12.05.2019 12:00 Uhr - Champions League - Felix Buß

"Nach der Dusche geht es mit Fokus auf Bronze weiter": Drei Fragen an... Xenia Smits

Xenia SmitsXenia Smits
Quelle: sportseye.de
Die deutsche Nationalspielerin Xenia Smits ist zum ersten Mal in Budapest beim Champions League Final Four dabei. Mit Metz HB hatte sie im Viertelfinale CSM Bukarest bezwungen. Im Halbfinale stand ein erneutes Duell mit Rostov-Don bevor, das die Lothringerinnen in der Hauptrunde zweimal bezwungen hatten. Diesmal unterlag Metz jedoch mit 25:27 (8:15). Wir sprachen nach dem Spiel mit Smits über die Gründe für diese Niederlage.

Xenia, ihr habt Rostov in der Hauptrunde zweimal besiegt. Wie analysierst du die erste Halbzeit des Halbfinals und das Spiel insgesamt?

Xenia Smits:
Wenn wir die ersten 30 Minuten nicht verschlafen hätten, läuft das Spiel ganz anders. Die Torhüterin von Rostov hat in der ersten Halbzeit zehn Bälle von uns gehalten. Wenn wir davon nur die Hälfte reinmachen, könnten wir den Halbzeitstand freundlicher gestalten.

In der Abwehr standen wir zudem nicht so, wie wir das eigentlich von uns kennen. Irgendwie waren wir ein wenig baff von allem, was passiert ist, obwohl wir wussten, was auf uns zukommt. Wir waren in den ersten 30 Minuten nicht anwesend, haben aber in den zweiten 30 Minuten umso mehr gekämpft.

Was hat euch euer Trainer Emmanuel Mayonnade in der Halbzeit gesagt?



Xenia Smits:
Der Trainer hat in der Halbzeitpause nichts gesagt, was uns nicht klar war. Er hat uns mitgegeben, dass das Spiel noch 30 Minuten dauert und dass noch nichts verloren ist. Er hat uns aber auch ermahnt, dass wir den Rückstand nicht innerhalb weniger Spielminuten wettmachen können.

Der Trainer hat uns aber Mut gemacht, dass das möglich ist. Ich glaube, das hat man auch gesehen. Unmöglich war der Finalsieg heute trotz der ersten Halbzeit nicht. Ich habe das Gefühl, dass wir dafür nur ein paar Minuten mehr gebraucht hätten. Das Spiel dauert aber leider nur 60 Minuten.

Ihr seid in der zweiten Halbzeit völlig anders aufgetreten als in den ersten 30 Minuten. Was hat euch Mut gemacht?

Xenia Smits:
Mut hat uns gemacht, dass unsere Torhüterinnen, wenn wir gut in der Abwehr standen, einiges und das Notwendige gehalten haben. Außerdem war unser Kreisläuferspiel wesentlich besser als in der ersten Halbzeit. Wir haben das Spiel in den zweiten 30 Minuten in vielen Situationen so gut aufgezogen, wie wir es geplant hatten. Leider ist es uns nicht gelungen, das Spiel noch zu drehen. Dennoch können wir auf dieser zweiten Halbzeit aufbauen. Jetzt müssen wir uns kurz beruhigen. Kopf hoch, nach der Dusche geht es mit Fokus auf die Bronzemedaille weiter.