11.05.2019 12:36 Uhr - 2. Bundesliga - PM Kirchhof, red

SG 09 Kirchhof erwartet im Duell der Toptorjägerinnen "eine richtig harte Nummer"

Loes VandewalLoes Vandewal
Quelle: Richard Kasiewicz, SG09
Es gibt in der 2. Bundesliga nur wenig Spielerinnen, die Kirchhofs Diana Sabljak in puncto Torgefahr das Wasser reichen können. Loes Vandewal ist eine davon. Am vorletzten Spieltag kommt es zum direkten Duell der beiden Torjägerinnen, wenn die SG beim Aufsteiger Lintfort ran muss (Sa. 17.30 Uhr).

Die Kroatin hat als Führende der Torschützenliste 256/96 Tore auf dem Konto, die Holländerin als Zweite 232/86. Beide sind komplette Spielerinnen. Nicht nur aufgrund ihrer Wurfvariationen und Durchsetzungsfähigkeit stark im Abschluss sondern auch herausragend als Strateginnen im Spielaufbau sowie als Bollwerk in der eigenen 6:0-Deckung. "Unsere Lebensversicherung", sagt Ulrich Grenz-Klein, Lintforts Sportlicher Leiter, über die 25-Jährige, die 2016 zum TuS stieß.

Als es in der Hinrunde bei ihr aufgrund einer Verletzung (Handbruch) mal für ein paar Wochen nicht so richtig lief, tat sich der Aufsteiger prompt schwer, konnte auch den langfristigen Ausfall von Naina Grenz-Klein (Kreuzbandriss) erst mal nicht wegstecken. Hat sich aber längst gefangen.

Gefährlicher Gegner




"Die Mannschaft hat sich deutlich weiter entwickelt", sagt Grenz-Klein nach 13:5-Punkten aus den letzten neun Spielen, womit der Klassenerhalt seit einigen Spieltage kein Thema mehr ist. Das liegt nicht nur an Vandewals Treffsicherheit. Im Rückraum wird sie assistiert von Top-Talent Annefleur Bruggemann (Zweitspielrecht Bayer Leverkusen) und der Linkshänderin Becky van Nijf. Weiterhin ist laut Grenz-Klein das Zusammenspiel mit den Kreisläuferinnen Tatjana van den Broek und Vanessa Dings viel besser geworden, ebenso haben die drei Torfrauen (Vivien Gosch, Laura Gräf, Sabrina Romeike) "einen Schritt nach vorn" gemacht.

"Lintfort ist von allen Positionen gefährlich", weiß daher SG-Coach Christian Denk und bereitet seine Schützlinge auf "eine richtig harte Nummer" vor.: "Um hier zu bestehen, brauchen wir eine Top-Leistung wie im Hinspiel." Da feierten die Kirchhoferinnen mit 36:26 den zweithöchsten Heimsieg der Saison, ausgelöst durch einen unglaublichen 13:0-Lauf in der zweiten Hälfte. Lintfort versuchte das Tempo der Gastgeberinnen mit zu gehen - und wurde überrannt.

Die Spielerinen vom Niederrhein werden es wohl trotz dieser Erfahrung wieder versuchen. Denn mittlerweile können sie dieses Tempo mitgehen. "Die Mannschaft ist gut drauf", bestätigt Grenz-Klein. Und meint damit nicht nur seine Top-Torjägerin.