11.05.2019 08:48 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Wieder auf unsere spielerischen Stärken besinnen": Kurpfalz Bären wollen gegen Füchse Berlin in die Erfolgsspur

Rebecca EngelhardtRebecca Engelhardt
Quelle: Kurpfalz Bären
Nach zwei Niederlagen könnten die Fans der Kurpfalz Bären vermuten, dass das Selbstvertrauen der Mannschaft von Trainerin Kate Schneider etwas angeknackst ist. Doch die beiden sportlichen Leiter, Dr. Robert Becker und Tom Löbich, sehen dafür überhaupt keinen Grund. "In der Video-Analyse des Mainzer Spiels wurde deutlich, dass wir ein richtig starkes Spiel gezeigt haben, aber unser Gegner in der Cancenverwertung weitaus effektiver war", so Dr. Becker. Und Tom Löbich ergänzt: "Bis zum 18:18 waren wir eigentlich das bessere Team, haben es aber versäumt, selbst in Führung zu gehen. Unter dem Strich haben wir unseren attraktiven Beitrag zu einem tollen Handballfest geleistet. Das sollte uns Mut machen für die beiden letzten Partien gegen Berlin und in Bremen."

Da die Kurpfalzbären in die höchste Spielklasse aufsteigen wollen, und die letzten beiden Spiele nicht nach Plan verliefen, kann man sich sicher sein, dass sie den Spreefüxxen rein gar nichts schenken werden. Auch Trainer Goncalo Miranda weiß: "Vor allem ihre unangenehme 3:2:1-Abwehr hat uns im letzten Spiel Probleme bereitet, dies gilt es zu verbessern und wir müssen die Fehlerquote der letzten Spiele minimieren."

Nach wie vor haben die Bären in der Aufstiegsfrage sehr gute Karten. Erste Voraussetzung ist allerdings, dass am Samstag - man beachte die ungewöhnlich frühe Anspielzeit um 16 Uhr - gegen die Berliner Füchse ein Sieg eingefahren wird. "Nicht auf die leichte Schulter nehmen" muss das Motto der Bären-Ladies sein, wenn sie die "Spreefüxxe" empfangen, die zu den unberechenbarsten Mannschaften der Liga zählen. Zwar wurde das Hinspiel in Berlin relativ locker mit 30:18 gewonnen, aber die Füchse sind für alle Überraschungen gut. Das musste auch das Spitzenteam von Beyeröhde-Wuppertal im Januar erfahren, das zu Hause mit 25:29 gegen die Berlinerinnen die Segel streichen musste.

Das Spiel steht für das Team von Kate Schneider unter besonderen Vorzeichen. "Wir müssen uns wieder auf unsere spielerischen Stärken besinnen", fordert die Trainerin von ihren Spielerinnen. "Und wir müssen Geduld haben, denn Berlin wird versuchen, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Wenn allerdings unsere Fans eine genauso tolle Stimmung machen wie in Mainz, bin ich zuversichtlich, dieses so wichtige Spiel siegreich zu gestalten." Nach dem Spiel geht es für die Bärenfans in die Rheinhalle, wo "Radspitz" auch mit dem neuen Bärensong "Steht auf!" für Stimmung sorgen will.