13.05.2019 13:49 Uhr - 3. Liga Süd - PM Ober-Eschbach, red

Relegation: TSG Ober-Eschbach holt sich Sieg gegen Pforzheim

Das war nichts für schwache Nerven. Mit einer grandiosen Energieleistung behielten die "Eschbach Pirates" im ersten Relegationsspiel die Oberhand. Sie verschafften sich mit dem 28:26 (13:12) gegen Pforzheim eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Ligaverbleib. Entsprechend groß waren der Jubel und die Erleichterung nach der Partie beim Team und den 60 lautstarken Ober-Eschbacher Fans. Der Sieg ist umso bemerkenswerter, da er über 30 Minuten lang mit nur sieben Feldspielerinnen erkämpft wurde. Sekunden vor der Pause hatte sich Kapitänin Lena Riedel eine schwere Nasenverletzung zugezogen und musste ausscheiden.

Das Spiel hatte für das erstmals von Trainer-Rückkehrer Holger Hölzinger gecoachte Team perfekt begonnen. Mitte der ersten Halbzeit führten seine Schützlinge mit 10:4. Vorne zeigten sich die Ober Eschbacher Mädels treffsicher und im Tor gelangen Milena Deppisch starke Paraden. Doch Pforzheim kämpfte sich zurück, wurde defensiv griffiger und holte Tor um Tor auf. Kurz nach der Pause konnten die Gastgeberinnen zum 13:13 egalisieren.

In doppelter Überzahl zogen unsere Mädels wieder etwas davon, führten 18:15 und später 26:24. Doch angeführt von ihren beiden Besten - Torhüterin Claire Bäcker und Top-Torjägerin Desire Kolasinac - blieben die Pforzheimerinnen dran. Immer wieder glichen sie aus, zuletzt zum 26:26 in der 58. Minute. Dann kam der energetische Schlussspurt der TSG: Andrea Mertens (59.) und Greta Bucher (60.) machten den Sack zu.

"Einfach nur überragend"




Entsprechend strahlte auch Trainer Holger Hölzinger. "Einfach nur überragend", lobte er den Teamgeist und den unbeschreiblichen kämpferischen Einsatz. "Selbst in schwierigen Situationen haben wir nie aufgesteckt, gegengehalten und Lösungen gefunden." Auch Jürgen Preilowski hatte das Sieger-Gen ausgemacht. "Sogar Fehlwürfe konnten uns nicht entmutigen", beobachtete der Mannschaftsbetreuer der Pirates. "Wir haben einfach weitergeworfen."

Entsprechend gelöst war die Stimmung auf der Rückfahrt. Bei einem Zwischenstopp in einem amerikanischen Schnellrestaurant setzten sich die Mädels dann (Papp)Kronen auf. Zur endgültigen Krönung, sprich Klassenerhalt, fehlt noch ein Sieg in 14 Tagen daheim gegen den TVE Netphen.