13.08.2019 18:11 Uhr - 1. Bundesliga - PM Fritzlar, red

Erwartungen an den 8. Domstadtcup in Fritzlar wurden übertroffen

Alicia SoffelAlicia Soffel
Quelle: Ralf Bilo - Mainz 05
Drittligist Germania Fritzlar spricht "vom besten Domstadtcup seit dem ersten Mal 2012" und die Hessinnen betonen: "Das sehr gute Teilnehmerfeld lockte vom ersten Spiel, welches gleich ein regionales Derby zwischen den Vipers aus Bad Wildungen und dem Gastgeber war, an beiden Tagen zusammen 400 Zuschauer in die Sporthalle der König-Heinrich-Schule in Fritzlar. Diese sollten bis hin zum Finale ihr Kommen nicht bereuen, denn sie wurden mit sehr gutem Handball, packenden Spielen und einer gelungenen Organisation belohnt."

In der Gruppe A waren die Kräfteverhältnisse recht klar verteilt. Bad Wildungen und Bensheim/Auerbach kämpften um den Gruppensieg, den die Vipers am Sonntagmittag mit einem 20:18 für sich errangen. In den Spielen gegen den TVB Wuppertal und den Gastgeber gaben sich beide zu vor keine Blöße und gewannen deutlich, wobei die 2. Halbzeit zwischen Bad Wildungen und Fritzlar knapp mit 11:10 ausging. Dies konnte der Drittligist natürlich als kleinen Erfolg für sich verbuchen, was auch der Trainer, Lucky Cojocar, für das entscheidende Spiel am Sonntagmorgen als Maßstab ansetzte. Gut erholt und hochmotiviert konnte man den Zweitligisten doch recht deutlich mit 17:11 bezwingen und verdient in das Spiel um Platz 5 einziehen.

In der Gruppe B ging es wesentlich spannender zu. Hier kämpften drei Mannschaften bis zum letzten Gruppenspiel um den Einzug ins Finale. Nachdem alle Drei ihre Spiele gegen Lintfort gewonnen hatten, kam es am Sonntag zum "kleinen" Finale zwischen Mainz und Rödertal. Zuvor gab es aber am Samstagnachmittag, im besten und spannendsten Spiel des Tages zwischen Blomberg-Lippe und Rödertal, zu einer faustdicken Überraschung. Die Rödertalbienen konnten sich in letzter Sekunde, durch einen von Ann Catrin Höbbel verwandelten Siebenmeter, mit 23:22 verdient durchsetzen.

Spannende Tabellenkonstellation




Somit hatte auch Mainz, vorausgesetzt man hätte das letzte Gruppenspiel gewonnen, noch Chancen auf den Gruppensieg. Tatsächlich gelang den Mainzerinnen am Sonntag, mit einem 26:23 über Rödertal, noch der Sprung auf Platz 2, da sie in den direkten Vergleichen eine um ein Tor bessere Tordifferenz gegenüber Rödertal hatten. Gruppensieger wurde hier Blomberg-Lippe, die die beste Tordifferenz in dieser Dreierkonstellation aufweisen konnten.

In den Platzierungsspielen setzte sich im Spiel um Platz 7 der TuS Lintfort mit 20:13 gegen den TV Beyeröhde durch und konnte somit auch noch mit einem Erfolg die Heimreise antreten. Der Gastgeber wehrte sich im Spiel um Platz 5 zwar tapfer und hätte bei einer besseren Chancenverwertung auch für eine weitere Überraschung sorgen können, aber Ende gewann Rödertal verdient mit 15:12. Im Spiel um den 3. Platz entwickelte sich eine sehr abwechslungsreiche Partie, bei dem man lange Zeit keinen klaren Sieger erkennen konnte. Am Ende hatten die Spielerinnen aus Mainz etwas mehr zum zusetzen und konnten somit das Spiel mit 23:18 für sich entscheiden.

Im Finale trafen dann die beiden Favoriten aufeinander und trotz der lautstarken Unterstützung ihrer zahlreichen Fans, die aus der Nachbarstadt angereist waren, hatten die Vipers aus Bad Wildungen in der ersten Hälfte einen schweren Stand gegen das druckvolle Angriffsspiel von Blomberg-Lippe, wobei am Anfang Sabine Heusdens sie fast allein im Spiel hielt. Zur Pause stand es 12:11 für Bad Wildungen und auch in der 2. Hälfte schenkte man sich nichts.

Am Ende entschieden die Paraden von Anne Bocka und die Tempogegenstöße von Anna Frankova das Finale, unter dem Jubel ihrer Fans, mit einem 21:19 für sich. Der Turniersieger wurde unmittelbar im Anschluss an die Partie mit dem Wanderpokal und dem Siegercheck vom Landrat des Schwalm-Eder-Kreises ausgezeichnet. Tessa van Zijl, aus der unterlegenen Finalmannschaft, konnte aus den Händen des Bürgermeisters von Fritzlar den Pokal für die beste Spielerin, zu der sie die Trainer der teilnehmenden Mannschaften gewählt hatten, entgegennehmen.

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