03.09.2019 16:48 Uhr - Europameisterschaft - ÖHB, red

EM-Qualifikation: Österreich legt Anwurfzeit für Heimspiel gegen Spanien fest

Josefine HuberJosefine Huber
Quelle: ÖHB-Agentur DIENER / Richard Purgstaller
Österreichs Handball Frauen Nationalteam startet am 26. September mit dem Auswärtsspiel gegen die Niederlande in die Qualifikation zur EHF EURO 2020. Am Sonntag den 29. September, 20:15 Uhr live auf ORF Sport+, folgt der Heimauftakt gegen Spanien. Dafür kehrt man zurück in die Südstadt, wo man beinahe auf den Tag genau vor zwei Jahren, am 30. September 2017, Olympiasieger Russland sensationell 27:25 besiegen konnte. Das soll sich gegen die Ibererinnen wiederholen. Das Heimspiel wird als Doppelveranstaltung mit dem spusu Liga-Spiel SG Insignis Handball Westwien vs. Alpla HC Hard, Spielbeginn 17:45 Uhr, ausgetragen.

13:16 lag man am 30. September 2017 in der Qualifikation zur EHF EURO 2018 zur Halbzeit gegen Olympiasieger Russland zurück. Die Abwehr und eine groß aufspielende Petra Blazek im Tor zogen schließlich dem Favoriten nach Seitenwechsel den letzten Nerv. Nach exakt 52:52 Spielminuten sorgte Beate Scheffknecht für die erstmalige Führung Österreichs in der Partie. Am Ende zwang man Russland mit 27:25 in die Knie.

Doch die Sensation blieb unbelohnt, Österreich qualifizierte sich hauchdünn nicht für die EHF EURO 2018. Ende September nimmt man den nächsten Anlauf, bekommt es dabei abermals mit zwei absoluten Topnationen und Medaillenanwärtern zu tun - die Niederlande, Vize-Europameister 2016 und Bronzemedaillengewinnerinnen 2018, und Spanien, Vize-Europameister 2014.

Dass man sich vor diesen großen Nationen jedoch nicht verstecken muss, stellte man in den vergangenen Jahren eindrucksvoll unter Beweis: Russland brachte man auch auswärts an den Rand einer Niederlage, hielt mit Rumänien sowohl im WM-Playoff als auch in der EURO-Quali über weite Strecken mit. Hoffen darf man zudem auf das Comeback von Beate Scheffknecht, die ihr erstes Länderspiel seit dem EURO-Quali-Spiel gegen Rumänien am 31. Mai 2018 bestreiten könnte.

Blazek: "Wir haben schon starke Nationen geschlagen"




"Wir haben erneut eine schwierige Gruppe in der die Niederlande und Spanien die klaren Favoriten sind. Mir ist schon heute bewusst, dass wir zuhause gegen Spanien punkten müssen um überhaupt eine Chance auf die EURO zu haben", so Nationalteam-Kapitänin Petra Blazek nd die Torhüterin betont: "Die Ausgangsposition ist wie in der letzten EM-Quali mit Rumänien und Russland. Eine schwierige Aufgabe, aber wir haben schon starke Nationen geschlagen. Viele unserer Spielerinnen sind im Ausland aktiv. Ich hoffe, dass sie alle bei ihren Vereinen viel Spielzeit bekommen und fit zum Nationalteam kommen."

Im Herbst 2018 absolvierte man zwei Freundschaftsspiele gegen Spanien, verlor das zweite nur knapp mit zwei Toren Unterschied. "Der Sieg wäre verdient gewesen", merkte Herbert Müller damals an. Der seit 2004 im Amt befindliche Teamchef erklärt: "Wir müssen in der ersten Quali-Woche versuchen auswärts gegen die Niederlande zu bestehen, unser Selbstvertrauen behalten und dann gegen Spanien zuhause ein gutes Spiel abliefern, um die Chancen auf die EURO-Teilnahme offen zu halten."

Die Niederlande gilt als klarer Favorit in der EURO-Qualigruppe 1, will nach Silber 2016 und Bronze 2018 im kommenden Jahr endlich den Titel davontragen. Spanien kam 2018 bei der EURO zwar nicht über Platz 12 hinaus, erlebte allerdings einen kleinen Umbruch und will nun erneut Angriff nehmen auf die Medaillenplätze. Als vierte Nation gesellte sich in der EURO-Quali noch Griechenland hinzu.