14.04.2019 12:42 Uhr - 2. Bundesliga - PM SV Werder, red

"Haben mutig verteidigt": SV Werder Bremen überrascht bei Meenzer Dynamites

Jennifer BörsenJennifer Börsen
Quelle: Hansepixx.de
Big Points für den SV Werder Bremen im Kampf um den Klassenerhalt, Rückschlag im Aufstiegskampf für den 1. FSV Mainz 05. Mit dem 32:31 (16:19) in Rheinland-Pfalz konnten die Hanseatinnen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen, denn die gute Tordifferenz im Vergleich zur HSG Gedern/Nidda ist wie ein zusätzliche Punkt wert.

Es war von Beginn an ein enges Spiel, zwar geriet Bremen mit 0:2 in Rückstand und Mainz konnte in der Folge immer vorlegen, doch die Bremerinnen ließen sich nicht abschütteln. Beim 10:11 (19.) konnte Werder durch das Geburtstagskind Lotta Heinrich erstmals in Führung gehen. Eine Zeitstrafe gegen Nele Osterthun brachte Mainz aber den ersten Vorteil im Spiel und Werder geriet mit drei Toren (15:12, 24.) in Rückstand. Vor allem das Spiel über die Kreisläuferin bekamen die Werder-Damen nicht in den Griff. So konnte Mainz die Führung halten und so ging es mit einem 16:19-Rückstand für die Grün-Weißen in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang hatte Mainz den besseren Start. Werder geriet mit vier Toren in Rückstand (23:19, 37.), doch drei Treffer in Folge von Alina Otto brachten Bremen auf einen Treffer heran. Merle Heidergott gelang dann der 23:23-Ausgleich (41.) und das Spiel war wieder völlig offen. Werder stand defensiv gut und hatte mit Alexandra Meyer einen sicheren Rückhalt. Jordis Mehrtens gelang beim 24:25 (44.) die erste Führung im zweiten Durchgang.

Buttig: "Wir spielen jetzt mit mehr Leichtigkeit"




Mainz zog die grüne Karte, doch Werder war nun heiß. Mehrtens und Börsen erhöhten auf 24:27 (49.) und das Spiel schien auf Werder-Seite zu kippen. Mainz dürfte ein Déjà-vu erlebt haben, beim Hinspiel in Bremen lagen die Mainzerinnen auch mit vier Toren im zweiten Durchgang vorne und gab das Ruder dann aus der Hand. Mainz kämpfte sich noch einmal zurück, kam beim 28:28 (54.) durch Paulina Golla zum Ausgleich.

Werder drohte nun das Spiel doch noch aus der Hand zu geben und geriet beim 30:29 (57.) wieder in Rückstand. Doch Werder hatte viel Moral und eine starke Meyer im Tor. So kam erst Merle Heidergott zum Ausgleich und dann sorgte Alina Otto per Siebenmeter für die 31:30-Führung. Mainz glich noch einmal aus und mit einem 31:31 ging es in die letzte Minute. Hier agierte Werder am Ende in Überzahl clever, spielte die Uhr lange herunter und die erfahrene Birthe Barger netzt quasi mit dem Schlusspfiff zum 32:31-Siegtreffer ein.

Werder-Trainer Dominic Buttig freute sich nach dem Spiel natürlich über den Auswärtssieg und dem damit riesigen Schritt in Richtung Klassenerhalt: "Wir sind nicht nervös geworden und haben mutig verteidigt. Gerade in unserem Unterzahlspiel hat man das gesehen." Durch den Insolvenzantrag von Abstiegskandidat Trier verringert sich die Zahl der Absteiger weiter. Werder hat bei noch vier ausstehenden Spielen nun acht Punkte Vorsprung auf die HSG Gedern/Nidda und die Tordifferenz spricht mehr als deutlich für die Bremerinnen. "Wir haben es in den letzten Spielen schon gemerkt, wir spielen jetzt mit mehr Leichtigkeit, dass wollen wir auch in den letzten Spielen in dieser Saison zeigen", so Buttig.