14.04.2019 08:58 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Leverkusen will sich im Kampf um den vierten Platz nicht vom Schlusslicht überraschen lassen

Roxana-Alina Ioneac ist mit neunzig Treffern die torgefährlichste der Schwaben HornetsRoxana-Alina Ioneac ist mit neunzig Treffern die torgefährlichste der Schwaben Hornets
Quelle: Jörn Kehle/TVN
Für die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen steht das dritte Heimspiel in Folge an. Am Sonntag gastiert der TV Nellingen ab 16 Uhr in der Ostermann-Arena an der Bismarckstraße. Die "Schwaben Hornets" reisen nach der Niederlage im Kellerduell in Halle und dem 27:34 im Derby in Göppingen mit der Roten Laterne im Gepäck an. Der Abstieg des Teams ist bereits besiegelt, der Club zog die Lizenz für die 1. und auch die 2. Bundesliga zurück und geht freiwillig für einen Neuaufbau in die 3. Liga. Allerdings will das Team den letzten Platz noch verlassen und ist auf eine Überraschung in Leverkusen auf.

Die Vorzeichen vor der Partie in der Ostermann-Arena sind klar: Die Werkselfen sind als Fünfter punktgleich mit dem Vierten Dortmund, während die Filder-Handballerinnen das Tabellenende zieren. "Wir sind natürlich nicht der Favorit, deshalb wollen wir versuchen, locker aufzuspielen", möchte Rascher, der die Reise krankheitsbedingt nicht antreten kann und von Dieter Döffinger vertreten wird, dass seine Spielerinnen befreit aufspielen.

Nachdem Halle-Neustadt zuletzt immer besser in Schwung kam und auch regelmäßig punktete, ist Nellingen an das Tabellenende der Bundesliga abgerutscht. Jüngst verloren die "Schwaben Hornets" das Kellerduell in Halle mit 30:33 und übernahmen dadurch unfreiwillig die oft zitierte "Rote Laterne". Es folgte eine deutliche Niederlage gegen Göppingen, in deren Verlauf Lena Degenhardt und Szimonetta Gera mit jeweils sechs Treffern zu den besten Schützinnen der Schwaben Hornets avancierten.

Da es bei den Hornets einige angeschlagene Spielerinnen gibt, wurde die Woche über sehr individuell gearbeitet und die Regeneration hatte großen Stellenwert. "Durch die vielen angeschlagenen Spielerinnen konnte Dieter Döffinger das Training zwar nicht optimal durchziehen, dass soll aber keine Ausrede sein für die Partie am Sonntag. Die Mädels fahren nicht nach Leverkusen um sich dort überrennen zu lassen. Auf jeden Fall wird, nach den Möglichkeiten, alles gegeben und den Elfen soll alles abverlangt werden. Ob es zu mehr reicht werden wir dann sehen. Kämpfen wird das Team ganz gewiss bis zum Umfallen", ist sich Geschäftsführer Bernd Aichele sicher, dass die Einstellung und Motivation im Team stimmt.

Zweimal hatten es die Elfen in dieser Saison bereits mit den Schwaben Hornets zu tun. "In der Meisterschaft gewann Leverkusen beim TVN mit 30:25, wobei unser verletzter Teamcaptain Anna Seidel auf satte zehn Treffer kam. Im Pokal tat man sich in der Ostermann-Arena lange Zeit schwer, siegte dann aber mit 29:26", blickt der Pressedienst der Werkselfen zurück auf die beiden in dieser Saison absolvierten direkten Duelle. Die Gastgeberinnen kämpfen um den vierten Platz und wollen zudem Wiedergutmachung für die zuletzt gegen die Vipers erlittene Niederlage betreiben.

Livestream TSV Bayer 04 Leverkusen - Schwaben Hornets Nellingen