02.06.2019 10:12 Uhr - Weltmeisterschaft - PM ÖHB

Österreich will beim Heimdebüt von Vanessa Mag die favorisierten Ungarinnen überraschen

Vanessa Mag spielt in der 2. Bundesliga für die Füchse BerlinVanessa Mag spielt in der 2. Bundesliga für die Füchse Berlin
Quelle: Thomas Sobotzki, Spreefüxxe
Viermal stand die Steirerin Vanessa Magg bereits im Aufgebot von Teamchef Herbert Müller. Ihr Nationalteam-Debut gab die 21-Jährige am 24. November 2018 im Freundschaftsspiel gegen die Ukraine. Vor knapp zwei Monaten lief sie auch beim Viernationenturnier gegen Slowenien, Kroatien und Tschechien auf. Kommenden Sonntag, im WM-Playoff gegen Ungarn, 18:00 Uhr live auf ORF Sport+, steht sie erstmals vor Heimpublikum am Parkett und das gleich in ihrer Heimat Graz.

"Ich freue mich so richtig auf das Spiel. Es ist mein erstes Qualispiel und das gleich zuhause", verrät Vanessa Magg freudestrahlend. Trotz der klaren Außenseiterrolle, vertraut sie auf die Stärken der eigenen Mannschaft und das steirische Publikum: "Wir haben definitiv eine Chance, haben viel Qualität in der Mannschaft. Ungarn ist der klare Favorit. Sie sind gut eingespielt, nicht zuletzt, da der Großteil auch im Verein zusammenspielt. Wenn wir als Team zusammenfinden, die Halle hinter uns steht, ist definitiv alles möglich."

Wie die Sensation gelingen kann, erläutert Teamchef Herbert Müller: "Wir müssen in erster Linie sehr, sehr gut werfen gegen die beiden Torhüterinnen. Blanka Biro und Eva Kiss sind zwei große Torhüterinnen die trotzdem vom Torwartspiel her gerne offensiv kommen, die den Winkel komplett zu machen. Wichtig wird sein, dass wir technische Fehler vermeiden, dass wir vorne unsere Chancen nutzen. Wenn wir keine Wurfeffektivität haben, werden wir keine Chance gegen Ungarn haben. In der Abwehr müssen wir flexibel handeln, je nachdem welche Formation auf dem Feld steht."

Auch Mut zum Risiko wird gegen die Ungarinnen gefragt sein, Herbert Müller: "Risiko ist ein wahres Wort. Auch wenn es oft ein Spiel auf der Rasierklinge ist, musst du deine Chance überstrapazieren. Ich habe das einmal so schön ausgedrückt: Wir haben keine Chance, aber genau das ist unsere Chance. Wer mich kennt, der weiß, wie sehr ich das Sieben gegen Sechs liebe. Dieses taktische Mittel werde ich in der nötigen Situation auch einsetzen."

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