21.05.2019 10:47 Uhr - 2. Bundesliga - PM HSG, red

"Das war ein schöner Schlusspunkt der Saison": HSG Gedern/Nidda verabschiedet sich aus der zweiten Liga

HSG Gedern/NiddaHSG Gedern/Nidda
Quelle: HSG
Raus mit Applaus. Nach einem Jahr verabschiedet sich die HSG Gedern/Nidda zwar wieder aus der 2. Bundesliga. Doch es bleibt die Erkenntnis, mit der eigenen Philosophie auch in diesen Sphären mithalten zu können. Das zeigte nicht zuletzt der 28:27-Auswärtserfolg bei der SG H2Ku Herrenberg zum Saisonabschluss.

"Das war ein schöner Schlusspunkt der Saison. Wie wir uns präsentiert haben, war schon gut", freute sich Trainer Christian Breiler über den doch etwas überraschenden Auswärtserfolg in Herrenberg. Lediglich in der Anfangsphase lief die Spielgemeinschaft dem Geschehen etwas hinterher.

Die Gastgeberinnen zeigten, dass sie vor über 600 Zuschauern in der stimmungsvollen Markweghalle zum Abschluss und gewiss auch anlässlich der Verabschiedung einiger Spielerinnen unbedingt noch einmal gewinnen wollten. Also legte die SG stürmisch los, führte erst mit 4:2 (9.), dann sogar mit 8:4 (14.).

Doch Gedern/Nidda, ohne die fehlende Torjägerin Kristin Amos nach Baden-Württemberg gereist, fand zunehmend besser ins Spiel, legte in der Deckung zu, kam so zu einfachen Toren, ließ den Ball aber auch im Positionsangriff gut laufen und kam so regelmäßig zu guten Abschlusssituationen. Rückraumspielerin Sabine Eisenacher besorgte schließlich in der 25. Minute den 11:11-Ausgleich, ehe beim 13:13-Pausenstand die Seiten gewechselt wurden.


Die Breiler-Mannschaft knüpfte im zweiten Durchgang nahtlos an das Ende des ersten Abschnitts an. Die logische Folge: Kreisläuferin Leonie Nowak stellte auf 16:15 (34.) und brachte ihre Farben damit erstmals in Führung. Diese wuchs anschließend sogar auf 20:17 (41.) an, ehe Herrenberg mit einem 3:0-Lauf auf 20:20 (45.) gleichzog und die Begegnung danach ein Kopf-an-Kopf-Rennen blieb. Und das sogar bis zum 26:26 (58.).

Rechtsaußen Kirsten Schindler brachte die HSG dann zunächst mit 27:26 in Front, ehe man sich in der Abwehr den Ball erkämpfte und Eigengewächs Alicia Pfaff von der linken Außenposition auf 28:26 erhöhte. Als die Schlusssirene beim 28:27-Endstand ertönte, durfte gejubelt werden.

Nach drei Siegen aus den letzten vier Spielen hat die HSG Gedern/Nidda nun ordentliche 15 Punkte auf dem Konto, schließt die Saison somit als Vorletzter ab. Ein Abenteuer mit Höhen und Tiefen geht damit zu Ende. HSG-Trainer Breiler resümiert: "Für unsere Möglichkeiten haben wir Wahnsinniges geleistet."