05.06.2019 20:21 Uhr - Weltmeisterschaft - Julia Nikoleit

Im Dezember geht es nach Japan: Deutschland macht WM-Ticket gegen Kroatien perfekt

Marlene Zapf Marlene Zapf
Quelle: Michael Schmidt
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat sich für die Weltmeisterschaft 2019 in Japan qualifiziert. Nach einem 24:24 im Playoff-Hinspiel feierte das Team von Henk Groener im Rückspiel vor 2.231 Zuschauern in Hamm einen 25:21 (14:9)-Erfolg und sicherte sich damit das WM-Ticket. Es war eine starke Mannschaftsleistung der deutschen Auswahl, aus der neben Dinah Eckerle auch Kim Naidzinavicius herausragte.

Die deutsche Nationalmannschaft erwischte einen guten Start und ging mit 4:1 (7.) in Front - Nenad Sostaric legte sofort die Auszeit, verzichtete jedoch auf personelle Umstellungen. Beim DHB-Team hatte Dinah Eckerle im Tor einen ebenso guten Start erwischt wie die Deckungsreihe um den Mittelblock Julia Behnke und Kim Naidzinavicius. Die Mannschaft von Henk Groener agierte aggressiv in der Deckung und ließ keinen Spielfluss bei den Kroatinnen zu.

Vorne erlaubte sich die deutsche Auswahl nach der gelungenen Anfangsphase jedoch einige Fehler. Ein Querpass landete im Seitenaus, Alicia Stolle setzte einen Gegenstoß am Tor vorbei. So konnte Kroatien durch Dejana Milosavljevic zum 4:4 (10.) ausgleichen, Ana Debelic legte das 4:5 (11.) nach. Das DHB-Team hielt jedoch den Anschluss. Als Milosavljevic in der 12. Spielminute eine Zeitstrafe kassierte, stand es 6:6.

Mit einer starken Eckele im Rücken eroberte das DHB-Team in den folgenden Minuten den Vorsprung zurück: Mit einem Doppelpack sorgte Ina Großmann für das 12:7 (23.), die eingewechselte Luisa Schulze ließ das 13:7 (24.) folgen und krönte damit einen 7:1-Lauf. Im Vergleich zum Hinspiel agierte die deutsche Sieben in der Offensive viel variabler und stand hinten sicher. Mit einem 14:9 ging es in die Kabine.



Der erste Treffer nach Wiederanpfiff ging auf das Konto von Katarina Jezic (14:10, 33.). Die deutschen Fans mussten hingegen über sechseinhalb Minuten auf den ersten Torerfolg warten: Meike Schmelzer erzielte das 15:11 (37.). Die Kroatinnen hielten jedoch den Anschluss, zudem tat sich das DHB-Team schwerer. Bundestrainer Groener reagierte und zog die Auszeit beim Stand von 16:12 (42.).

Auch personell stellte der Niederländer leicht um, nahm Xenia Smits raus und brachte Emily Bölk wieder in die Partie. Den Mittelblock stellten inzwischen die gut aufgelegte Naidzinavicius gemeinsam mit Schulze. Mit zwei Toren in Folge baute Deutschland den Vorsprung aus. Großmann netzte zum 18:13 (46.) ein und nun war es Sostaric, der zur Grünen Karte griff.

Seine Ansprache hatte Erfolg: Die kroatische Mannschaft kämpfte und kam auf 21:19 (53.) heran, was wiederum Groener zu seiner letzten Auszeit veranlasste. Das DHB-Team bewahrte Ruhe und erhöhte durch Zapf wieder auf drei Tore. Mit dem 24:20 (57.) sorgte Bölk für eine erste Vorentscheidung.

Kroatien-Coach Sostaric legte seine letzte Auszeit, es waren noch drei Minuten zu spielen. Mit einer Parade wehrte Eckerle den Angriff der Kroatinnen ab und Bök konnte die Lücken in der offensiveren Deckungsformation der Gäste ausnutzen. Die Rückraumspielerin des Thüringer HC brach durch und erhielt das 25:20 (59.). Am Ende siegte das DHB-Team mit 25:21 und feierte die Qualifikation für die Weltmeisterschaft.

Spielstatistik




Deutschland - Kroatien 25:21 (14:9)

Deutschland: Eckerle (SG BBM Bietigheim), Roch (TuS Metzingen)
Stolle (Thüringer HC) 6, Bölk (Thüringer HC) 4, Naidzinavicius (SG BBM Bietigheim) 4, Großmann (Thüringer HC) 3, Zapf (TuS Metzingen) 3, Schulze (SG BBM Bietigheim) 2, Behnke (TuS Metzingen) 1, Schmelzer (Thüringer HC) 1, Smits (Handball Metz) 1, Behrend (VfL Oldenburg), Braun (SG BBM Bietigheim), Maidhof (HSG Bensheim-Auerbach), Minevskaja (TuS Metzingen), Zschocke (Bayer 04 Leverkusen)

Kroatien: Kapitanovic, Pijevic - Blazevic 7/6, Debelic 3, Jezic 3, Karlovcan 1, Krsnik 1, Turk 1, Glavan, Kalaus, Lackovic, Milosavljevic 5, Milosevic, Posavec, Posavec, Zadravec

Schiedsrichter: Rickard Canbro (Schweden)/Jasmin Kliko (Schweden)
Zuschauer: 2167
Strafminuten: 4 / 8


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