15.09.2019 15:42 Uhr - 2. Bundesliga - Geger, SVW und PM HLBR

Dezimiertes Team von Werder Bremen unterliegt Buchholz

Alina Defayay und Werder hielten dagegenAlina Defayay und Werder hielten dagegen
Quelle: hansepixx, SVW
Im ersten Heimspiel der Saison mussten sich die Handballerinnen des SV Werder Bremen gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten mit 24:32 geschlagen geben. Trotz einer kämpferisch guten Leistung gelang es dem jungen und ersatzgeschwächten Werder-Team nicht gegen den amtierenden Meister der 2. Liga zu punkten.

Beide Mannschaften konnten nicht in Bestbesetzung antreten, denn auch bei den Luchsen fehlten mit Kim Berndt, Julia Herbst und Cassandra Nanfack drei wichtige Spielerinnen. Bereits in der Anfangsphase merkten die Bremerinnen, dass sie sich gegen die robuste Gästeabwehr jedes Tor hart erarbeiten müssen. Doch im Werder-Tor zeigte Marie Andresen einige gute Paraden und hielt ihr Team bis zum 3:4 (10.) im Spiel. Buchholz nutzte die Fehler von Werder aber zum schnellen Gegenstoß und konnte sich auf 3:7 (12.) absetzen.

Werder zeigte aber die passende Reaktion und kämpfte sich immer besser ins Spiel. Nach dem 8:10 (19.) durch Alina Defayay zog Luchse-Trainer Dubravko Prelcec die grüne Karte. Den folgenden Angriff entschärfte Andresen und wieder war es Defayay die zum 9:10-Anschluss traf.

Rosengarten ließ sich aber nicht verunsichern. Mareike Vogel im Gästetor kam immer besser ins Spiel und parierte ein ums andere Mal gegen die Werder-Angreiferinnen. So baute Rosengarten die Führung wieder 9:14 (24.) aus. Werder ließ die Gäste aber nicht weiter davonziehen und so ging es mit einem 13:17 in die Halbzeitpause.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten dann wieder die Gäste und bauten die Führung zunächst auf 13:19 aus, doch beim 18:21 durch Maren Gajewski war Werder wieder dran. Die Bremerinnen schafften es aber nicht weiter zu verkürzen. Buchholz agierte souverän und kam zu den leichteren Toren.

So zog der amtierende Zweitligameister vorentscheidend auf 19:26 (49.) davon. Am Ende setzt sich die Erfahrung von Rosengarten durch und die Werder-Damen unterliegen im ersten Heimspiel der Saison am Ende mit 24:32. Luchse-Trainer Dubravko Prelcec sah den Schlüssel zum Erfolg vor allem in der Abwehrarbeit: "Wir standen sehr gut in der Abwehr und sind dadurch zu schnellen Toren gekommen."

So zeigte sich nach dem Spiel auch Werder-Trainer Dominic Buttig zufriedener als noch in der Vorwoche: "Wir wussten, dass ein starker Gegner kommt. Es waren Licht und Schatten dabei, doch die Körpersprache war viel besser als in der Vorwoche." Für Werder geht es nun in der kommenden Woche zur TG Nürtingen. "Wir brauchen sicherlich noch zwei bis drei Wochen bis wir spielerisch da sind, wo wir hin wollen, aber gegen Nürtingen und im Heimspiel gegen Lintfort wollen wir mit dem Punkten anfangen", so Buttig mit einem Ausblick auf die nächste Aufgabe.

Dubravko Prlcec ist insgesamt aber zufrieden: "Wir waren doch ein wenig nervös, denn ein Derby ist immer eine besondere Herausforderung. Aber unsere gut funktionierenden Abwehrformationen waren die Basis für den klaren Erfolg. Durch die verletzungsbedingten Ausfälle mussten wir viel wechseln und ich freue mich besonders, dass Alexia Hauf ihre Chance genutzt hat. Werder Bremen war eine starker Gegner und hat sich gegenüber der Niederlage in Nord Harrislee deutlich gesteigert, allerdings haben wir noch lange nicht unser volles Potential erreicht."

Alle Buchholzer Feldspielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen, aber nicht immer trafen sie bei ihren Abschlüssen die richtige Entscheidung. Matthias Steinkamp vom Luchse Trainer-Team: "Mehr Krampf als Glanz im Derby in Bremen. 60 bis 80 mitgereiste Fans sorgten für Heimspielatmosphäre und halfen der Mannschaft in engen Situationen. Im Angriff sorgten Johanna Heldmann und Evelyn Schulz für Glanzpunkte im Spiel."

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