13.04.2019 11:19 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Erstes Spiel nach Insolvenzantrag: Miezen erwarten Kirchhof mit Scharfschützin Sabljak

Elena VereschakoElena Vereschako
Quelle: DJK/MJC Trier
Mit dem 28:27-Sieg gegen Rödertal am vergangenen Samstag - der erste nach zehn Niederlagen zuvor - schien der erhoffte Befreiungsschlag für die DJK/MJC Trier gelungen, doch der Rückschlag folgte unter der Woche. Wie der Verein gestern in einer Pressemeldung vermeldete, hat er Antrag auf Insolvenz eingereicht und steht damit als erster Absteiger aus der 2. Bundesliga fest. Heute wartet das erste Heimspiel, zu Gast ist der Tabellensechste aus Kirchhof.

Für Miezen-Coach Elena Vereschako gibt der Tabellenplatz der Hessinnen allerdings die Fähigkeiten der Gäste "nicht wirklich" wieder. Sie geht sogar noch weitern: "Kirchhof gehört dem Personal nach unter die Top 3 der Liga. Warum sie dort nicht stehen, ist mir ein Rätsel."

Die hohe Wertschätzung der Kirchhoferinnen erklärt sich nicht nur mit der eigenen 32:44-Niederlage im Hinspiel, "als wir phasenweise richtig überrannt wurden." Damals hielt sie fest: "32 Tore in einem Auswärtsspiel zu erzielen, ist toll, 44 zu kassieren, indiskutabel." Die gewonnenen Eindrücke aus dieser Pleite bestimmen wesentlich die Vorbereitung auf das erneute Duell mit dem Topteam. "Wir treffen auf die vielleicht schnellste Mannschaft der Liga, die über eine ungewöhnliche Qualität und Offensivpower verfügt."

An erster Stelle ist da Diana Sabljak zu nennen, die mit 214 Treffern die Torjägerinnenliste der 2. Liga anführt. Die Kroatin zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Werferinnen in dieser Spielklasse, auch schon zuvor in Koblenz-Weibern, wo sie gemeinsam mit Mieze Dora Simon-Varga auflief. Zu den besten Angreiferinnen der Liga zählt auch Dionne Visser. Eher ungewöhnlich ist, dass die Niederländerin am Kreis zuhause ist und von dort 122 Mal erfolgreich war. Damit nicht genug - Kirchhof ist auch auf den Flügeln exzellent besetzt und hat auch von der Bank noch einiges zu bieten. Mit 16 (Sabljak) und 7 Toren (Visser) erzielte Kirchhofs Torjägerinnenduo mehr als die Hälfte der Treffer zum Sieg im Hinspiel.

"So schön und wichtig der Sieg gegen Rödertal war, die dort gezeigte Leistung wird gegen Kirchhof wird nicht reichen", ist Vereschako davon überzeugt, dass eine erneute Steigerung erforderlich sein wird. Dass der Sieg vor Wochenfrist der Psyche des Miezenkaders gut getan hat, ist für die Trainerin unzweifelhaft: "Es war wie eine Befreiung. Der Ehrgeiz, noch weitere Spiele zu gewinnen, ist ungebrochen. Wir sind motiviert und werden alles geben, um in den fünf noch ausstehenden Saisonspielen weiter zu punkten." Im Kader der Miezen fehlt weiter die verletzte Angela Petrovska.

"Ein schwieriges Spiel", blickt unterdessen Kirchhofs Dionne Visser, die aber auch betont: "Unser Anspruch muss es sein, dort zu gewinnen." Wie im Hinspiel könnte die zweite Welle ein wichtiger Schlüssel sein. Diese anzuschieben obliegt der eigenen Deckung. Und da die 5:1-Variante zuletzt so gut klappte, könnte Leona Svirakova erneut in den Genuss ihrer neuen Rolle als `Indianerin` kommen.

"Das liegt mir", sagt die Rückraumspielerin, die darüber hinaus von Christian Denk nach Bijans Ausscheiden auch als Rechtsaußen entdeckt wurde. Und damit, sehr zur Freude der Linkshänderin, laut Denk mittlerweile "unverzichtbar" ist. In Trier soll sie als wendige Vorhut das erfahrene Rückraumduo Szabo/Houben frühzeitig am erfolgreichen Abschluss hindern. Am Kreis erwartet Abwehrchefin Diana Sabljak mit Dauerbrenner Andrea Czanik (41 Jahre) eine Mammutaufgabe. "Dieses Dreieck müssen wir ausschalten", weiß Christian Denk.

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