22.04.2019 12:46 Uhr - 1. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: Buxtehuder SV neuer Vierter, Bensheim/Auerbach mit Big Points im Abstiegskampf

Die Flames waren von Leverkusen nicht zu stoppenDie Flames waren von Leverkusen nicht zu stoppen
Quelle: Andrea Müller, Flames
Der Meisterschaftskampf der Handball Bundesliga Frauen verläuft weiterhin spannend, im Rennen um Platz 4 konnte der Buxtehuder SV die Patzer der Konkurrenz nutzen. Im Abstiegskampf holte die HSG Bensheim/Auerbach Flames die Big Points und kann nun schon am kommenden Wochenende die Liga halten.

Im Titelrennen kommt es derzeit auf jeden Punkt und jedes Tor an. Die SG BBM Bietigheim bleibt nach dem 28:16 (16:8) bei der Neckarsulmer Sport-Union Spitzenreiter der Handball Bundesliga Frauen mit 42:2 Punkten und einer Tordifferenz von +175. "Ich bin heute zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft - besonders in der Defensive, in der wir heute sehr gut gestanden sind. Mit zwölf Toren das Derby auswärts zu gewinnen, ist heute absolut in Ordnung", so Bietigheims Cheftrainer Martin Albertsen und NSU-Coach Pascall Morgant meinte mit Blick auf den 0:6-Fehlstart seiner Mannschaft: "Den Anfang möchte ich rausnehmen. Danach haben wir es ganz gut gemacht und uns mit allem was wir hatten, gegen die hohe Bietigheimer Qualität gestemmt. Deshalb möchte ich auch das Positive sehen und das ist, dass wir gegen Bietigheim unter 30 Gegentoren geblieben sind."

Punktgleich, aber um vier Tore (+164) herangerückt ist der Thüringer HC, der sein Heimspiel gegen den SV Union Halle-Neustadt mit 32:16 (14:7) für sich entscheiden konnte. "Nach den ersten sieben Minuten habe ich verwundert die Augen gerieben, als ein 0:0 auf der Anzeigetafel stand. Aber nach 15. Minuten kam unser Spiel ins Laufen. Die Abwehr hat mir heute über die 60 Minuten gut gefallen, aber auch Halle hat eine sehr aggressive Abwehr gestellt, die uns über die gesamte Spielzeit das Tore werfen schwer gemacht hat", so THC-Trainer Herbert Müller und Wildcats-Trainerin Tanja Logvin erklärte: "Wir haben heute im Angriff einen sehr schlechten Tag erwischt. An unserer Chancenverwertung müssen wir unbedingt arbeiten. Der THC war insgesamt eine Nummer zu groß für uns."

Leverkusen und Dortmund patzen




Auf Platz 3 mit sechs Punkten Rückstand auf das Spitzenduo bleibt weiterhin die TuS Metzingen, die am Ende mit 32:22 (15:10) das Derby bei Schlusslicht TV Nellingen gewinnen konnte. Mit dem Derby-Sieg qualifizieren sich die Tussies zum fünften Mal in Folge für den internationalen Wettbewerb. Nach unten absichern müssen die Ermstälerinnen nach dem Sieg nicht mehr. Metzingens Chefcoach Andre Fuhr beklagte nach dem Spiel dennoch mit Blick auf die Anfangsviertelstunde, wo die Hornets noch ein 7:7 hielten: "Da müssen wir unsere Chancen einfach konsequenter nutzen, dürfen nicht so nachlässig sein."

Hinter Metzingen klafft nun eine große Lücke von neun Punkten, der Buxtehuder SV ist mit 27:17 Punkten neuer Vierter. Die Norddeutschen gewannen ihr Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen klar mit 34:22 (16:12). "Das war eines unserer schlechtesten Spiele. Wir sind enttäuscht. Der BSV war klar besser. Wir müssen nach vorne auf die letzten Spiele schauen", so Göppingens Trainer Aleksandar Knezevic und BSV-Trainer Dirk Leun meinte: "Ich bin sehr zufrieden. Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir es taktisch gut gelöst. Wir haben etwas für unser Torverhältnis getan und die jungen Spielerinnen haben viel Spielzeit bekommen."

Der bisherige Vierte Bayer Leverkusen hingegen kam bei den HSG Bensheim/Auerbach Flames mit 20:30 (7:16) unter die Räder und hat nun zwei Zähler Rückstand auf den BSV. Im Traditionsduell der beiden einzigen verbliebenen Gründungsmitglieder der Bundesliga mussten sich die Rheinländerinnen klar geschlagen geben. "Das muss ich nun erst einmal in aller Ruhe analysieren. Fakt ist, dass uns nichts gelingen wollte, egal was wir auch versucht haben", so Elfen-Trainer Robert Nijdam und Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm strahlte nach dem Sieg über den Ex-Verein: "Manchmal steht man da und es fehlen einem die Worte. Wir haben schon daran geglaubt, dass heute was geht und wir waren sehr positiv und sind mit Selbstbewusstsein aufgetreten. Dass es natürlich heute so läuft, ich glaube, damit hat niemand gerechnet."

Bad Wildungen auf einstelligem Tabellenplatz




Weitere zwei Punkte hinter Leverkusen rangiert nun Borussia Dortmund auf Rang 6. Der BVB musste sich im Derby der HSG Blomberg-Lippe mit 21:24 (11:11) geschlagen geben. "Wir nutzen in diesen Phasen unsere Chancen nicht. In der Schlussphase hat Blomberg dann im Angriff die Zweikämpfe energischer geführt und daher verdient gewonnen", fasste BVB-Trainer Gino Smits die Partie zusammen, in der Dortmund die Möglichkeiten zu einer Führung nicht verwerten konnte und Blombergs Trainer Steffen Birkner bilanzierte: "Mit der ersten Hälfte war ich überhaupt nicht zufrieden, weil wir einfach zu viel zugelassen haben. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann zwar deutlich steigern können, wir mussten uns aber irgendwie durchquälen. Es war leider kein schönes Handballspiel."

Blomberg-Lippe überholte in der Tabelle nun Frisch Auf Göppingen (20:24) und ist mit 21:23 Zähler nur noch zwei Punkte hinter dem BVB. Neuer Tabellenneunter sind hingegen die HSG Bad Wildungen Vipers, die ihr Heimspiel gegen den VfL Oldenburg mit 35:33 (17:15) für sich entscheiden konnten und den noch amtierenden DHB-Pokalsieger auf Rang elf - punktgleich mit den HSG Bensheim/Auerbach Flames - abrutschen ließen. "Es war eine absolut geschlossene Mannschaftsleistung. Alle Spielerinnen sind mit vollem Einsatz in die Lücken und haben so Platz für ihre Mitspielerinnen geschaffen. Davon haben vor allem Sabine Heusdens und Sina Ritter profitiert", freute sich Vipers-Trainerin Tessa Bremmer und VfL-Coach Niels Bötel erklärte: "Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht gegen einen Gegner auf Augenhöhe. Am Ende haben wir auf Außen drei bis vier Mal zu viel in Eins-zu-Eins-Situationen den Ball verloren und so einfache Tore kassiert."

Während die HSG Bad Wildungen Vipers mit 16:28 Zählern aufgrund der guten Tordifferenz (-45) und acht Punkten Vorsprung gegenüber dem SV Union Halle-Neustadt (-132) praktisch den Klassenerhalt sicher hat, sind die HSG Bensheim/Auerbach und der VfL Oldenburg mit je 15:29 Punkten noch nicht endgültig gerettet. Zwischen den beiden Teams und dem SV Union Halle-Neustadt (8:36) Punkte liegt aber auch weiterhin die Neckarsulmer Sport-Union mit 11:33 Punkten. Schlusslicht bleibt Nellingen mit 7:37 Punkten.

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