31.08.2019 11:01 Uhr - HBF-Supercup - PM THC, red

Herbert Müller vor HBF-Supercup: "Gleich zu Beginn der Saison ein Zeichen setzen"

Iveta Koresova und Herbert Müller beim Pokalsieg im MaiIveta Koresova und Herbert Müller beim Pokalsieg im Mai
Quelle: Mario Gentzel
In der vergangenen Saison kassierten der Thüringer HC und die SG BBM Bietigheim jeweils nur eine Niederlage, jeweils gegen den direkten Konkurrenten. Über die Meisterschaft entschied am Ende die Tordifferenz, zu Gunsten der SG BBM Bietigheim. Entsprechend heiß ist der Thüringer HC, der die starke letzte Spielzeit mit dem Pokalsieg krönte, auf eine Revanche beim heutigen Supercup: "Gleich zu Beginn der Saison ein Zeichen setzen, den HBF-Supercup und damit den ersten Titel gewinnen", gibt THC-Coach Herbert Müller als Ziel aus.

"Was soll ich denn dazu sagen, wenn wir in den letzten neun Jahren siebenmal Deutscher Meister geworden sind, dreimal Pokalsieger und dreimal den Supercup gewonnen haben. Wir wollen den Meistertitel zurück und damit nicht genug, auch den DHB-Pokal verteidigen und im EHF Cup so weit wie möglich vorstoßen", so Herbert Müller mit einer klaren Ansage im Vorfeld der Saison.

Zunächst steht mit dem HBF Supercup am heutigen Samstag - um 19:30 Uhr in der Ludwigsburger MHP-Arena - ein anderer Wettbewerb im Fokus. Der Thüringer HC hat den Titel bisher jedes Mal, wenn er um ihn spielte, gewonnen. Immer als Deutscher Meister gegen die Pokalsieger: 2015 gegen den Buxtehuder SV, 2016 gegen den HC Leipzig und 2018 gegen den VfL Oldenburg. 2017 war der Sieger der diesjährige Meister SG BBM Bietigheim gegen den Buxtehuder SV in Hamburg. Der THC will nun die Serie durchbrechen und erstmals als Pokalsieger triumphieren.

"Die THC-Frauen stehen jedenfalls wie junge Rennpferde in den Boxen und scharren mit den Hufen", so drückt es Trainer Herbert Müller blumenreich aus und beschreibt die Erwartungsstimmung. "Wir freuen uns auf das Aufeinandertreffen der beiden deutschen Supermannschaften der letzten Jahre. Das Spiel wird sicher über die Spannung gefallen. Wir wollen jedoch den Pokal verteidigen. Der Sieg wäre nach Müller zumindest ein `Fingerzeig` für die neue Saison und für die Moral der Mannschaft von besonderer Wichtigkeit. Sportlich ist es allemal ein absoluter Höhepunkt."

Herbert Müller mit Vorbereitung zufrieden




Herbert Müller zeigt sich nach acht Wochen harter Arbeit, die trotz enormer Anstrengung aber auch Spaß gemacht habe, recht zufrieden. "Die Mädchen haben gut und fleißig gearbeitet." Der Coach, der seit 2010 beim Thüringer HC gemeinsam mit seinem Bruder Helfried die sportlichen Geschicke in den Händen hält, steht vor einem Umbruch. Abgänge von erfahrenen Spielerinnen wie Kerstin Wohlbold und Jana Krause müssen kompensiert werden.

"Das Team ist in der Breite besser aufgestellt, um den Herausforderungen einer langen Saison, mit weit über 40 Spielen zu bestehen", so der THC, der am Samstag im Supercup auf Bietigheim trifft. Neben Kerstin Wohlbold und Jana Krause haben auch Nina Schilk, Saskia Lang, Julia Redder, Kristy Zimmermann und Krisztina Tricsuk den Verein verlassen, zudem legt Anne Hubinger eine Pause ein.

Fünf Neuzugänge sollen die Abgänge kompensieren: Torhüterin Marie Skurtveit Davidsen kam von Tertnes Bergen und für den Rückraum wurden Mikael Mässing von Höör, Almudena Rodriguez Rodrigues von Bistrita sowie Mariana Ferreira Lopes von Halle-Neustadt und Klara Schlegel aus dem österreichischen Eggenburg unter Vertrag genommen.

Noch sei nicht alles zu 100 Prozent gelöst, dazu bedarf es nach Müller noch ein paar Wochen - auch weil es galt Rücksicht zu nehmen: Beispielsweise auf das genagelte Schienbein von Ina Großmann, auf die Knie von Meike Schmelzer, die Hüfte von Alicia Stolle oder zuletzt auf die Schulter von Iveta Koresova, die am heutigen Samstag aber an Bord sein wird. Aufgrund einer Knöchelverletzung steht allerdings ein Fragezeichen hinter Alicia Stolle.

Mit der Vorbereitungszeit ist Herbert Müller unterdessen zufrieden. Das Team ist in der Breite besser aufgestellt, um den Herausforderungen einer langen Saison, mit weit über 40 Spielen zu bestehen. Athletisch sieht er das Team gut in Schwung, für die taktischen Finessen brauche es hingegen noch etwas Zeit. Von zehn Vorbereitungsspielen wurden neun gewonnen, "die man aber auch gewinnen musste", sagt Herbert Müller.

Das Highlight für den THC-Trainer waren die zwei Spiele gegen Kopenhagen Handball, wobei das erste Spiel in Sömmerda noch verloren wurde. Einen Tag später, zum Saisonauftakt in der Erfurter Riethsporthalle, konnte die Mannschaft sich in beeindruckender Manier revanchieren. Über die neue Spielstätte kommt sogar Herbert Müller ins Schwärmen. "Die Halle ist hell und freundlich, das Publikum war großartig. Jetzt muss sie nur noch voller werden. Dank an die Hallenwarte, die sich rührend um das Team bemüht haben. Auch mit den Volleyballern von Schwarz-Weiß Erfurt gibt es schon gute Gespräche und Kooperationen, trainiert man doch hintereinander und spielt abwechselnd an gleicher Stelle. Das ist alles stimmig."

Livestream HBF Supercup:




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