05.06.2019 21:56 Uhr - Weltmeisterschaft - chs

WM-Playoffs: Favoriten setzen sich durch, Tschechien scheitert an Auswärtstoren

Kinga Klivinyi fährt mit Ungarn zur WMKinga Klivinyi fährt mit Ungarn zur WM
Quelle: ÖHB-Agentur DIENER / Richard Purgstaller
Nicht nur Deutschland, sondern auch vier weitere Nationen haben am heutigen Mittwochabend das Ticket für die Handball-Weltmeisterschaft in Japan gelöst. Auch Ungarn, Dänemark, Norwegen und Montenegro haben Planungssicherheit. Während es in drei Duellen klare Angelegenheiten waren, konnte der Europameister von 2012 nur aufgrund eines mehr erzielten Auswärtstores weiterkommen.

Den Auftakt am Abend machte Ungarn, das nach dem 41:23-Auswärtserfolg vom Wochenende auch sein Heimspiel gegen Österreich mit 28:19 souverän gewann. Auch Dänemark unterstrich seine Vormachtstellung - nach dem 35:22-Hinspielerfolg gelang in der Schweiz ein 26:14-Auswärtserfolg.

Rekordeuropameister Norwegen gab nur eine Halbzeit lang Vollgas gegen Weißrussland und führte bereits mit 21:11, ehe die Gäste noch einmal zum 31:28-Endstand verkürzen konnten. Das Weiterkommen war aber zu keiner Zeit gefährdet, schließlich hatten die Norwegerinnen bereits das Hinspiel mit 34:21 in Weißrussland für sich entschieden.

Besonders dramatisch war das Duell zwischen Tschechien und Montenegro. Die Tschechinnen um die Göppingerinnen Michaela Hrbkova und Petra Adamkova sowie der Blombergerin Kamila Kordovska hatten einen 26:24-Heimsieg auf die Reise nach Podgorica genommen. Im Rückspiel fiel die Entscheidung praktisch mit dem Schlusspfiff, Montenegro reichte aufgrund der Auswärtstorregel ein 25:23-Sieg um zur WM zu fahren.

Am morgigen Donnerstag kommt es noch zu vier Vergleichen von europäischen Mannschaften. Polen empfängt Serbien nach der 19:33-Hinspielniederlage ebenso um 18 Uhr wie die Slowakei dann Schweden, das sein Heimspiel mit 33:18 gewonnen hatte.

Um 20.15 Uhr bestreitet dann Slowenien mit einem 33:30-Polster auf der Habenseite sein Heimspiel gegen Nordmazedonien. Zum Abschluss des Abends stehen sich aufgrund der Zeitverschiebung erst ab 21.45 Uhr dann Island und Spanien gegenüber. Die Ibererinnen hatten sich im Hinspiel ein Neun-Tore-Polster aufgrund eines 35:26-Heimsiegs erspielt.

15 weitere Teams bereits im Vorfeld qualifiziert




Europa vergibt die letzten Turniertickets. Neben Gastgeber Japan und Titelverteidiger Frankreich hatten sich über die Platzierung bei der Europameisterschaft auch Russland, die Niederlande und Rumänien für die Endrunde vorzeitig qualifiziert.

Über eine Medaille bei der Afrikameisterschaft konnten Angola, Senegal und die Demokratische Republik Kongo das WM-Ticket lösen. Über die Asienmeisterschaft konnten sich Südkorea, China, Kasachstan und Australien qualifizieren.

Getrennt wurde mittlerweile die Qualifikation im einstmal gemeinsamen Bereich Panamerika ausgespielt. Brasilien und Argentinien schafften den Sprung über die Meisterschaft für Süd- und Zentralamerika. Im Bereich Nordamerika und Karibik konnte Kuba die Meisterschaft gewinnen und das WM-Ticket lösen.

Ergebnisse WM-Playoffs Europa




Österreich  42:69
(23:41, 19:28)
Ungarn
Dänemark  61:36
(35:22, 26:14)
Schweiz
Kroatien  45:49
(24:24, 21:25)
Deutschland
Weißrussland  49:65
(21:34, 28:31)
Norwegen
Tschechien  49:49
(26:24, 23:25)
Montenegro
Serbien  33:19
06.06., 18.00 Uhr
Polen
Schweden  33:18
06.06., 18.00 Uhr
Slowakei
Nordmazedonien  30:33
06.06., 20.15 Uhr
Slowenien
Spanien  35:26
06.06., 21.45 Uhr
Island