20.05.2019 17:34 Uhr - 3. Liga Nord - jun

Rückzug in der 3. Liga Frauen - zwei Tabellenzehnte bleiben drin

Pfrozheim (li.) kann über den Klassenerhalt jubelnPfrozheim (li.) kann über den Klassenerhalt jubeln
Quelle: Birgit Franke, HCD
Bewegung in der 3. Liga Frauen: Durch den Rückzug des MTV Altlandsberg am 20. Mai 2019 wird ein zusätzlicher Platz für die kommende Saison frei. Besetzt wird dieser durch die bereits laufende Relegation der Tabellenzehnten TG 88 Pforzheim, TSG Ober-Eschbach und TVE Netphen. Während sich Pforzheim aufgrund der neuen Situation bereits über den Klassenverbleib freuen darf, kämpfen Ober-Eschbach und Netphen im direkten Duell um den zweiten kurzfristig frei gewordenen Platz.

Gerüchte über den Rückzug des MTV Altlandsberg hatte es bereits gegeben, nun ist es offiziell. "Der 1. Vorsitzende des MTV 1860 Altlandsberg hat mit heutigem Datum die Meldung der Frauen-Mannschaft des MTV 1860 Altlandsberg für die Saison 2019-2020 in der 3. Liga im Deutschen Handballbund zurückgezogen", teilte der DHB am Montag mit.

In spieltechnischer Konsequenz bedeutet dies, so der DHB weiter, "dass die beiden Erstplatzierten der aktuell ausgetragenen Relegationsrunde zwischen den Tabellenzehnten der Staffeln Ost, West und Süd auch 2019-2020 in der 3. Liga mitwirken können." Lediglich der Drittplatzierte dieser Relegation muss neben den Teams auf den Plätzen 11 und 12 in die Oberliga absteigen.

Letzte Relegationspartie mit Endspielcharakter




Das letzte Spiel der besagten Relegation verspricht damit Hochspannung. Die TG Pforzheim hat die beiden Spiele gegen die Konkurrenten schon absolviert und mit 26:28 (12:13) gegen die TSG Ober-Eschbach verloren. Gegen den TVE Netphen siegte die TG jedoch mit 27:22 (13:11) und hat damit 2:2 Punkte auf dem Konto. Damit kann Pforzheim aufgrund der positiven Tordifferenz nicht mehr von beiden Klubs überholt werden und schon für die 3. Liga planen.

Ober-Eschbach und Netphen kämpfen damit im direkten Duell um den verbleibenden freien Platz (25. Mai, 19:00 Uhr, Bad Homburg). Ober-Eschbach hält bei einem eigenen Sieg, einem Unentschieden oder eine Niederlage mit drei oder weniger Toren die Klasse. Netphen muss hingegen mit mindestens vier Toren Differenz gewinnen, um in dem darauf folgenden Dreiervergleich - alle Mannschaften hätten dann 2:2 Punkte - aufgrund der Tordifferenz vor Ober-Eschbach zu stehen.

Ursprünglich - vor dem Altslandsberger Rückzug - hätte lediglich der Sieger der Relegation weiter in der 3. Liga starten dürfe. Die TSG Wismar, Tabellenzehnter der Staffel Nord, hatte auf eine Teilnahme verzichtet. Die Relegation war angesetzt worden, da es aus der Oberliga Ostsee-Spree keinen Aufsteiger gibt.