13.05.2019 09:19 Uhr - 1. Bundesliga - PM Nellingen, Flames

"Es hat das letzte Quäntchen gefehlt": Nellingen mit Niederlage im letzten Heimspiel

8 Tore: Lena Degenhardt8 Tore: Lena Degenhardt
Quelle: Jörn Kehle/TVN
Auch im letzten Heimspiel in der Beletage des deutschen Handballs hat es für die Bundesliga-Handballerinnen der Schwaben Hornets Ostfildern nicht mehr zu einem Heimsieg gereicht. Gegen die HSG Bensheim/Auerbach musste sich die Mannschaft von Hornets-Coach Ralf Rascher trotz großem Kampf mit 25:29 geschlagen geben. "Wir haben heute paar Probleme gehabt, aber das ist nicht wichtig, denn wir haben zwei Punkte geholt und nur das zählt", war Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm mit dem Ergebnis zufrieden.

Die Flames von der Bergstraße legten in der endlich wieder einmal gut gefüllten Sporthalle 1 besser los und führten schnell mit 3:0 (5.). Danach kamen die Filder-Handballerinnen in die Partie und kamen auf 3:4 heran (8.). In der Folge konnten sich die Gäste, bedingt durch technische Fehler der Hornets einen 4:0-Lauf starten, den auch Rascher mit einem Timeout nicht unterbrechen konnte. Das Team von Gästetrainerin Heike Ahlgrimm konnte seine Führung bis zum 10:11 behaupten, ehe die Hausherrinnen erstmals ausgleichen konnten (26.). Bis zum Seitenwechsel gelang der Rascher-Truppe dann nicht mehr viel, Bensheim netzte dagegen noch viermal ein.

Nach dem Seitenwechsel hatten beide Kontrahenten Schwierigkeiten und es dauerte mehr als drei Minuten, ehe Sarka Marcikova für die Hornets die torlose Zeit beendete. Anschließend blieb Bensheims Vorsprung nahezu konstant, erst nach dem 21:24 (49.) ging ein Ruck durch die Heimmannschaft und ein 3:0-Zwischenspurt mündete im 24:24-Ausgleich (54.). Eine Überzahl blieb dann ungenutzt und die Flames zogen mit fünf Toren in Serie uneinholbar davon. Immerhin konnte Szimonetta Gera mit dem 25:29-Endstand den letzten Treffer für die Hornets in einem Bundesliga-Heimspiel setzen.

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm war nach dem Spiel erleichtert. "Wir haben ja von Anfang an gesagt, dass das ein schweres Spiel wird. Es war nochmal eine Energieleistung. Rafi ist ausgefallen, einige Spielerinnen sind angeschlagen und alle sind ein bisschen kaputt. Deswegen bin ich absolut froh, dass wir wieder zwei Punkte haben. Die mussten wir uns hart erkämpfen, aber ich glaube, dass das absolut verdient ist. Ich bin einfach nur froh", so die Trainerin nach dem Spiel, die dann noch ergänzt: "Von daher haben wir jetzt noch alle Möglichkeiten, um vielleicht noch einen Sieg zu holen. Einmal noch 60 Minuten Gas geben und mit einem Sieg die Saison beenden."

Dabei waren die Voraussetzungen für den personell kleinen Kader nicht optimal, denn Heike Ahlgrimm musste auch noch auf Rafika Ettaqi verzichten, die krankheitsbedingt ausfiel. Von den Junior Flames wurde der Kader daher noch durch Nina Rädge und Rugile Bartaseviciute ergänzt, die beide in den letzten beiden Minuten noch zu einem Kurzeinsatz kamen. Nina Rädge nutzte die kurze Spielzeit optimal und erzielte das 29:24 für die Flames in der letzten Spielminute, worüber sich auch Heike Ahlgrimm freute. "Ich freue mich, dass wir die beiden Mädels die eine Minute noch spielen lassen konnten und sie alles gegeben haben. Hätte mir ein bisschen mehr Einsatzzeit für beide gewünscht, aber Nina macht dann noch ihr Tor."

"Wir haben zehn technische Fehler in der ersten Hälfte gemacht, damit kann man nicht zufrieden sein, denn das können wir definitiv besser. Die zweite Hälfte war dann purer Kampf, aber es hat das letzte Quäntchen gefehlt. Am Ende war es auch Kopfsache und ich bin überzeugt, dass wenn wir sechs Monate in Ruhe hätten arbeiten und trotz des schlechten Starts in Metzingen, wir mehr Punkte geholt hätten", bilanzierte unterdessen Ralf Rascher.

"Ob es dann zum Klassenverbleib gereicht hätte, wissen wir nicht. Wichtig ist, dass ich mit der Ausbeute nicht zufrieden sein kann und ich bin richtig traurig, denn ich bin mit Ostfildern sehr verbunden. Ich werden schauen, ob ich in Verbindung mit der Schule bei der Koordination helfen kann. Trotz der vielen schlaflosen Nächte war es eine tolle Zeit", so Nellingens Cheftrainer Ralf Rascher mit Blick auf seine Zeit in der Sporthalle 1.