an dominierte Neckarsulm die Partie und konnte sich dabei vor allem auf Torhüterin Sarah Wachter verlassen, die mit 15 Paraden eine überragende Leistung im ersten Heimspiel zeigte. Die Sport-Union erhöhten zur Freude der Neckarsulmer Zuschauer direkt auf 6:2.

Als kurze Zeit später die Führung auf fünf Tore anstieg, reagierte Gästetrainer Thomas Zeitz mit einer ersten Auszeit. Die Neckarsulmerinnen hatten die Partie komplett im Griff und führten zwischenzeitlich souverän mit 14:7. Doch fünf Minuten vor der Halbzeitpause kam die NSU nach den ersten vergebenen Angriffen ins Schwanken und die nicht aufgebenden Mainzerinnen bis zum 16:13-Halbzeitstand zurück in die Partie.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Neckarsulm den Einbruch vor der Pause nicht verdaut, wodurch das Spiel - aus Sicht der Gastgeberinnen "unnötig" - spannend blieb. Mainz 05 witterte die Chance auf eine Überraschung und kam bis auf ein Tor an die Sport-Union heran. Doch mit einer starken Abwehrarbeit stoppten die Neckarsulmerinnen nach 38 Minuten die Aufholjagd und konnten die Führung angeführt von Lynn Knippenborg wieder deutlicher ausbauen.


Innerhalb von zehn Minuten wuchs der Vorsprung wieder auf sieben Tore an, wodurch der extreme Widerstand der Gäste gebrochen war. In den letzten Minuten konnte sich außerdem noch mit Oliwia Kaminska der zweite Schützling von Torwarttrainer Oliver Rieth auszeichnen und zeigte damit wieder einmal, dass sich die Neckarsulmer Fans auf zwei perfekt eingestellte Torhüterinnen verlassen können. Am Ende feierte die Sport-Union einen 30:21-Heimsieg, auf den in den kommenden Wochen aufgebaut werden soll.

"Ich bin erstmal glücklich, dass wir die Punkte geholt und dann am Ende auch in der Höhe gewonnen haben. Danach seh es in einer kurzen Phase nicht unbedingt aus, denn wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die einen starken Charakter hat und über 60 Minuten kämpft. Sie haben jede Phase, in der wir gemeint haben etwas ruhiger machen zu können, bestraft und haben uns beim 17:16 für kurze Zeit richtig zum Schwitzen gebracht", so Pascal Morgant.

Der NSU-Coach fügte weiter an: "Wir sind wie vergangenen Mittwoch in Leverkusen gut in der Abwehr gestanden und haben gesehen, welches Potenzial in unserer Offensive steckt. Von daher bin ich am Ende glücklich, dass wir das Ganze hier wieder in eine andere Richtung bringen konnten und ein deutliches Ergebnis feiern können." Am kommenden Samstag geht es für Neckarsulm gegen Oldenburg weiter.

"Wir haben heute einige gute Phasen gehabt und einige gute Passagen gespielt. Allerdings haben wir am Ende zu viele leichte Fehler gemacht und zu viele freie Chancen vergeben, um etwas mitzunehmen. Außerdem müssen wir weiter lernen und begreifen, dass wir wesentlich körperlicher agieren müssen", Thomas Zeitz betont das Positive.

"Da sind wir noch zu "grün" und machen es dem Gegner zu leicht. Die Umstellung auf 5:1 hat gut funktioniert, aber auch viel Kraft gekostet. Ist aber alles kein Beinbruch, wir sind in der Liga um zu lernen, und wenn wir das schnell machen wird sich der Erfolg in Form von Punkten auch einstellen", fügte er an.

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