29.04.2019 15:02 Uhr - 3. Liga Nord-West - Markus Hausdorf

"Heute überwiegt erstmal nur Freude": HSV Solingen-Gräfrath feiert Meisterschaft und Aufstieg

Westdeutscher Meister 2018/19: HSV Solingen-GräfrathWestdeutscher Meister 2018/19: HSV Solingen-Gräfrath
Quelle: Lars Breitzke
Der HSV Solingen-Gräfrath hat den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga am Sonntagabend durch einen 32:22-Erfolg gegen den als Absteiger feststehenden BV Garrel unter Dach und Fach gebracht. Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr: Die Mannschaft von Kerstin Reckenthäler und Steffi Osenberg ließ sich von den rund 1.000 Zuschauern in der gut gefüllten Solinger Klingenhalle vollkommen zu Recht feiern.

Einen Spieltag vor dem Saisonende weist der HSV Solingen-Gräfrath drei Zähler Vorsprung auf den SV Germania Fritzlar auf. Die ursprünglich geplante Relegationsrunde zum Ausspielen der drei Aufsteiger ist durch den Aufstiegsverzicht des TV Hannover-Badenstedt nicht mehr notwendig. Neben dem HSV Solingen-Gräfrath steigen die HSG Freiburg und der HC Leipzig in die 2. Bundesliga auf.

Als Glücksgriff erwies sich die Verpflichtung von Kerstin Reckenthäler und Steffi Osenberg, die in der vergangenen Saison noch gemeinsam mit der weiblichen A-Jugend von Bayer Leverkusen Deutscher Meister wurde. Viele Wegbegleiter von Kerstin Reckenthäler und Steffi Osenberg waren am Sonntagnachmittag in der Halle. So zum Beispiel Rainer Adams, der mit dem Duo in Leverkusen zusammengearbeitet hat.

Reckenthäler "weiß, dass ein schweres Jahr auf uns wartet"




"Ich bin sehr stolz auf die Mädels und es ist ein unglaublich tolles Gefühl aufgestiegen und Meister zu sein", freute sich Kerstin Reckenthäler nach dem Spiel gegen Garrel. "Heute überwiegt erstmal nur Freude. Dennoch weiß ich, dass ein schweres Jahr auf uns wartet. Aber wir gehen diese Herausforderung an und werden unser bestmögliches versuchen und hart dafür arbeiten. Die 6 Monate in Solingen waren bisher sehr aufregend und haben mir gezeigt, dass es der richtige Weg für mich war. Wir haben ein tolles Team und ich freue mich auf das was kommt."

Überglücklich auch Lorena Jackstadt, die im zweiten Jahr in Solingen spielt. "Wir haben als Team einfach Bock auf das Spiel gehabt und das hat man gemerkt. Wir haben zusammen gekämpft und das macht das Team aus. Wir können sehr stolz auf uns", sagte die HSV-Keeperin nach dem Schlusspfiff.

Vater des Erfolges ist sicherlich Geschäftsführer Friedhelm Kramer. "Das war ein unbeschreiblicher Tag, ein Wahnsinnserlebnis. Es waren gut 1000 Zuschauer in der Klingenhalle. Man konnte erkennen, dass Solingen eine Handballstadt ist und sich auch für den Frauen-Handball begeistern kann. Unser Ziel war es zu Saisonbeginn nicht Meister zu werden. Wir wollten attraktiven Handball spielen, unsere Werbepartner und Zuschauer sollten begeistert werden. Umso schöner ist es nun natürlich, dass wir diese Saison mit der Meisterschaft beenden. Wir hoffen nun auf eine erfolgreiche Saison in der 2. Bundesliga. Wir sind alle glücklich und stolz darauf, was wir geschafft haben", sagte Kramer bei der Aufstiegsfeier.

Kader mit punktuellen Veränderungen




Verabschiedet wurden die Keeperin Manon Vernay (Australien), Kreisläuferin Lina Klinnert (Karriereende), Stephanie Wojtowicz (2. Mannschaft), Anja Mohr (TV Witzhelden) sowie Torwarttrainer Joakim Halbach und Physiotherapeut Martin Fischer.

Zur neuen Saison verstärkt sich der HSV Solingen-Gräfrath gleich mit drei Nachwuchsspielerinnen aus Leverkusen: Die Feldspielerinnen Merit Müller und Dana Gruner kommen ebenso wie Torhüterin Lisa Fahnenbruck. Desweiteren verstärken Carina Senel vom TSV Bonn rrh. sowie Anna Bergschneider von Frisch Auf Göppingen den frisch gebackenen Westdeutschen Meister und Zweitligaaufsteiger.