20.04.2019 10:19 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Kampf um jedes Tor im mitteldeutschen Derby

Mariana Ferreira LopesMariana Ferreira Lopes
Quelle: Thomas Zober, SV Union
Mitteldeutsches-Derby am Samstagabend in Nordhausen (Wiedigsburghalle) zwischen dem Thüringer HC und dem SV Union Halle-Neustadt. Der THC spielt zum ersten Male ein Bundesligaspiel in Nordhausen. Dort, wo der THC seine EHF Champions League Spiele bestreitet, muss die Mannschaft mit den letzten drei Heimspielen ausweichen, weil die Sanierung und Erweiterung der Salzahalle in Bad Langensalza bereits begonnen hat. Aber ganz so neu ist die Situation auch nicht, denn bereits drei Supercupfinals und ein DHB-Pokalspiel gegen Bietigheim hat der THC dort vor imposanter Kulisse bestritten.

Für die Gäste aus Halle dürfte die Ostersuche nach zwei Punkte eine sehr große Herausforderung werden. "Wir brauchen jeden Punkt, jedes Tor sowieso und jeden Fan, um zu siegen. Die Mannschaft darf sich in den restlichen Spielen keine Blöße geben", meint THC-Trainer Herbert Müller. Während die Thüringerinnen noch um die deutsche Meisterschaft kämpfen und jeder Sieg sowie jedes einzelne Tor wichtig ist, stecken die Wildcats im Kampf um den Klassenerhalt. Auch beim Team von Tanja Logvin kommt es im Endspurt der Saison auf jedes Tor und jeden Punkt an.

Der Thüringer HC wird immer mit einem Auge auf die SG BBM Bietigheim schauen. Bei den Hallenserinnen geht der Blick auf die Neckarsulmer Sportunion. Genau an diesem Spieltag treffen auch beide Mannschaften in Neckarsulm aufeinander. Im Moment haben die Wildcats bei noch fünf ausstehenden Spielen drei Punkte Rückstand und eine schlechtere Tordifferenz auf den ersten Nichtabstiegsplatz. "Dabei hat Halle zuletzt, gerade mit einer gut funktionierenden offensiven 3:2:1-Deckung erfolgreich agiert. Dadurch hatten sie sich unter Tanja Logvin die Chance auf den Klassenerhalt erarbeitet. Torgefährlich sind sie durch Mariana Ferreira Lopes und die agile Linksaußen Ekaterina Fanina. Schon im Hinspiel haben wir uns beim 35:30 Auswärtssieg sehr schwergetan", sagt Herbert Müller und weiß, "dass uns die Wildcats auch dieses Mal wieder in viele Zweikämpfe verwickeln werden."

Entwarnung bei Heimburg, Fragezeichen hinter Stolle




Nach der ernüchternden Niederlage gegen den Buxtehuder SV am vergangenen Wochenende haben die Wildcats in der Woche den Handball ein wenig zur Seite gelegt. Am Montag besuchte das Team das mexikanische Badeparadies Maya mare in Halle und am Mittwochabend stand ein gemeinsamer Bowlingabend mit dem Fanclub auf dem Trainingsplan. Eine positive Nachricht gab es bereits am Wochenanfang für die Wildcats. Bei Swantje Heimburg stand der Verdacht auf einen gebrochenen Zeh im Raum. Nach Untersuchungen in der Sportklinik Halle hat sich diese Diagnose jedoch nicht bestätigt.

Tanja Logvin kann somit auf den kompletten Kader am Ostersamstag zurückgreifen. "Auch wenn wir der klare Außenseiter gegen den Thüringer HC sind, erwarte ich einen genauso guten Auftritt meiner Mannschaft wie im Hinspiel als wir nur mit fünf Toren unterschied verloren hatten", so Halles Trainerin Tanja Logvin. Beim Thüringer HC steht noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Alicia Stolle, die sich bei der Partie in Dortmund am Fuß verletzt und unter der Woche nicht mittrainieren konnte. Zusätzlich ist Kerstin Wohlbold wieder in das Training eingestiegen.

Für zwei Spielerinnen ist das Spiel was ganz besonders. Mariana Ferreira Lopes wechselt am Saisonende von den Wildcats zum Thüringer HC. Für Saskia Lang vom aktuellen Tabellenzweiten geht es genau andersrum zu den Hallenserinnen.

Die Partie im Livestream