08.09.2019 15:45 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Mit diesem Ergebnis konnten wir nicht rechnen" - Buxtehude siegt deutlich bei den Vipers

Friederike Gubernatis und Buxtehude setzten sich in Bad Wildungen durchFriederike Gubernatis und Buxtehude setzten sich in Bad Wildungen durch
Quelle: Vipers Bad Wildungen
Den Handball-Frauen des Buxtehuder SV ist trotz einer durchwachsenen Vorbereitung der Start in die Bundesliga gelungen. Am Samstagabend kam das Team von Trainer Dirk Leun bei der HSG Bad Wildungen zu einem 41:29-Erfolg. Zur Pause führten die Gäste bereits mit 24:13. Beste Werferin war Lone Fischer, die elf Tore erzielte. "Mit diesem Ergebnis konnten wir nicht rechnen. Wir haben konsequent unseren Plan verfolgt und mit Tempo, Mut und Überzeugung gespielt", sagte Leun und lobte Torfrau Katharina Filter nach deren Bundesliga-Debüt: "Sie hat eine starke Leistung geliefert."

Von Beginn an dominierten die Gäste das Spielgeschehen. Mit einem 5:0-Lauf setzte sich der BSV früh auf 6:2 ab. Die Führung sollte der Vorjahresvierte bis zum Spielende nicht mehr abgeben. Zu überzeugend war der BSV in allen Mannschaftsteilen. In der Abwehr stand das Team stabil und hatte mit Katharina Filter einen starken Rückhalt. Der Torfrau war bei ihrem ersten Einsatz in der Bundesliga keine Nervosität anzumerken. Auf der anderen Seite fand quasi jeder Wurf den Weg ins Ziel.

Nach nicht einmal zwanzig Minuten hatte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer bereits zwei Auszeiten genommen und auf eine 4:2-Deckung umgestellt. Doch von den Varianten der Vipers ließ sich Buxtehude nicht irritieren. Mieke Düvel setzte Lone Fischer mit einem sehenswerten Anspiel in Szene und die Linksaußen vollendete per Kempa zum 21:11 (26. Minute). Zur Pause führte der BSV sogar mit elf Toren - ein 24:13 stand auf der Anzeigetafel.

Zur Pause bereits entschieden




In Durchgang zwei ließ Buxtehude nicht locker. Alle Spielerinnen tankten Selbstvertrauen und von den Problemen aus der Vorbereitung war zwischenzeitlich nichts mehr zu spüren. Unter anderem erzielte Annika Lott sechs Tore aus dem Rückraum. Von Schulterproblemen war in diesem Moment nichts mehr zu sehen. Auch Friederike Gubernatis traf dreimal. Offensiv spielte der BSV auch nach zahlreichen Wechseln munter nach vorne. Lone Fischer, die sich mit elf Toren ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk gemacht hat, traf zum zwischenzeitlichen 33:18.

Mit der deutlichen Führung im Rücken ließ die Konzentration in der Deckung etwas nach, sodass Bad Wildungen kurzzeitig verkürzen konnte. In den Schlussminuten erhöhte Buxtehude nochmal den Druck. Auch dank des ersten Bundesliga-Tores von Liv Süchting sowie Luisa Scherers erstem Treffer für den BSV stand am Ende ein deutliches 41:29 auf der Anzeigetafel.

Ein Lichtblick in der letzten Viertelstunde bei den Vipers war die ansprechende Leistung von Jana Scheib. Insgesamt war es für Bremmer jedoch "eine absolute Ernüchterung. Vor allem unsere bisherige Stärke, eine stabile Abwehr mit guten Torhüterinnen dahinter zu stellen, hat leider überhaupt nicht funktioniert. Das hat uns jegliche Sicherheit für den Angriff genommen. Dieses Spiel hat uns definitiv auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht und uns gezeigt, dass nach dem Umbruch noch viel Arbeit vor uns liegt."

BSV-Trainer Dirk Leun: "Mit diesem Ergebnis konnten wir nicht rechnen. Wir haben konsequent unseren Plan verfolgt und mit Tempo, Mut und Überzeugung gespielt. In der ersten Halbzeit hatten wir das Wurfglück. Da war jeder Ball drin und es hat alles gepasst. Im Tor hat Kathi eine starke Leistung geliefert. Auch die erfahrenen Spielerinnen muss ich loben. Sie waren voll fokussiert, wie es die Mannschaft beim Sponsorenabend versprochen hatte. Alle haben sich Selbstvertrauen geholt. Es ist eine gute Basis und ein guter Start. Dennoch bleiben wir mit beiden Füßen auf dem Boden. 29 Gegentore waren am Ende dann doch zu viel."