19.05.2019 15:53 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

SV Werder Bremen ringt Kurpfalz Bären einen Punkt ab

Drei Tore: Jennifer BörsenDrei Tore: Jennifer Börsen
Quelle: Hansepixx.de
Am letzten Spieltag der Saison trennen sich die Handballerinnen des SV Werder und die Kurpfalz Bären mit einem 20:20-Unentschieden. Vor 400 Zuschauern zeigen die Bremerinnen eine starke kämpferische Leistung und beenden die Saison am Ende auf dem 13. Tabellenplatz.

Bei beiden Mannschaften standen die Zeichen auf Abschied: Während die Bären der zweiten Liga Adieu sagten, aber mit dem gleichen Team das Abenteuer Liga Eins in Angriff nehmen, steht Bremen vor einem Umbruch. Mehr als die Hälfte der Spielerinnen werden Werder verlassen, und in Bremen wartet viel Arbeit auf die Führungsverantwortlichen.

Werder markierte das erste Tor im Spiel durch Rabea Neßlage, doch der erste Schreck folgte nach drei Minuten als Rückraumspielerin Lena Thomas verletzt liegen blieb und nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen konnte. Nach dem 3:3 (6.) konnten sich die Kurpfalz Bären auf 3:5 (9.) absetzen. Bremen fand noch nicht so recht ins Spiel und so zog Werder-Coach Dominic Buttig nach einer Viertelstunde beim Stand von 4:7 die grüne Karte.

Schneider: "Viele ungewohnte Fehler"




Die offensive Abwehr der Kurpfalz Bären funktionierte wie in den meisten Saisonspielen wie gewohnt und Sabine Stockhorst war im Tor kaum zu überwinden. Sehr auffällig agierte Lena Feiniler, der neben der engagierten Abwehrarbeit sogar sechs Treffer vom Kreis gelangen.

Das Time-Out aber zeigte zunächst die erhoffte Wirkung und Werder verkürzte durch Treffer von Alina Otto und Nele Osterthun auf 6:7 (17.). Doch Werder ließ den Gästen zu viele Freiräume und auch im Angriff blieben zu viele Chancen ungenutzt, sodass Ketsch die Führung auf 7:11 (24.) ausbaute. Werder gab sich aber noch lange nicht geschlagen und kämpfte sich zurück ins Spiel. Quasi mit dem Pausenpfiff verkürzten die Grün-Weißen auf 11:12.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hielten die Gäste die knappe Führung, doch Werder hielt dagegen und Torhüterin Alexandra Meyer hielt die Werder-Damen im Spiel, doch der Ausgleich wollte einfach nicht fallen, so wie überhaupt bis zur Mitte des zweiten Durchgangs wenige Treffer fallen wollten. Mit einem 14:16-Rückstand ging es für Werder in die Schlussviertelstunde.

Buttig: "Kämpferisch sehr starke Leistung"




Schneider sprach anschließend von einem "etwas merkwürdigen Spiel, in dem wir viele ungewohnte Fehler gemacht haben", doch sie nahm das Endergebnis eher gelassen: "Wir haben eine Superrunde gespielt und uns den Aufstieg redlich verdient. Allerdings hat uns dies auch viel Kraft gekostet, und wir sind froh, jetzt etwas Abstand vom Handballalltag zu gewinnen." Werder verkürzte beim 16:17 (50.) durch Birthe Barger wieder auf einen Treffer und beim 18:18 (54.) durch Alina Otto fiel dann endlich der Ausgleichstreffer.

Die Halle stand nun lautstark hinter den Grün-Weißen und so ging das Team mit der Unterstützung der Zuschauer durch Nele Osterthun mit 19:18 in Führung. Die Kurpfalz Bären glichen aber aus und hatten 11 Sekunden vor dem Ende beim Spielstand von 20:20 die Chance auf den Sieg. Nach einer Auszeit von Trainerin Katrin-Schneider blieb der letzte Wurf der Gäste im Block hängen und es blieb beim 20:20-Unentschieden.

"Das war eine kämpferisch sehr starke Leistung meiner Mannschaft und ich freue mich, dass wir durch den Punkt auch noch den sportlichen Klassenerhalt geschafft haben", freut sich Werder-Trainer Dominic Buttig nach dem Spiel. Durch den Punktgewinn ziehen die Werder-Damen in der Tabelle noch an Zwickau vorbei auf Platz 13.