12.09.2019 17:46 Uhr - 1. Bundesliga - PM NSU

Neckarsulm hadert bei Niederlage in Leverkusen mit der Chancenverwertung

Die Leverkusener Offensive kam im zweiten Abschnitt besser ins SpielDie Leverkusener Offensive kam im zweiten Abschnitt besser ins Spiel
Quelle: Jörg Dembinski, TSV Bayer 04
In der Ostermann Arena in Leverkusen liefen die Gastgeberinnen gegen die Neckarsulmer Sport-Union über weite Strecken des ersten Abschnitts einem Rückstand hinterher, in die Kabinen nahmen die favorisierten Werkselfen dann ein knappes 9:8. Während Leverkusen im zweiten Abschnitt dann in der Offensive besser ins Spiel fand, taten sich die Gäste auch in der Folge im Angriff schwer. Der Abstand wuchs Tor um Tor, am Ende stand ein 24:16 auf der Anzeigetafel.

Dabei startete Neckarsulm besser in die Partie, hatte die Gastgeberinnen zunächst mit einer guten Defensive im Griff und erzielte angeführt von Spielmacherin Lynn Knippenborg eine erste Zwei-Tore-Führung.

Leverkusen-Trainer Robert Nijdam reagierte auf das 2:4 früh mit einer Auszeit auf das Spiel seiner Elfen, die fortan besser in die Partie fanden und ausgleichen konnten. Bei der Sport-Union hakte vor allem der rechte Rückraum und die Abschlussschwäche der Mannschaft, wodurch Leverkusen nach 20 Minuten erstmals die Führung übernehmen und diese bis zum 9:8-Pausenstand auch verwalten konnte.

In der zweiten Hälfte blieben beide Mannschaften zunächst weiterhin auf Augenhöhe, doch in zweimaliger Unterzahl musste die NSU etwas abreißen lassen. Dazu war der Angriff in mehr als zwölf Minuten nur zweimal erfolgreich, wodurch Bayer sich deutlicher absetzt. Im Anschluss versuchte NSU-Trainer Pascal Morgant mit Umstellungen und einer weiteren Auszeit seine Mannschaft zurück zu bringen, doch am Ende hieß es 24:16 für Leverkusen.

Morgant hadert mit der Chancenverwertung




"Ich finde, wir stehen uns selbst im Weg und haben uns im Angriffsspiel eigentlich gute Chancen erarbeitet. Wir haben Vanessa Fehr im Leverkusener Tor heute zur Königin geworfen. Mit den 24 Gegentoren können wir auf jeden Fall leben, aber die 16 Treffer in der Offensive sind einfach zu wenig um punkten zu können", erklärte NSU-Coach Pascal Morgant.

"Ich hab sehr gute Aktionen bei uns in der Abwehr gesehen, hier haben wir Leverkusen sechzig Minuten lang das Leben schwer gemacht. In der zweiten Hälfte machen sie es dann konsequent gut, nutzen unsere schwachen Abschlüssen und schrauben dadurch das Ergebnis nach oben. Aber mit unserer eigenen Chancenverwertung hadere ich heute. Machen wir die Sache hier ein bisschen besser, wird es eine knappe Geschichte und wir hätten Leverkusen damit deutlich mehr unter Druck setzen können", so Morgant weiter.

Viel Zeit zum Verarbeiten des ersten Spieltags gibt es für die Neckarsulmerinnen allerdings nicht. Schon am kommenden Samstag steht für die Sport-Union endlich wieder das erste Heimspiel in der Handball Bundesliga Frauen an. Um 19 Uhr trifft die NSU in der Ballei auf den Aufsteiger 1. FSV Mainz 05, der sich in der ersten Bundesligapartie dem amtierenden Pokalsieger Thüringer HC deutlich mit 20:40 geschlagen geben musste und ebenfalls noch ohne Punktgewinn ist.

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