15.09.2019 13:13 Uhr - 1. Bundesliga - PM BSV, red

Buxtehuder SV hadert bei Niederlage gegen Leverkusen mit der Chancenverwertung

Buxtehude konnte Leverkusen nicht stoppenBuxtehude konnte Leverkusen nicht stoppen
Quelle: Lange, BSV
Die Handballerinnen des Buxtehuder SV haben im ersten Heimspiel der neuen Bundesliga-Saison eine Niederlage erlitten. Vor 1.056 Zuschauern verlor die Mannschaft von Trainer Dirk Leun am Samstagabend in der Halle Nord gegen Bayer Leverkusen mit 22:24 (12:11). "Es ist vielleicht ein knapper und glücklicher Erfolg, aber am Ende zählen die Tore. Und da hat Leverkusen zwei mehr geworfen", stellte der Coach nach dem Rückschlag fest. Entscheidend sei gewesen, dass seine Spielerinnen zu viele Großchancen, darunter zwei Siebenmeter, nicht genutzt hätten, befand Leun. "Am Ende haben wir glücklich gewonnen, wenn man bedenkt, dass wir acht technische Fehler und zwölf Fehlwürfe in der ersten Halbzeit hatten", erklärte Leverkusens Coach Robert Nijdam.

Beide Teams gingen trotz ihrer deutlichen Auftaktsiege nervös in die Partie. Auf beiden Seiten reihten sich vermeidbare Anspielfehler ein, sodass der Ballbesitz mehrmals wechselte. Kamen die Teams doch zu einem Torwurf, war beim BSV Katharina Filter (8 Paraden im Spiel) und bei Leverkusen Vanessa Fehr (15 Paraden) zur Stelle. BSV-Trainer Dirk Leun, der neben den Langzeitverletzten Lea Rühter und Paulina Golla auf Annika Lott (Mittelohrentzündung) verzichten musste, nahm somit beim 2:1 nach nicht einmal sechs Minuten bereits die erste Auszeit.

Auch in der Folge hatten die Mannschaften Probleme mit dem Angriffsspiel. Die Deckungsreihen machten es den Offensivspielern schwer zum Torerfolg zu kommen. Jeder Treffer musste hart erarbeitet werden. Bis zur Pause konnte sich kein Team absetzen. Maike Schirmer brachte den BSV kurz vor der Pause mit 12:11 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel sahen die 1.056 Zuschauer in der Halle Nord ein ähnliches Bild. Die Abwehrreihen dominierten und die Angriffe wurden auf beiden Seiten durch Fehlpässe gestoppt. Erneut Maike Schirmer brachte Buxtehude wie bereits in Durchgang eins auf zwei Tore davon - 17:15. Buxtehude verpasste es die Führung auszubauen. Stattdessen glich Leverkusen aus und ging abermals in Führung.

Inzwischen bejubelten die Fans in der Halle jeden Treffer des BSV frenetisch. Auch das 20:20 von Mieke Düvel. Es blieb spannend bis in die Schlussminuten. Leverkusen legte vor, Buxtehude zog nach. Vom Spielverlauf wäre zu diesem Zeitpunkt eine Punkteteilung wohlmöglich gerecht gewesen, doch da versagten bei den sicheren BSV-Siebenmeterschützen Lone Fischer und Lisa Prior die Nerven. Fischer, mit sieben Toren zur "Spielerin des Tages" gekürt, scheiterte an Vanessa Fehr und Lisa Prior an der Latte.


Diese Nachlässigkeiten wussten die Werkselfen zu bestrafen. Jennifer Rode und Mareike Thomaier sorgten beim 24:22 für die erste Zweit-Tore-Führung der Gäste im Spiel. Leun reagierte. In einer Auszeit stellte er sein Team auf eine offene Deckung um. Leverkusen konnte an einem weiteren Torerfolg gehindert werden, doch im Gegenzug versäumte es Buxtehude zu verkürzen, sodass die erste Saison-Niederlage besiegelt war. Nach zuletzt sechs Bundesliga-Siegen gegen Leverkusen in Folge musste sich der BSV dem Vorjahresfünften wieder geschlagen geben.

"Wir freuen uns über den Sieg. Aber ich muss Buxtehude Respekt aussprechen, wie sie das mit den Ausfällen und dem kleinen Kader gelöst haben. Wir haben uns sehr schwer getan. Es waren viele Emotionen im Spiel. Am Ende haben wir glücklich gewonnen, wenn man bedenkt, dass wir acht technische Fehler und zwölf Fehlwürfe in der ersten Halbzeit hatten", erklärte Leverkusens Coach Robert Nijdam auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Sein Gegenüber Dirk Leun befand: "Es ist vielleicht ein knapper und glücklicher Erfolg. Aber am Ende zählen die Tore und da hat Leverkusen zwei mehr geworfen. Meine Mannschaft hat die taktischen Vorgaben in der Abwehr hervorragend umgesetzt. Beide Teams haben aber ähnliche Strategien gespielt. Leverkusen hat unser Spiel gut gelesen. Am Ende ist es entscheidend, dass wir zwei Siebenmeter verwerfen und zu viele Großchancen vergeben haben. Wir haben diese zwei, drei Fehler mehr gemacht als Leverkusen."

"Die Niederlage ist sehr ärgerlich, weil wir definitiv die Chance hatten, die zwei Punkte hierzubehalten. Wir verballern in der wichtigen Phase zwei Siebenmeter, aber wir haben das ganze Spiel zu viele klare Chance nicht reingemacht", ärgerte sich Lone Fischer. Coach Dirk Leun richtete unterdessen den Blick nach vorne: "Wir haben die überraschende Chance verspielt, zwei Punkte zu holen. Mit einer besseren Tagesform, wäre das möglich gewesen. Jetzt müssen wir weiterarbeiten und nächste Woche in Mainz zwei Punkte."

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