22.05.2019 16:52 Uhr - 1. Bundesliga - PM Kurpfalz Bären

Julia Behnke: "Freue mich über den Aufstieg der Kurpfalz Bären"

Nationalspielerin Julia BehnkeNationalspielerin Julia Behnke
Quelle: sportseye.de
Sechs Jahre lang trug Julia Behnke das Bären-Trikot der TSG Ketsch, bevor es sie vor acht Jahren zum heutigen Spitzenteam SG BBM Bietigheim zog. Aktuell spielt sie beim TuS Metzingen, und in der nächsten Saison wird sie ihre Karriere beim russischen Top Club Rostow am Don fortsetzen, der gerade im Finale der Champions League stand. Die heute 25-jährige Kreisläuferin führte die deutsche Nationalmannschaft als Kapitänin in die letzte Europameisterschaft und wird auch in Zukunft zum festen Kern des DHB-Teams zählen, über den Aufstieg ihres Ex-Clubs freut sich die gebürtige Mannheimerin dennoch.

"Einmal Bär, immer Bär", so lautet das Motto in der Handballhochburg im nordbadischen Ketsch. Gilt dies auch für dich?

Julia Behnke:
Die Handball-Atmosphäre in Ketsch ist schon etwas Besonderes! Das familiäre Umfeld und die Leidenschaft, die von den Minis bis zur ersten Mannschaft gelebt wird, packt alle, die das Bärentrikot einmal getragen haben. Auch ich habe noch viele persönliche Beziehungen zu Verein und Mannschaft und denke sehr gerne an meine aktive Zeit bei den Bären zurück.

Kam dieser rasante Aufstieg für dich überraschend? Oder hast du dies erwartet?

Julia Behnke:
In meinem letzten Jahr in Ketsch haben wir den Aufstieg in die zweite Liga geschafft, doch die Bären mussten wieder absteigen. Seit vier Jahren wird in Ketsch verstärkt professionell gearbeitet und unter der Marke Kurpfalz Bären hat sich der Verein sportlich und wirtschaftlich unglaublich weiterentwickelt. Es zeugt natürlich von einer tollen Leistung der Bärenführung, den Trainern und den Spielerinnen, dass so schnell der Aufstieg in Liga Eins gelungen ist. Das war nicht unbedingt zu erwarten.

Was ist das Außergewöhnliche an diesem Erfolg für dich?



Julia Behnke:
Ich finde es äußerst bemerkenswert, dass die Mannschaft nur punktuell von außen verstärkt wurde und bei den Bären vor allem auf Eigengewächse gesetzt wird. Das ist schon immer eine große Stärke in Ketsch - und auch ich habe davon sehr profitiert, dass junge Nachwuchsspielerinnen schon sehr früh in die Damenmannschaften hineinschnuppern dürfen.

Für viele Vereine ist ein Aufstieg in die erste Liga mit vielen Risiken verbunden. Wie schätzt du dies bei den Bären ein?

Julia Behnke:
Zunächst einmal ist es eine große Belohnung für die Spielerinnen, jetzt auch einmal erste Liga spielen zu dürfen. Die Bären kommen mit einem kompakten und sehr eingespielten Team, das in sich gewachsen ist. Und die Gegner werden es mit einer sehr aggressiven 3:2:1 Abwehr zu tun haben, die eine gute Basis für das schnelle Umschaltspiel darstellt.

Außerdem wird im Falle eines Wiederabstiegs die Mannschaft sicherlich nicht auseinanderfallen. Außerdem spielt die zweite Mannschaft in der dritten Liga eine gute Rolle, und auch die vorzügliche Jugendarbeit sorgt dafür, dass ein stabiler Unterbau die Zukunft der Bären garantiert.

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