13.04.2019 08:28 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Kurpfalz Bären der TSG Ketsch wollen in Zwickau den zweiten Platz festigen

Szene aus dem HinspielSzene aus dem Hinspiel
Quelle: Kurpfalz Bären
Die Bären-Ladies haben in der bisherigen Saison in fast allen Spielen mit großer Spielkunst überzeugen können. Doch dies allein wird im Endspurt um die begehrten Aufstiegsplätze nicht ausreichen. Es geht an den letzten fünf Spieltagen für alle Gegner "um die Wurst", denn bis jetzt sind weder die Spitzenplätze vergeben, noch ist klar, wer den Weg in die dritte Liga gehen muss. Auch der BSV Zwickau ist theoretisch noch nicht sorgenfrei und wird am Samstag alles daransetzen, den Bären die zwei Punkte vorzuenthalten - nach dem Rückzug von Trier könnte diese den vorzeitigen Klassenverbleib bedeuten.

Beim Vorrundenspiel in Ketsch waren die Zwickauerinnen beim 35:22 noch chancenlos, und lange sah es danach aus, als wenn die Mannschaft ernsthaft gefährdet sei. Doch der Trainerwechsel zu Normann Rentsch hat sich bezahlt gemacht. Aus den letzten vier Spielen holte Zwickau sechs Punkte, gewann gegen Kirchhof (25:24) und in Rödertal (25:28), ehe man sich Harrislee mit 25:28 geschlagen geben musste.

Am vergangenen Wochenende siegte man überraschend klar mit 25:20 in Berlin, obwohl der BSV nur mit acht Feldspielerinnen angereist war. Zwickau hat so mittlerweile zehn Punkte Vorsprung auf den nach dem Insolvenzantrag von Trier einzig verbliebenen Abstiegsplatz auf dem derzeit die HSG Gedern/Nidda steht. "Mit neun Punkten Vorsprung können wir jetzt mit einer anderen mentalen Verfassung in die Spiele gehen", sagte auch Trainer Rentsch, noch bevor der Vorsprung auf die Gefahrenzone durch die Insolvenz Triers auf zehn Punkte anstieg.

Neben dem heutigen Gegner aus Ketsch, die mit nur einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Buchholz-Rosengarten auf Platz 2 stehen, müssen die Zwickauerinnen bis Saisonende noch gegen drei weitere Teams aus den Top 5 antreten. "Diese Gegner haben ein enormes Potenzial, aber es ist immer gut sich mit ihnen auf Zweitliganiveau zu messen", so der Zwickauer Trainer weiter. Mit der richtigen eigenen Mentalität könne sich sein Team auch gegen diese Mannschaften beweisen und eventuell auch ärgern: "Dabei ist es egal, ob wir mit sechzehn oder acht Spielerinnen antreten."

Die Zwickauerinnen möchten in den ausstehenden Spielen ihren Fans etwas zurückgeben: "Zuhause haben wir ja immer eine gute Unterstützung, aber auch auswärts gegen Rödertal und in Berlin war es sensationell." Die Gäste sind gewarnt, nicht nur vor der Atmosphäre, der Pressedienst der Kurpfalz Bären erläutert: "Zwickau besitzt mit Jenny Choinowski und Nadja Bolze zwei äußerst routinierte Spielerinnen, die in entscheidenden Situationen den Ausschlag geben können."

Nach dem überlegenen Sieg über Mitkonkurrent Beyeröhde-Wuppertal könnten die Bären mit großer Gelassenheit die Reise nach Sachsen antreten. Doch Kate Schneider kennt die "heiße Atmosphäre" in der Zwickauer Halle, in der die Gastgeberinnen schon manchen Favoriten zu Fall gebracht haben. Daher fordert sie von ihren Ladies höchste Konzentration, um nicht eine unliebsame Überraschung zu erleben. "Zwickau ist im `Eins-gegen-Eins` enorm stark. Da müssen wir in der Abwehr höllisch aufpassen, da auch das Zusammenspiel mit den Kreisläuferinnen eine Stärke unseres Gegners ist."