20.04.2019 12:35 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Am Ende wird die Tagesform entscheidend sein": VfL Oldenburg zu Gast bei Tabellennachbar Bad Wildungen

Im Hinspiel tat sich Oldenburg schwer gegen Bad Wildungens AbwehrIm Hinspiel tat sich Oldenburg schwer gegen Bad Wildungens Abwehr
Quelle: Thorsten Helmerichs, VfL
Es läuft derzeit einfach nicht rund bei den Bundesligadamen des VfL Oldenburg. Seit nun mehr fast zwei Monaten wartet das Team von Trainer Niels Bötel auf ein Erfolgserlebnis. Es scheint fast so als ob der überraschende 27:20-Auswärtssieg beim Nordrivalen Buxtehuder SV den Grün-Weißen nicht gutgetan hat, denn seitdem hagelte es sechs teilweise vermeidbare Niederlagen. Am Samstag (19 Uhr) ist man nun zu Gast bei den Bad Wildungen Vipers, die in der Tabelle mit einem Punkt Rückstand auf dem zehnten Platz liegen und den VfL im Falle eines Sieges in der Tabelle überholen würden.

Dies will das Bötel-Team möglichst vermeiden und sich zu Ostern selbst mit einem neuen Erfolgserlebnis beschenken. "Die Vipers wollen uns in der Tabelle überholen und wir wollen das verhindern. Dafür müssen wir aber deutlich konzentrierter agieren als zuletzt. Derzeit ist das Selbstvertrauen etwas angeknackst und die Bälle gehen nicht so einfach rein wie zu Beginn des Jahres als es gut für uns lief, sondern wir müssen regelrecht jeden Ball ins Tor arbeiten. Deshalb wartet am Samstag wieder ein hartes Stück Arbeit auf uns. Am Ende wird die Tagesform entscheidend sein und wer den ein oder anderen Fehler weniger macht", rechnet der VfL-Trainer mit einem heißen Tanz im Vipers-Nest.

Es ist bereits das dritte Aufeinandertreffen der beiden Teams in dieser Saison. Nachdem sich der VfL zunächst im Pokal durchsetzen konnte, setzte es im Bundesligahinspiel zwischen den Feiertagen in eigener Halle eine deutliche 22:28 Niederlage. Beste Vipers-Torschützin war damals mit sieben Treffern Laura Vasilescu. Die Rumänin musste mittlerweile verletzungsbedingt ihre Karriere beenden.

Bötel: "Dürfen nicht die anderen Spielerinnen vergessen"




Mit Anouk Nieuwenweg (111 Tore) und Sabine Heusdens (100) haben die Gastgeberinnen aber weiterhin zwei überaus torgefährliche Rückraumschützinnen, die es in den Griff zu bekommen gilt. "Aber nicht nur als Torschützinnen sind die Beiden gefährlich. Sie spielen auch gut mit Kreisläuferin Annika Ingenpaß zusammen. Dies müssen wir unterbinden, dürfen dabei aber nicht die anderen Spielerinnen vergessen", weiß Bötel zu berichten, der weiterhin auf Jane Martens und Helena Mikkelsen verzichten muss.

Angie Geschke (Erkältung) und Isabelle Jongenelen (Rücken) waren in dieser Woche zwar etwas angeschlagen, werden aber aller Voraussicht nach in Bad Wildungen mit auflaufen können. "Wir wollen unser Saisonziel erreichen. Da dies der einstellige Tabellenplatz ist, müssen wir dieses Spiel unbedingt gewinnen. Oldenburg hat zuletzt nicht so gute Leistungen gezeigt", so Vipers-Trainerin Tessa Bremmer.

Vor allem das Tempospiel muss von den Hausherrinnen unterbunden werden, um den Erfolg aus dem Hinspiel zu wiederholen. Damals zeigten die Vipers eine sehr konzentrierte Leistung in der EWE-Arena Oldenburg und siegten mit 28:22. Die Gastgeberinnen hoffen auf einen Einsatz von Anna Frankova. Romy Morf-Bachmann wird allerdings weiterhin auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Von der Tribüne auf die Spielerbank ist inzwischen Marieke Blase gewechselt, die am Samstag auf ihren ersten Heim-Einsatz hoffen darf.

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