29.08.2019 15:48 Uhr - 1. Bundesliga - PM Kurpfalz Bären, red

"Riesenherausforderung" für die Kurpfalz Bären nach Aufstieg in die erste Bundesliga

Kathrin SchneiderKathrin Schneider
Quelle: Kurpfalz Bären Ketsch
Eine neue Herausforderung wartet auf die Kurpfalz Bären Ketsch nach ihrem Aufstieg in die erste Bundesliga in der Saison 2019/20. Dr. Robert Becker, geschäftsführender Gesellschafter der Kurpfalz Bären betont, dass die Saisonplanung dennoch in aller Ruhe erfolgt ist: "Unmittelbar nach den Aufstiegsfeierlichkeiten hat das Team zunächst einmal den verdienten Urlaub angetreten. Bei aller Freude über den Aufstieg war und ist uns allen bewusst, dass auf Verein, Trainer und Mannschaft eine Riesenherausforderung zukommen wird. Aber wir sind nicht in Hektik verfallen, sondern bereiten uns in aller Ruhe auf die Saison vor. Dies gilt sowohl in organisatorischer als auch sportlicher Hinsicht."

"Ich habe in den letzten 20 Jahren viele Aufs und Abs erlebt, und immer sind wir damit gut gefahren, wenn wir die Bodenhaftung nicht verloren haben. Natürlich freuen wir uns riesig, dass beide Damenmannschaften zweimal aufgestiegen sind und in der für sie höchsten Klasse spielen können. Aber wir müssen auch anerkennen, dass wir den Status des Underdog haben werden, auch wenn wir das Beste daraus machen wollen", so die Einschätzung von Tom Löbich.

Auch Trainerin Katrin Schneider, die mit ihren 29 Jahren bereits zum vierten Mal die Mannschaft auf die Saison vorbereitet, sieht bei allen hochfliegenden Erwartungen ruhig und gelassen der Runde entgegen. "Wir hatten schon seit Januar intensiv darüber diskutiert, wie wir im Falle eines Aufstiegs entscheiden und handeln würden. Und wir haben uns schnell geeinigt, unserem Weg treu zu bleiben und keine waghalsigen Schritte zu unternehmen", sagt sie.

Schneider ergänzt: "Dazu gehört auch, dass wir die Spielerinnen, die uns den Erfolg der letzten Jahre - die Aufstiege von der dritten Liga in die erste Bundesliga - ermöglicht haben, dafür auch belohnt werden sollten. Daher bleiben wir komplett zusammen und verzichten auf spektakuläre Neuverpflichtungen."

Schwierige Vorbereitung für Kate Schneider und ihr Team




Geschäftsführer Adrian Fuladdjusch, der auch als Trainer der Junior-Bären fungiert, stellt zudem klar, dass die Bären durchaus offen für neue Talente sind: "Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass die Kurpfalz Bären jungen und ambitionierten Spielerinnen eine hervorragende Plattform bieten, weil sie sich kontinuierlich im Gesamtkader der ersten und zweiten Mannschaft weiter entwickeln können".

"Mit der aus Mainz gekommenen Torhüterin Leonie Moormann sowie den Linkshänderinnen Cara Reuthal und Amelie Möllmann sind drei Spielerinnen zu uns gekommen, die in der Vorbereitung uns alle überzeugen konnten, dass ihr Weg nach Ketsch richtig ist. Und unser erst siebzehnjähriges Eigengewächs, Jule Haupt, hat mit beeindruckenden Leistungen den Weg in den Erstligakader jetzt schon geschafft", fügt er an.

Aber auch im Umfeld der Bären hat sich hinsichtlich Partnern, Sponsoren und Unterstützern einiges getan. Damit ist das wirtschaftliche Fundament der Bären breiter und stabiler geworden.

Nicht ganz so glücklich lief für Kate Schneider die Vorbereitung ab: "Die läuferischen und athletischen Elemente standen im Vordergrund. Ich hätte mir mehr Hallenzeiten gewünscht, um die kleingruppentaktischen Einheiten in der Abwehr- und Angriffsarbeit zu forcieren. Wir hatten diesmal leider auch zu viele Ausfälle aufgrund von Verletzungen und Krankheiten. Auch beim Lotto-Cup konnten wir zwar einen unerwarteten zweiten Platz belegen. Im Endspiel gegen Metzingen konnte man allerdings sehen, dass es bis zum Saisonstart in Bensheim noch einiges zu tun gibt."

Die Babypause von Sabine Stockhorst und die langwierige Erkrankung von Carmen Moser wird sicherlich nicht einfach zu kompensieren sein, da beide Spielerinnen zu den besten Leistungsträgerinnen in den letzten Jahren gehörten. Im sportlichen Führungsteam weiß man daher, dass gerade die erste Phase der Saison nicht einfach für die Bären wird. Die beiden sportlichen Leiter bleiben aber gelassen: "Bis zur WM-Pause im Dezember werden wir sicherlich wissen, wie groß unsere Chancen sind, den Klassenerhalt zu schaffen. Aber egal wie es läuft, werden wir sicherlich nichts Verrücktes machen."