27.06.2019 13:45 Uhr - 2. Bundesliga - Kathrin Röhlke, Winsener Anzeiger

Uni-Team Hamburg verteidigt Titel bei Deutschen Hochschulmeisterschaften im Handball

Uni Hamburg - Sieger Deutsche Hochschulmeisterschaften 2019Uni Hamburg - Sieger Deutsche Hochschulmeisterschaften 2019
Quelle: Uniteam Hamburg
Sie haben es erneut getan, die Handballerinnen der Wettkampfgemeinschaft (WG) Hamburg: Im Final Four der den Deutschen Hochschulmeisterschaften, das jetzt aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Universität Hamburg in der Hansestadt ebenso ausgetragen wurde wie die Finals im Volleyball und Fußball, siegten die Gastgeberinnen im Endspiel mit 26:24 gegen die WG Mainz. Mit dabei Spielerinnen von Zweitligist Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten.

Die Hamburger Coachs Patrice Giron und Tine Lindemann gingen die Mission Titelverteidigung offensiv an. Doch dann musste das Trainergespann mit einigen Ausfällen klarkommen: So fehlte Ex-Luchse-Torfrau Katharina Filter, weil sie mit der deutschen Nationalmannschaft für die Beachhandball-Europameisterschaften trainiert; Luchse-Linkshänderin Lisa Borutta war nach ihrem Bänderriss noch nicht wieder fit; Ex-Luchs Lynn Schneider konnte nur am Sonntag auflaufen.

"Von daher konnten wir unsere unorthodoxe Offensivspielweise nicht ganz so durchsetzen wie beim Qualiturnier", berichtete Tine Lindemann dem Winsener Anzeiger. Die frühere Nationalkeeperin ist heute Torwarttrainerin bei den Luchsen. Weniger Kontertore waren das Resultat. Trotzdem zeigten die Hamburgerinnen tollen Sport und schalteten zunächste die Uni Kassel um Jana Pollmer aus. Beim 37:33-Erfolg hatte die Mannschaft des Gespanns Giron/Lindemann keine Probleme.

Im Endspiel gegen Mainz sah es für die Hamburgerinnen, bei denen die Luchse-Flügelzange Zeliha Puls und Marthe Nicolai gut stach, anders aus. Denn bei den Gegnerinnen wirkten einige starke Spielerinnen von Erstliga-Aufsteiger FSV Mainz mit. Aber Hamburg hielt dagegen, setzte Nadelstiche über eine extrem treffsichere Marthe Nicolai und sorgte mit der zierlichen Zeliha Puls im Rückraum für Alarm.

Ebenfalls mit dabei Paula Prior: Der Ex-Luchs musste bei Erstligist Buxtehuder SV aufgrund von Achillessehnenproblemen lange pausieren, war aber gerade wieder rechtzeitig fit, um einzugreifen. So erspielten sich die Gastgeberinnen eine komfortable Führung. Doch der sicher geglaubte Sieg geriet noch einmal in Gefahr, als Hamburg viel durchwechselte. Zeliha Puls` Tor in der Schlusssekunde bescherte den 26:24-Sieg. Damit war die Titelverteidigung perfekt.

"In der entscheidenden Phase des Spiels haben uns viele Luchse-Fans, darunter auch Luchse-Torfrau Mareike Vogel und ihre Keeper-Kollegin Lea Rühter aus Buxtehude, ordentlich angefeuert. Das hat bestens geholfen", fand Tine Lindemann, die anfügte: "Den Fans ist die Handball-Pause ohnehin zu lang!" Von langer Pause kann für das Hamburger Uni-Team keine Rede sein: Die Mannschaft von Giron und Lindemann bereitet sich auf die Hochschul-Europameisterschaften in Polen vom 3. bis zum 10. Juli vor.