04.05.2019 09:47 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

TVB Wuppertal will in Berlin auch spielerisch überzeugen und von einem "Füchse-Komplex" nichts wissen

Anna Eber wird den Füchsen aufgrund eines Kreuzbandrisses fehlenAnna Eber wird den Füchsen aufgrund eines Kreuzbandrisses fehlen
Quelle: BSV Sachsen Zwickau
Nach zwei Unentschieden in Folge wollen die Handballgirls am kommenden Samstag beim Gastspiel in Berlin endlich wieder doppelt punkten. Doch die "Spreefüxxe", so der Spitzname des Teams aus dem Stadtteil Reinickendorf gehören nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern des TVB Wuppertal. In den vergangenen Partien hatte das Team von Coach Martin Schwarzwald zumeist das Nachsehen und lediglich im Hinspiel der Saison 2017/18 in der Buschenburg konnten die Handballgirls ein 25:25-Remis holen. In der aktuellen Spielzeit gab es Anfang Januar zum Ende der Hinrunde, gar eine 25:29 Heimniederlage gegen Berlin.

Von einem "Füchse-Komplex" will man beim Wuppertaler Zweitligisten dennoch nichts wissen - Schwarzwald hofft gegen die Füchse auf eine Leistungssteigerung seines Teams: "Die schlechte Bilanz gegen Berlin ist weniger eine Belastung, sondern eher eine besondere Motivation für uns. Dass wir kämpfen können, haben wir in den vergangenen Wochen und Monaten eindrucksvoll bewiesen. Allerdings müssen wir gegen Berlin auch wieder besser Handball spielen. Die Mädels haben spielerisch mehr drauf, als in den letzten Wochen gezeigt wurde - da haben wir momentan noch Luft nach oben! Wenn uns das wieder besser gelingt, können wir die Füchse besiegen."

Anders als in Bremen soll gegen Berlin vor allem auch die Abwehr wieder besser funktionieren, um nicht von vorneherein ins Hintertreffen zu geraten. "Da hatten wir in den ersten vierzig Minuten zeitweise überhaupt keinen Zugriff", urteilt auch Abteilungsleiter Stefan Müller, der sich jedoch zusammen mit den vielen angereisten TVB-Fans, erneut von der großen Moral der Handballgirls überzeugen konnte. Nach einem Acht-Tore-Rückstand konnte der TVB bekanntlich das Spiel fast noch drehen, musste am Ende jedoch mit dem 28:28 Unentschieden gegen Werder zufrieden sein. Nach Berlin sind die Handballgirls übrigens bereits am Freitag mit dem Flugzeug angereist, ausgeruht sollen die Füchse diesmal kein Stolperstein werden.

Die Berlinerinnen unterlagen zuletzt mit 26:29 gegen den 1. FSV Mainz 05, erinnern sich aber unterdessen gern an das Hinspiel in Beyeröhde. Das Erfolgsrezept beim damaligen 29:25-Auswärtserfolg war ein schnelles, dynamisches Spiel im Kollektiv. Managerin Britta Lorenz weiß: "Beyeröhde ist auf dem Papier die klar bessere Mannschaft, aber die Mädels haben bereits am vergangenen Wochenende gezeigt, dass sie jedem Gegner Schwierigkeiten bereiten können. Die Richtung stimmt, aber die Leistung muss konstant über sechzig Minuten abrufbar sein."

Aus den letzten drei Partien konnte der TV nur zwei Punkte durch zwei Remis einfahren. Die Spreefüxxe gewannen zuletzt in Trier und mussten seither vier Niederlagen in Kauf nehmen. Beide Mannschaften wollen somit wieder zurück in die Erfolgsspur und in der Tabelle noch einmal Boden gutmachen - ein einstelliger Platz ist für beide Teams noch in Reichweite. Verzichten müssen die Spreefüxxe nach wie vor auf Natalie Schwarz und nun auch erneut auf Anna Eber. Die 29-jährige zog sich im Spiel gegen Mainz einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu und fällt bis aus weiteres aus.