05.08.2019 08:12 Uhr - 1. Bundesliga - PM BSV

Dirk Leun nach Buxtehudes Platz 6 in Wittlich: "Wir müssen die Signale erkennen"

Mieke Düvel im Spiel um Platz 5 gegen MetzingenMieke Düvel im Spiel um Platz 5 gegen Metzingen
Quelle: Marco Wolf
"Wir dürfen die Ergebnisse nicht überbewerten, aber wir müssen die Signale erkennen", so Buxtehudes Coach Dirk Leun nach dem Wittlicher Handball Cup. Bei diesem hochkarätig besetzten Turnier mit unter anderem drei Teilnehmern an der Champions League blieb den Norddeutschen nur der sechste und letzte Platz.

Im ersten Spiel des Turniers zeigte der BSV seine beste Leistung des Wochenendes. Gegen den rumänischen Top-Club und Champions-League-Sieger von 2016 CSM Bukarest unterlag das Team knapp mit 20:21. Zur Pause führte Buxtehude sogar 9:7.

"Es war unsere beste Leistung. Ich habe positive Ansätze gesehen", sagt BSV-Trainer Dirk Leun. In den Schlussminuten verkürzte sein Team nach einem 15:20-Rückstand. Der Ausgleich gelang allerdings nicht mehr. "In der letzten Phase des Spiels haben wir es aufgrund technischer Fehler versäumt, das Spiel für uns zu entscheiden."

Wermutstropfen der Partie war die Verletzung von Spielmacherin Lisa Prior. Bei einer Aktion knickte ihr die Hand um, sodass sie im weiteren Turnierverlauf nur noch sporadisch eingesetzt werden konnte.

Deutlich unzufriedener war Leun mit dem Auftritt seiner Spielerinnen im zweiten Gruppenspiel gegen Ligakonkurrent Bayer Leverkusen. Nach der 23:28-Niederlage gegen die Handballelfen in der Vorwoche hatte der BSV beim 24:31 erneut das Nachsehen. Bereits zur Pause führte Leverkusen 19:12. "Leverkusen hatte hinten und vorne die bessere Körpersprache. Wir hatten nicht die nötige Aggressivität", sprach Leun von einer verdienten Niederlage.

Deutliche Niederlage im Spiel um Platz 5




Am Sonntag ging es gegen den Vorjahresdritten der Bundesliga TuS Metzingen um Platz fünf. Den "TusSies" war Buxtehude klar unterlegen. Nach 20 Minuten lag der BSV 3:12 zurück. "Es war schon enttäuschend, mit welcher Deutlichkeit die erste Halbzeit verlief", sagte Leun. Bis zur Pause verkürzte das Team zumindest auf 9:16.

Im zweiten Durchgang schraubte Metzingen das Ergebnis weiter in die Höhe, führte zwischenzeitlich mit 15 Toren und gewann deutlich mit 35:22. "Wir haben vorne die Kontrolle verloren und freie Chancen liegen gelassen. Gegen Metzingen wirst du dann gnadenlos ausgekontert."

Mit drei Niederlagen belegte der BSV den sechsten Platz. "Das Turnier war mit den vielen Ausfällen für uns eine Nummer zu groß", sagte Leun. Immerhin musste er mit Jessica Oldenburg, Friederike Gubernatis, Annika Lott und im späteren Turnierverlauf mit Lisa Prior vier Rückraumspielerinnen ersetzen. "Und die jungen Spielerinnen sind es nicht gewohnt, auf diesem hohem Niveau zu spielen", sagt Leun und relativiert, "wir dürfen die Ergebnisse nicht überbewerten, aber wir müssen die Signale erkennen."

Spielerisch überzeugt haben Mieke Düvel als Spielmacherin und Zugang Paulina Golla. "Mieke musste gegen Metzingen erstmals sechzig Minuten die Verantwortung übernehmen. Paulina hat einen ordentlichen Eindruck hinterlassen und hat unter Beweis gestellt, dass sie in der Lage ist, Akzente zu setzen."

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