21.04.2019 13:27 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

HSG Blomberg-Lippe ringt Dortmund nieder

Silje Brøns PetersenSilje Brøns Petersen
Quelle: brink-medien, HSG Blomberg-Lippe
Die BVB Handball Damen haben mit dem 21:24 (11:11) bei der HSG Blomberg-Lippe eine bittere Niederlage im Kampf um die Europapokalplätze hinnehmen müssen. Im Westfalenderby bei der HSG sahen die rund 800 Zuschauer in der Sporthalle an der Ulmenallee, unter denen sich auch einige lautstarke Schwarzgelbe befanden, ein spannendes Derby, in dem die Gastgeberinnen in den entscheidenden Phasen "das Momentum auf unserer Seite" hatten, wie es der Blomberger Trainer Steffen Birkner formulierte.

In der Tat gelang es den Dortmunderinnen im Verlauf des zweiten Durchgangs nicht, in Führung zu gehen, obwohl die Gelegenheiten dazu durchaus gegeben waren. "Wir nutzen in diesen Phasen unsere Chancen nicht. In der Schlussphase hat Blomberg dann im Angriff die Zweikämpfe energischer geführt und daher verdient gewonnen", fasst BVB-Trainer Gino Smits die Partie zusammen.

Über die gesamte Spielzeit hatten beide Mannschaften so ihre Probleme, die Gegentore über den Innenblock zu verhindern, zeigten sich gleichzeitig aber auch konzentriert in der Rückwärtsbewegung - so entwickelte sich ein Schlagabtausch im aufgebauten Angriff, in dem die Gastgeberinnen über Silje Brons Petersen (neun Feldtore) immer wieder zum Erfolg kamen, der BVB spielte über Harma van Kreij (sechs Treffer) und Anne Müller (fünf Tore) erfolgreich.


Wenig überraschend steuerte die Partie so auf eine enge Schlussphase zu, die Gäste hatten ein 19:21 (49‘) ausgeglichen und beim Stande von 21:21 (53‘) ein enges Finale erzwungen. Auch die darauf folgende Unterzahl überstanden die Dortmunderinnen schadlos, ein Tor wollte ihnen allerdings nicht mehr gelingen - hier kam die von Smits angesprochene Chancenverwertung zum Tragen. Und weil auf Blomberger Seite Petersen und Rodrigues mit zwei Energieleistungen die Vorentscheidung erzielten (21:23, 58‘) mussten sich die Schwarzgelben ohne Punkte auf den Heimweg machen.

"Mit der ersten Hälfte war ich überhaupt nicht zufrieden, weil wir einfach zu viel zugelassen haben. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann zwar deutlich steigern können, wir mussten uns aber irgendwie durchquälen. Es war leider kein schönes Handballspiel", fasste HSG-Trainer Steffen Birkner die 60 Minuten zusammen.

Dennoch gab es ein großes Lob für seine Schützlinge. "Nur 21 Gegentore zugelassen zu haben, ist echt super. Und dass wir uns über den Kampf den Sieg hart erarbeitet haben, stimmt mich glücklich. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment für die hervorragende Einstellung machen", meinte Birkner.