11.05.2019 09:15 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Die werden uns nichts schenken": Bensheim/Auerbach Flames als letztes Team zu Gast in Nellingen

Sarah van GulikSarah van Gulik
Quelle: Andrea Müller, Flames
Am heutigen Samstag wird um 17:00 Uhr die vorerst letzte Heimpartie der Schwaben Hornets Ostfildern in der Bundesliga angepfiffen. Zu Gast die HSG Bensheim-Auerbach.

Bekanntlich streben die Hornets in der kommenden Saison den Neustart in der 3. Liga an und somit geht - vorerst - eine lange Geschichte in der Bundesliga beim TV Nellingen dem Ende entgegen. Mit viel Wehmut aber auch Zuversicht haben sich die Verantwortlichen zu diesem schweren Schritt entschieden und wollen somit die Konsolidierung auf allen Ebenen einläuten.

Zunächst steht jedoch noch eine Partie in eigener Halle an und zum Saisonschluss eine Woche später die weiteste Auswärtsfahrt nach Buxtehude um dann Endgültig der HBF adieu zu sagen. Auch wenn es eigentlich um nichts mehr geht wollen sich die Spielerinnen ordentlich von ihren Fans verabschieden und ein gutes Bundesligaspiel auf die Platte bringen. Selbstverständlich soll der Abschied mit 2 Punkten in der Tasche gefeiert werden. Für eine Spielerin der Schwaben Hornets wird es sicher auch ein besonderes Spiel sein, denn Linksaußen Elisa Stuttfeld trägt bekanntlich in der neuen Saison das Trikot der Flames.

Ahlgrimm: "Ein Spiel, wo wir Favorit sind"




Diese Aufgabe wird für die Nellingerinnen richtig schwer. Die Flames haben den Klassenerhalt längst eingefahren und können völlig ohne Druck nach Nellingen reisen. Ungeachtet dessen wollen sich die Filder-Handballerinnen mit einem Sieg belohnen und nochmals alles geben zum Abschied. Auf der Gegenseite wird sich auch das Team um Trainerin Heike Ahlgrimm keine Blöße geben und auf jeden Fall die Punkte an die Bergstraße mitnehmen wollen. Dies verspricht einen großen Fight den sich beide Teams schon so oft geliefert haben. Letzte Saison spielte man in Nellingen 30:30, in Bensheim siegten die Hornets mit 28:26. Diese Saison konnten die Flames das Hinspiel in Bensheim mit 32:26 für sich entscheiden.

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nimmt mit ihrem Team die Favoritenrolle an: "Wir wissen, dass das ein schweres Spiel wird. Das ist seit längerem mal wieder ein Spiel, wo wir Favorit sind. Jeder geht davon aus, dass wir gewinnen. Aber die werden uns nichts schenken. Nellingen hat nichts zu verlieren und sie haben die letzten Spiele auch immer gut gespielt und teilweise hoch geführt, aber dann doch noch verloren. Sie haben das letzte Heimspiel, danach werden fast alle verabschiedet. Wir wollen auf jeden Fall gewinnen und so fahren wir auch da hin", gibt sie die Marschroute für das Spiel vor.

Seit der Saison 2005/2006 trafen beide Kontrahenten in der 2. Bundesliga 20 Mal aufeinander. In der Bundesliga waren es bislang drei Aufeinandertreffen und drei Partien im DHB-Pokal. Lediglich in der Saison 2016/2017 gab es dieses Duell nicht, da die Hornets ein Jahr vor der HSG in die 1. Liga aufgestiegen waren und Bensheim folgte ein Jahr später in die Beletage des Deutschen Frauenhandballs. Die Statistik über die Jahre hinweg zeigt auf, wie eng die Aufeinandertreffen beider Teams waren. Jeweils 12 Siege für beide Mannschaften. Auch 12 Niederlagen mussten beide einstecken und lediglich zwei Mal teilte man sich die Punkte. Man darf also darauf gespannt sein, wer am Schluss die Nase vorn haben wird in der ewigen Statistik da es wohl ein Aufeinandertreffen zumindest in der Liga so schnell nicht mehr geben wird.

"Mit dem Spiel am Samstag geht wohl ein Stück Geschichte in Nellingen vorerst ad acta. Wenn ich an die Partien gegen Bensheim zurückblicke, dann fallen mir überwiegend schöne Momente ein. Fights die immer intensiv aber auch sehr fair waren. Großer Sport auf Augenhöhe all die Jahre über. Sowohl in Weststadthalle als auch in der Sporthalle 1 brodelten die Hexenkessel bis zum Siedepunkt. In beiden Hallen herrschte beim Aufeinandertreffen grundsätzlich Gänsehautatmosphäre bestimmt von ganz großartigen Fangemeinden auf beiden Seiten die voll hinter ihren Teams stehen. Es wird mir fehlen", blickt Geschäftsführer Bernd Aichele auf die Partien gegen die HSG zurück. "Ich wünsche Jörg Hirte und dem ganzen Team alles Gute für die Zukunft.

Die Partie im Livestream