07.09.2019 08:51 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Immer von einer gewissen Bedeutung": Buxtehuder SV zum Bundesligastart in Bad Wildungen

Kapitänin beim BSV: Christina HaurumKapitänin beim BSV: Christina Haurum
Quelle: Dieter Lange, BSV
Am Samstag, den 07.09.2019, startet die HSG Bad Wildungen mit einem Heimspiel gegen den Buxtehuder SV in die Bundesliga-Saison 2019/2020.

Und wieder ist eine schweißtreibende Vorbereitung geschafft. Das Team um Kapitänin Manuela Brütsch sieht dem Ernst des Bundesliga-Alltags sehnsüchtig entgegen und hat mit dem Buxtehuder SV gleich zu Beginn eine Mammut-Aufgabe vor sich. Die Mannschaft von Trainer Dirk Leun ist die einzige, gegen die die Vipers noch nie Punkte einfahren konnten. Vor allem die aggressive und bewegliche Abwehr in Verbindung mit einem herausragendem Tempospiel nach vorne bereitete den Nordhessinnen in der Vergangenheit viele Probleme.

Der Kader der Norddeutschen wurde mit fünf Neuzugängen der Jahrgänge 1999 oder jünger nochmals deutlich verjüngt. Lynn Schneider aus Rosengarten ist mit ihren 23 Jahren der "erfahrenste" Neueinkauf. Nachdem sich Torhüterin Antje Peveling in eine Babypause verabschiedete, startet der BSV auch im Tor mit Lea Rüther und Katharina Filter mit einem sehr jungen Duo in die Saison. Nichtsdestotrotz bringt der Vorjahresdritte vor allem aus dem Rückraum viel Torgefahr und Wurfgewalt mit.

Leun: "Hoffe, wir finden schnell unseren Rhythmus"




In der Vorsaison konnte der BSV beide Duelle für sich entscheiden. Am vorletzten Spieltag gewann der BSV 35:24 in Bad Wildungen. Beim Start in die neue Saison erwartet BSV-Trainer Dirk Leun allerdings einen engeren Spielverlauf. "Das erste Punktspiel ist immer von einer gewissen Bedeutung. Ich hoffe, wir finden schnell unseren Rhythmus und gewinnen Sicherheit in unserem Spiel", sagt Leun. Viel komme auf den Start in die Partie an. Die Spielerinnen müssten sich Selbstvertrauen über schnelle Erfolgserlebnisse holen. Entsprechend haben die Testspiel-Ergebnisse wenig Aussagekraft für Leun.

Nach einer schwierigen Vorbereitung mit den langfristigen Ausfällen von Lea Rühter (Meniskus-OP) und Jessica Oldenburg (Schwangerschaft) befindet sich der BSV noch in der Findungsphase. "Wir konnten lange nur mit begrenztem Personal trainieren. Vielleicht kommt das Spiel ein bis zwei Wochen zu früh." Um dennoch mit einem Sieg in die Spielzeit zu gehen, werde sein Team an das Leistungsoptimum gehen müssen. "Wir brauchen eine hohe Effektivität im Angriff und müssen taktisch sehr diszipliniert spielen. Wir müssen aus einer taktisch disziplinierten Deckung spielen, um ins Konterspiel zu kommen."

Das ist auch das Ziel für die Aufgabe in Bad Wildungen. Bei den Vipers handelt es sich um einen unangenehmen Gegner. "Bad Wildungen spielt sehr aggressiv in der Abwehr mit einer hohen Laufbereitschaft und einem konsequentem Konterspiel. Wenn sie so in das Spiel kommen, werden auch die Zuschauer zum Faktor für die Vipers", sagt Leun.

Bis auf die beiden Langzeitverletzten Vanessa Plümer und Vanessa Magg werden Vipers-Trainerin Tessa Bremmer alle Spielerinnen zur Verfügung stehen. In erster Linie gilt es das schnelle Gegenstoßspiel der Gäste zu unterbinden und die Angriffe lange auszuspielen, damit die Buxtehuderinnen nicht zu einfachen Ballgewinnen kommen. In der Abwehr dürfen die Vipers den Gegner nicht in Schwung kommen lassen und müssen den Spielfluss frühzeitig unterbrechen.

Bremmer freut sich vor allem auf die Atmosphäre in der Ense-Halle: "Ich bin froh, dass wir mit einem Heimspiel in die Saison starten dürfen. Mit den Fans im Rücken werden vor allem die neuen Spielerinnen zusätzlich beflügelt und die Extra-Motivation erstmalig gegen den BSV Punkte zu gewinnen, wird uns allen nochmal einige Prozent mehr bringen."

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