20.05.2019 11:50 Uhr - 2. Bundesliga - PM TSV, red

TSV Nord Harrislee feiert mit Platz sieben "das Sahnestück"

TSV Nord HarrisleeTSV Nord Harrislee
Quelle: TSV
Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee haben am letzten Spieltag der zweiten Bundesliga, noch einmal einen Zähler eingefahren. Bei der DJK/MJC Trier, sicherten sich die Nordfrauen buchstäblich in letzter Sekunde dass 26:26 (14:15) Remis.

So schloss der Aufsteiger die Spielzeit 2018/19 mit zu Saisonbeginn wohl kaum erwarteten 29:31 Punkten und so auf Platz sieben im Bundesligaunterhaus ab. "Gegen eine Trierer Mannschaft, die noch einmal alles aufgeboten hat, haben wir alle Spielerinnen eingesetzt. Und sie hat beim Rückstand das gezeigt, was sie während der gesamten Saison ausgezeichnet hat. Mentalität, denn sie wollten auf keinen Fall verlieren", so Trainer Shorty Linde im Kollektivlob an beide Teams.

Dementsprechend war das Geschehen auf dem Parkett der mit 500 Zuschauern voll besetzten Arena Trier. Einen 1:3 Rückstand steckten die Nordfrauen schnell weg und legten durch einen 5:0 Lauf eine 6:3 Führung vor. Acht Minuten vor der Halbzeit lagen die Nordfrauen mit 13:9 vorne, dann kamen die Gäste aus dem Tritt und gingen mit einem knappen 14:15 Rückstand in die Pause.

Nach dem Wechsel ging es Tor um Tor. Nach dem 23:23 (50.), schienen sich die Gastgeberinnen entscheidend abzusetzen. 24:26 stand es drei Minuten vor Ultimo. Doch gestützt auf die stark haltende Lea Tiedemann und dank eines gehaltenen Siebenmeters von Sophei Fasold, hatten die Nordfrauen in der letzten Minute beim 25:26 den finalen Angriff. Peer Linde ordnete an, die Torhüterin rauszunehmen und eine 7:6-Überzahlformation zu spielen.

So konnte Merle Carstensen die freie Kreisläuferin Ronja Lauf anspielen, die eine Sekunde vor der Schlusssirene zum frenetisch bejubelten 26:26 Ausgleich einwarf. Mit dem Erreichen des siebenten Tabellenplatzes in der zweiten Bundesliga, adelte Shorty Linde noch einmal seine Mannschaft.

"Wir haben eine schweren Saisonstart, mit dem Fehlen von drei Leistungsträgerinnen wie Fenja Jensen, Catharina Volquardsen und Franziska Peters als Mannschaft weggesteckt und danach eine überragende Saison gespielt. Meine Spielerinnen sind alle Mentalitätsmonster. Das hat uns überall Respekt eingebracht. Ich glaube wir haben in ganz Deutschland, das unerwartete und beste Sahnestück abgeliefert", so der Harrisleer Trainer, dessen Team nach 2:14 Startpunkten und dem letzten Tabellenplatz, im Herbst voll durchstartete.